<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><atom:link href="https://psg.antragsgruen.de/bv24/feedall" rel="self" type="application/rss+xml" />
            <title>Bundesversammlung 2024: Alles</title>
            <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/feedall</link>
            <description></description>
            <image>
                <url>https://psg.antragsgruen.de/BR22/page/files/offizielles+PSG+Logo.JPG</url>
                <title>Bundesversammlung 2024: Alles</title>
                <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/feedall</link>
            </image><item>
                        <title>A6.2: NEU! Anhang Grundlagentext Einleitung</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/neu-anhang-grundlagentext-einleitung-40808</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/neu-anhang-grundlagentext-einleitung-40808</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragssteller*innen</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bundesleitung</p></div></div><h2>Wortlaut des Antrages</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>UNSERE GRUNDLAGEN:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>WIR SIND PFADFINDERINNEN</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>WIR SIND KATHOLISCH</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>WIR MÄDCHEN UND FRAUEN</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dies sind die drei Standbeine pfadfinderischer Mädchenarbeit in der Pfadfinderinnenschaft St. Georg. Wie beim Bau von Lagermöbeln ein Dreibein die sichere Basis für nützliche und kreative Konstruktionen aller Art ist, so verstehen wir unser Pfadfinder*in sein, unser Katholisch sein, unser Mädchen- bzw. Frau sein als Grundlage jeglichen pädagogischen Handelns in der PSG. Diese Bereiche stützen sich gegenseitig – so wie die Holzbalken eines Dreibeins. Fehlt eines der drei Standbeine, kippt die gesamte Konstruktion. Aber was steckt genau hinter diesen drei Standbeinen und sind sie auch heute noch aktuell? Das sind Fragen, die uns als Pfadfinder*innen, egal auf welcher Ebene, immer wieder gestellt werden. Im Alltag hört sich das dann so oder ähnlich an: „Was, du bist katholisch?“, „Warum bist du denn in einer reinen Mädchengruppe?“, „Ich brauche das nicht, ich bin schon emanzipiert!“, „Pfadfinder*innen? – das ist doch wie in Filmen. Hilfst du auch immer schön den alten Omas über die Straße?“ Für uns in der PSG haben wir die Antworten auf solche Fragen im vorliegenden Grundlagenpapier niedergeschrieben. Wir haben hier festgehalten, worauf unsere tägliche Arbeit beruht. Für eine*n Pfadfinder*in selbstverständlich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass Grundlagenpapiere der PSG nicht für die Ewigkeit geschrieben sind. Die drei Kapitel sind so konzipiert, dass sie auch unabhängig voneinander zu lesen sind – und bei Bedarf auch einzeln überarbeitet werden können. Folglich ist dieses Grundlagenpapier auch als Einladung zu verstehen an alle Pfadfinder*innen, die damit arbeiten, seine Inhalte immer wieder neu zu diskutieren, auf den Prüfstein zu stellen und ggf. zu aktualisieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>UNSERE GRUNDLAGEN: UNSERE GESCHICHTE</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>WIE ENTSTAND DIE PFADFINDER*INNENBEWEGUNG?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Pfadfinderinnenbewegung begann als Idee eines englischen Generals, Sir Robert Baden-Powell (1857-1941), kurz B. P. genannt. Im Laufe seiner Militärzeit schrieb B. P. ein Buch für seine Soldaten über Fährtenlesen, Anschleichen und das Leben im Freien. Er nannte das Buch „Aids to Scouting“ (Hilfen zur Pfadfinderei). Als Baden-Powell das Buch schrieb, ahnte er nicht, dass diese Ideen ein paar Jahre später in die Praxis umgesetzt werden würden. Baden-Powells Ruhm brachte viele Jungen dazu, sein Buch zu lesen, das er für Soldaten geschrieben hatte. Das aber beunruhigte ihn. Er war überzeugt, dass Jungen Bücher für Jungen lesen sollten und nicht für Soldaten. Deshalb beschloss er, sein Buch umzuschreiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Jahre 1907 beschloss Baden-Powell, bevor