| Antrag RV 2026: | Nutzung von KI im rdp |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Leah Albrecht |
| Status: | Zurückgezogen |
| Eingereicht: | 16.10.2026, 23:14 |
Ä3 zu A8: Nutzung von KI im rdp
Wortlaut des Antrages
Von Zeile 1 bis 33:
Künstliche Intelligenz (KI) kann die Arbeit in den verschiedensten Bereichen vereinfachen, gleichzeitig birgt KI auch eine potenzielle Gefahr für Nutzer*innen. Der Einsatz von KI verbraucht bei der Nutzung eine große Menge an Energie und Wasser, wodurch ökologische Risiken und Umweltbelastungen in Kauf genommen werden. Problematisch sind zudem die oft intransparenten Algorithmen, die bestehende Vorurteile, Stereotypen und Klischees reproduzieren und damit Diskriminierung verstärken können. Deepfakes und weitere diskriminierende und manipulierende Inhalte stehen in einem klaren Widerspruch zu unseren pfadfinderischen Werten. Kritisch betrachten wir zudem die Datenverarbeitung, bei der KI-generierte Informationen oft intransparent in das Netz fließen. Dabei haben solche Inhalte oftmals keine KI-Labels, wodurch die Herkunft und die Glaubwürdigkeit nicht immer nachvollziehbar sind. Besonders bei der Bild- und Tongenerierung sehen wir eine Gefahr: KI-Modelle basieren auf Werken von Künstler*innen, die ohne deren Zustimmung entnommen werden. Dies schadet den Menschen, die in solch einer Branche arbeiten, bei denen es um die Erstellung kreativer Arbeiten geht. KI ist kein kreatives Bild- und Tonerstellungstool, was Neues schafft, sondern eine Wieder- und Neuverwendung von schon dagewesenem, was oft mit Diebstahl geistigen Eigentums in Zusammenhangt steht.
Wir wollen unseren Umgang mit KI nach dem Prinzip „AI-Assisted” ausrichten. Das bedeutet, dass KI zur Unterstützung und zum Assistieren genutzt werden kann, aber nicht zum alleinigen Generieren von Inhalten. Menschliches Denken, Entscheiden und Gestalten soll nicht ersetzt werden.
Als Pfadfinder*innen wollen wir kritisch sein und Verantwortung übernehmen. Im Bezug auf KI bedeutet das für uns als rdp, wie auch die Mitgliedsverbände, dass der Einsatz u.a. unter den obengenannten Aspekten kritisch hinterfragt und abgewogen werden muss. Insbesondere die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen muss gewahrt werden. Dies gilt vor allem für den Datenschutz, wie auch den EU AI Act, der bspw. die Kennzeichnungspflicht KI-generierter Inhalte regelt.
Das bedeutet auch, dass wir innerhalb unserer Verbände, dort wo noch nicht geschehen, sensibilisierende Diskussionen anregen.
Deshalb gilt: künstliche Intelligenz im rdp soll mit Verantwortung, Transparenz und kritischer Reflexion sinnvoll eingesetzt und genutzt werden
Die Ringleitung wird damit beauftragt, sich bis zur nächsten Ringversammlung mit dem Umgang mit KI auseinanderzusetzen und einen Vorschlag zum Umgang vorzustellen.
Als rdp sprechen wir uns jedoch dagegen aus, für die eigenständige Erstellung von Schreibstücken oder Generierung von Bildern und Grafiken auf Bundesebene künstliche Intelligenz zu nutzen. Kreative und inhaltliche Entscheidungen sollen weiterhin von Menschen getroffen und verantwortet werden. Zudem ist es verboten, sensible oder personenbezogene Daten unserer Mitglieder an die KI weiterzugeben. Das schließt Bild und Videomaterial ein. Zuletzt wollen wir transparent machen, wenn offizielle Stücke mit Unterstützung von KI erstellt worden sind. Die Nutzung von künstlicher Intelligenz auf Bundesebene soll mit Verantwortung, Transparenz und kritischer Reflexion sinnvoll eingesetzt und genutzt werden.

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