er seine Pfadfinder- Idee groß veröffentlichte, sie zunächst einmal auszuprobieren. So begab er sich im Sommer 1907 mit 22 Jungen aus allen Bevölkerungsschichten auf die Insel Brownsea, wo er das erste Lager durchführte. Es wurde ein aufregendes Erlebnis für die Jungen. Das zehntägige Lager war ein voller Erfolg und so konnte B.P.’s Buch &quot;Scouting for Boys&quot; (Pfadfinden für Jungen) veröffentlicht werden. Es war das Ergebnis seiner Erfahrungen, Einfälle, Versuche und der Arbeit mit Anderen und wurde in England zu einem großen Erfolg. Von diesem Zeitpunkt an war die stürmische Entwicklung der Pfadfinderbewegung nicht mehr aufzuhalten. Pfadfindergruppen schossen im ganzen Land aus dem Boden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bald wurde sein Buch von Jungen rund um die Welt gelesen. In den Jahren 1904 bis 1909 waren es nicht nur die Jungen, die mit Begeisterung das große Pfadfinderspiel begannen. Auch ihre Schwestern versuchten sich im Spähen, Zelten und Klettern auf Bäume. Sie suchten sich Erwachsene, die bereit waren, ihre Truppe zu führen und nannten ihre Gruppen: Wölfe, Füchse, Marder, etc.. Mädchen mit Rucksäcken und Stöcken unterwegs zum Zelten waren ein revolutionärer und aufregender Anblick. Aber trotz großer gesellschaftlicher Ablehnung fanden sich überall Mädchen zusammen, die Pfadfinderinnen werden wollten. Am 04. September 1909 kam es zu einem erstaunlichen Ereignis:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Trupp selbst erklärter Pfadfinderinnen (Girl Scouts) aus Dorset erscheint völlig unerwartet und uneingeladen im Crystal Palace Rally in London bei einem Treffen der Boy Scouts und marschiert einfach hinter einer Jungengruppe her, als gehörten sie dazu. 11000 Pfadfinder waren nicht wenig überrascht und teilten den Schock Baden-Powells über diese abenteuerliche Erscheinung. Sybil Canadine, eine der Crystal Palace Girl Scouts und somit eine zuverlässige Quelle, erzählte, dass B.P. wirklich entsetzt war. Er traute seinen Augen nicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Wer seid Ihr?“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Wir sind Girl Scouts!“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Den Teufel seid Ihr!“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>So könnte der Dialog zwischen B.P. und den Mädchen gelautet haben, aber trotz seines Entsetzens ließ er sich auf Diskussionen mit den Mädchen ein. War es der einbrechende Regen oder waren es die Girl-Scouts selbst, die B.P. dazu brachten zu sagen: „Well, I am thinking about it.“ Er lud die Mädchen ein, aus dem Regen ins Gebäude zu kommen und erlaubte ihnen, bei der Parade hinter den Boy Scouts herzumarschieren. Sybil Canadine sagt: „We knew we won“ (Da wussten wir, dass wir gewonnen hatten)<sup>1</sup> . B.P.’s Begeisterung hielt sich in Grenzen. Dennoch hatte er seinen Spaß daran zu sehen, wie entschlossen die Mädchen waren, dasselbe zu tun wie ihre Brüder. Er sah in der Pfadfinderbewegung viele Aspekte, die für Mädchen ebenso nützlich waren, wie für die Jungen. Aber was würden die Eltern der Mädchen sagen? Und musste nicht die Bewegung der Jungen darunter leiden, wenn plötzlich auch Frauen wie Pfadfinder gekleidet durch die Straßen liefen?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>B.P.’s Vermutungen bewahrheiteten sich: Die englische Öffentlichkeit war entsetzt über das undamenhafte Benehmen der Mädchen, deren Gruppen wie Pilze aus dem Boden wuchsen. Ganze Seiten in Zeitungen füllten sich mit dem Thema. Das Fazit war B.P. zu bitten, diesen Unsinn zu stoppen. Doch B.P. machte sein Versprechen wahr. Er musste einsehen, dass diese Entwicklung nicht aufzuhalten war. Er überlegte und kam zu einem wichtigen Entschluss: Er bat seine Schwester Agnes, die Organisation der Mädchenbewegung zu übernehmen und legte dadurch von vornherein fest, dass Pfadfinderinnen und Pfadfinder getrennt arbeiten sollten. Der Name wurde in „Girl Guides“ geändert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Scouts“ das waren Männer, die Abenteuer suchten, die Wege durch fremde Länder für sich selbst und Andere fanden, die bereit waren für jedes unerwartete Ereignis, das aus Urwald oder Dschungel auf sie zukam. „Guides“ hatte er in der Schweiz kennen gelernt. Das waren die Bergführer, bereit, ihr Leben einzusetzen, um Anderen die Freude des Bergsteigens zu ermöglichen. Sie waren ruhig und zuverlässig, Menschen, denen man sein Leben anvertrauen konnte. Die Aufgabe der Frau war es, „Guide“ zu sein. Sie packte nicht nur gern schwierige Aufgaben an, sondern sollte Anderen helfen, Schwierigkeiten zu bewältigen. Das Jahr 1910 war das offizielle Gründungsjahr der Girl Guides Association (Großbritannien) und Agnes wurde deren erste Präsidentin (von 1910 bis 1920). Eine Erhebung ergab, dass damals bereits 8000 Mädchen in dieser Association vereint waren. Agnes schrieb zwei Hefte, die als Grundlage dienen sollten, ein Guides-Programm aufzubauen. Aber anstatt um Brückenbau- und Pionierspezialabzeichen ging es nun um Haus- Pflege- und Handarbeit. Namen für die Patrouillen sollten Rosen, Lilien und andere Blumen sein. Die Mädchen aber waren von dieser Änderung gar nicht begeistert. Auch die Erklärung des Chiefs, es sei einer Frau nicht würdig, einfach die Männer zu kopieren, sie bräuchte ihren eigenen Lebensstil und dieser Stil sei der der „Guides“ und nicht der der „Scouts“, tröstete sie nicht. Warum sollten sie sich nicht mehr Eulen oder Füchse in ihren Gruppen nennen dürfen? Blumen waren schon deshalb langweilig, weil sie stumm waren und man keinen Patrouillenschrei von ihnen übernehmen konnte, wie von Bären oder Eulen. Die Pfadfinderinnen waren sehr verärgert. Niemand hatte Interesse daran, sich in eine Schublade stecken zu lassen. Frauen als Helferinnen, Männer als Abenteurer - das konnten sie nicht akzeptieren und so bestand die Gefahr, dass die Pfadfinderinnenarbeit kaum angefangen, fast wieder ihr Ende gefunden hätte, oder in andere Frauenorganisationen übergegangen wäre.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es war der Kriegsausbruch (1914 - 1918) der zunächst half, diese Krise zu überwinden. Die Pfadfinderinnen machten sich in vielen Bereichen nützlich und gewannen damit mehr und mehr Ansehen und Zustimmung in der Öffentlichkeit. Die entscheidende Wendung aber begann mit der intensiven Mitarbeit von Lady Olave Baden-Powell, geb. Soames, die Baden-Powell 1912 heiratete. Infiziert vom Pfadfindervirus, übernahm sie nach einiger Zeit die Führung der Girl Guides und gab der Pfadfinderinnenbewegung schnell ein eigenes Gesicht. Trotz ihres Postens als Chief Commissioner der Pfadfinderinnen, sah sie sich nie als Kämpferin für die Frauenemanzipation. Aber sie hatte am eigenen Leib erfahren, wie eingeschränkt das gesellschaftlich anerkannte Lebenskonzept für Mädchen und Frauen damals aussah: Handarbeiten, malen, musizieren und warten auf den Mann. Deshalb begrüßte sie das Streben der Frauen nach selbständigem Handeln und die Entwicklung außerhäuslicher Fähigkeiten: &quot;Nach Jahrhunderten als Zweite-Klasse-Bürger fangen Frauen an zu träumen, von Freiheit und Gleichheit mit dem Mann.&quot;<a href="#_ftn1">[1]</a> In den folgenden Jahren verbreitet sich die Pfadfinderinnen-Idee auf der ganzen Welt. 1928 gründet sich der Weltverband WAGGGS (World Association of Girl Guides and Girl Scouts), der bis heute in seinen Grundlagen nahezu unverändert ist. Bei der Gründung gehörten ihm 28 Mitgliedsländer an, heute sind mehr als 140 Länder im Weltverband Mitglied.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>WIE ENTSTAND DIE PSG?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) wurde 1947 als Verband katholischer Pfadfinderinnen für die amerikanische Besatzungszone gegründet. Sie hatte drei Wurzeln:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Das Anknüpfen an die Tradition des Bundes Katholischer Pfadfinderinnen der 1931 im Saarland, der Pfalz und in Nordbaden gegründet worden war und 1935 während des Nationalsozialismus verboten wurde, sowie an die Hildegardispfadfinderinnen aus dem Aachener Raum. Die Töchter der Mitglieder dieser Bünde wollten einfach wieder damit anfangen, womit ihre Mütter begonnen hatten.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Die Eigeninitiative von Mädchen und jungen Frauen, die in Schul- und Mädchenbüchern von Pfadfinderinnen - vor allem in England und den USA - gelesen hatten oder deren Brüder sich in der DPSG neu organisierten (...).</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Die Bemühungen der Vertreterinnen des Weltbundes in der amerikanischen und britischen Besatzungszone, den Boden für eine pfadfinderische Arbeit mit Mädchen zu bereiten.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Es war still. Die Ruhe nach den Kämpfen in den Straßen wirkte gespenstisch. Fremde Soldaten mit Gewehren huschten, rannten an den Häusern vorbei. Hin und wieder hörte man noch einen Schuss. Wir waren davongekommen, saßen nun abwartend in den Kellerräumen der teilweise auch beschädigten Häuser. Wir: Jugendliche - 16, 17 Jahre alt, Frauen, Mütter und ältere Männer... . Das war der erste Eindruck nach dem für uns verlorenen Kampf. Dann war nur noch Leere. Das sollte also Frieden werden, Freiheit bedeuten.“<sup>3<a href="#_ftn2">[2]</a></sup> Mit dem Ende des Krieges im Jahre 1945 gab es sehr persönliche Motive wie Einsamkeit, Trauer oder auch nur Neugier, um sich mit Gleichgesinnten jungen Menschen zusammenzuschließen. Der Krieg hatte ein breites Lernpotential und kollektive Existenzumbrüche geschaffen. Zwar stand für die Jugend das Organisieren des Lebensalltages im Vordergrund, aber zugleich suchten die Jugendlichen nach neuen Werten und Orientierungen. Es gab nicht die „Stunde Null“, in der die Jugendverbandsarbeit begann. An vielen Orten kam es zu Zusammenschlüssen von ehemals kirchlichen Gruppen, aber auch Gruppen mit gemeinsamen sozialen oder Freizeitinteressen fanden zusammen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Gründung der PSG im Jahre 1947 in München ging voraus, dass es bereits eine größere Anzahl von örtlichen Gruppen und Stämmen in allen drei Zonen gab. Ihnen fehlte zumeist die Anerkennung und somit die Lizenz durch die jeweiligen Militärregierungen. Jedoch waren in Bayern sehr früh sehr viele Gruppen anerkannt und konnten sich zusammentun. Im selben Jahr folgte eine Einladung des Weltbundes nach Rüdesheim zu einem Camp, an dem sowohl ausländische Pfadfinderinnen als auch Vertreterinnen anderer deutscher Pfadfinderinnenbünde teilnahmen. Erste offizielle Kontakte zum Weltverband (WAGGGS) und seinen Mitgliedern wurden geknüpft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als sich die PSG 1947 gründete, waren Vertreterinnen aus drei westlichen Zonen und aus Berlin beteiligt. Eine allgemeine Anerkennung des Verbandes gab es zunächst nur für die amerikanische Besatzungszone, dann aber auch für die britische und zuletzt für die französische Besatzungszone.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am 15. Juni 1947 fand das erste Bundesthing statt, der Vorläufer der heutigen Bundesversammlung. Dort wurde eine erste Satzung verabschiedet und eine erste Bundesordnung entworfen. Sitz des Verbandes war zunächst München, und hier die Pfarrei St. Bonifaz. Zur ersten Bundesmeisterin wurde Resi Flurer-Bayer gewählt. Im gleichen Jahr wurde die PSG Mitglied im BDKJ, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend und gründete mit CP, den Christlichen Pfadfinderinnen, und BDP, dem Bund Deutscher Pfadfinderinnen, in der amerikanischen Besatzungszone den Ring Deutscher Pfadfinderinnenbünde, der knapp ein Jahr später auch in Hamburg für die britische Besatzungszone entstand und sich 1949 als RDP in der Bundesrepublik Deutschland konstituierte - zwei Wochen nach Gründung des Deutschen Bundesjugendringes, in dem die PSG zunächst noch über den BDKJ vertreten war, bis der Ring zu Beginn der 50er Jahre als Mitgliedsverband aufgenommen wurde.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Heute ist die Pfadfinderinnenschaft St. Georg der bundesweit einzige eigenständige katholische Mädchen- und Frauenverband.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Insbesondere vor dem Hintergrund des fortbestehenden Patriarchats besteht weiterhin der Bedarf für besondere Räume wie einen Mädchen- und Frauenverband. Trotz der Fortschritte in Richtung Gleichberechtigung gibt es nach wie vor geschlechtsspezifische Ungleichheiten und Diskriminierung, die Frauen, Mädchen, sowie weitere FINTA* Personen in vielen Bereichen ihres Lebens erfahren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Patriarchat ist ein gesellschaftliches System, das männliche Dominanz und Kontrolle über politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Institutionen beinhaltet. Es manifestiert sich in verschiedenen Formen von Geschlechterdiskriminierung, wie z. B. Lohnungleichheit, begrenztem Zugang zu Bildung und Arbeitsmöglichkeiten, sowie Gewalt gegen Mädchen, Frauen und weiteren Finta*-Personen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein inklusiver Mädchen- und Frauenverband spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung der Rechte und des Empowerments von Mädchen, Frauen und weiteren Finta*-Personen. Er bietet einen sicheren Raum für Mädchen und Frauen, um sich auszutauschen, zu vernetzen, zu lernen und sich gemeinsam für Veränderungen einzusetzen. Durch Gruppenstunden, Programme, Fortbildungen und Kampagnen trägt der Verband dazu bei, Bewusstsein zu schaffen, Ungerechtigkeiten anzuprangern und die gesellschaftliche Position von Mädchen, Frauen und weiteren Finta*-Personen zu stärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>ÜBER 100 JAHRE ALT – UND IMMER NOCH AKTUELL?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Frage stellt sich ganz natürlich, wenn man sich die Kinder und Jugendlichen in der heutigen Zeit ansieht und die Lebenswelten in denen sie leben. Aber auch gerade darin findet sich die Antwort. Kindheit heute fußt auf gänzlich anderen Bedingungen als zu Zeiten des Gründers. Kindheit heute, so liest man in der einschlägigen pädagogischen Literatur, ist zu großen Teilen eine institutionell gestaltete Kindheit. Es gibt viele Freizeitangebote, die in bestimmten Institutionen stattfinden und deshalb keine frei wählbare Freizeit mehr sind, z.B. Musikschule oder Vereinssport. Das führt dazu, dass viele Kinder auch außerhalb der Schule bereits einen ausgefüllten Terminkalender haben. Die Eigentätigkeit und das Spiel bleiben dabei außen vor. Institutionalisierte Freizeitangebote bringen auch veränderte Freundschaften mit sich. Man sieht zwar einerseits viele Kinder, aber lernt sie nicht unbedingt gut kennen. Will man sich mit ihnen zum Spielen verabreden, müssen häufig lange Wege zurückgelegt werden oder Kinder sind darauf angewiesen, dass sie gefahren werden. Institutionalisierte Freizeitangebote heißt auch, dass Kinder ihre Lebensumwelt nur noch als einzelne Inseln wahrnehmen. Da ist die Insel Musikschule, die Insel Vereinssport, die Insel Einkaufszentrum, etc.. Oft führt das dazu, dass zur Erkundung der näheren häuslichen Umgebung kaum Raum ist. Ein weiterer wichtiger Punkt der veränderten Kindheit ist das Stichwort Medien und damit verbunden ein (Er)leben aus zweiter Hand. Ein Großteil der Freizeit verbringen Kinder heute zu Hause (oder unterwegs) vor dem Fernseher, Computer oder Smartphone. Die (sozialen) Medien sind ein großer Bestandteil des Lebens junger Menschen, aber sie sind trotzdem nur ein Ersatz oder eine Erweiterung für die Wirklichkeit. Es macht einen Unterschied, ob man ein Feuer im Fernsehen oder auf Social Media sieht oder ob man es selbst erlebt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das sind nur ein paar Beispiele für die Veränderungen, denen Kindheit unterworfen ist. Sie können aber beispielhaft zeigen, warum die Pfadfinder*innenbewegung eine aktuelle und sinnvolle Bewegung ist. Kinder, die in einer Pfadfinder*innengruppe sind, können über die Inhalte ihrer Gruppenstunden selbst entscheiden; das kann ein Projekt sein oder das freie Spiel, aber natürlich auch der Besuch im Schwimmbad. Kinder in einer Pfadfinder*innengruppe lernen viele unterschiedliche Kinder kennen, und haben viel Zeit in Ruhe mit ihnen zu spielen. Denn neben den regelmäßigen Gruppenstunden gibt es auch Wochenendfahrten oder Zeltlager. Erfahrungen aus zweiter Hand werden zu Erfahrungen aus erster, denn das Prinzip „Learning by doing“ ermöglicht es, alle Dinge auszuprobieren, die von den Kindern ausprobiert werden wollen. Und nicht zuletzt ist ein Schwerpunkt der Pfadfinderei, das Erleben von Natur zu ermöglichen, auch wenn die Kindergruppe im städtischen Bereich angesiedelt ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Festgeschrieben haben wir dies ganz besonders in den sechs Elementen unserer Pädagogik und in der Projektmethode.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>LITERATUR</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Baden-Powell, Olave: Window of my heart. London 1973.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Pfadfinderinnenschaft St. Georg (Hrsg.): Mädchenarbeit im Wandel. Münster 1999.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Pfadfinderinnenschaft St. Georg – Diözesanverband Freiburg (Hg.): Grenzenlos. Freiburg 1993.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> Baden-Powell (1973)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Pfadfinderinnenschaft St. Georg (1999), S. 29</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Anhang zu Antrag 6</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 04 Jun 2024 13:38:45 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A7.2: NEU! Anhang Grundlagentext &quot;Wir sind Mädchen und Frauen&quot;</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/neu-anhang-grundlagentext-wir-sind-madchen-und-frauen-34004</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/neu-anhang-grundlagentext-wir-sind-madchen-und-frauen-34004</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragssteller*innen</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bundesleitung</p></div></div><h2>Wortlaut des Antrages</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>INKLUSIVE MÄDCHEN ARBEIT IN DER PSG</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die PSG verfolgt schon immer das Ziel Mädchen und Frauen zu stärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns als Pfadfinder*innen ist die inklusive Mädchenarbeit ein pädagogischer Ansatz, der einen sicheren und unterstützenden Raum schafft, in dem alle Mitglieder gleichermaßen anerkannt, respektiert und gefördert werden können, unabhängig von ihren individuellen Merkmalen oder Hintergründen. Dabei werden verschiedene Dimensionen der Vielfalt berücksichtigt, einschließlich ethnischer oder kultureller Herkunft, sexueller Orientierung, sozioökonomischem Hintergrund, körperlicher sowie geistiger Fähigkeiten. Gleichermaßen erkennen wir an, dass sich die geschlechtliche Identität unserer Mitglieder im Laufe ihres Verbandslebens ändern kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Inklusive Mädchenarbeit strebt danach, Barrieren abzubauen, Chancengleichheit zu fördern und eine vielfältige und inklusive Gemeinschaft zu schaffen, in der jede einzelne Person ihr volles Potenzial entfalten kann. Sie fördert Solidarität, Empowerment und soziales Engagement um eine gerechte und gleichberechtigte Zukunft für alle herbeizuführen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol><li>Porträt der pfadfinderischen Mädchenarbeit</li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Look at the girl“ – diese Aufforderung ist seit der Gründung der Pfadfinderinnenbewegung der wichtigste Grundsatz pfadfinderischen Mädchenarbeit. Aus Baden-Powells Leitsatz „Look at the boy“ für die Gruppenleiter der Pfadfinderbewegung, entwickelte sich die mädchenspezifische Variante schon bald nach Entstehung der ersten Pfadfinderinnengruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Übersetzt bedeutet dies, dass wir Mädchenarbeit fördern und diese grundsätzlich bei den Bedürfnissen von Mädchen und Frauen ansetzt. In unserer Arbeit berücksichtigen wir, dass Kinder aufgrund ihres biologischen Geschlechtes vielfach von Geburt an auf unterschiedliche Aufgaben, Funktionen und Rollen hin erzogen werden, sei es auf Grund von Erziehungsmaßnahmen und versteckt durch die Sozialisation in eine immer noch durch überholte Geschlechterrollenvorstellungen geprägte Gesellschaft. Sie setzt am Ist-Stand an („Look at the girl“), bestärkt vorhandene Stärken, macht Mut, Neues auszuprobieren und neue Fähigkeiten zu entwickeln, und deckt andererseits Benachteiligung, Abwertung und Einengung in ihren gesellschaftlichen Zusammenhängen auf.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Mädchenarbeit der PSG sieht sich damit integriert in den 1996 vom Weltverband der Pfadfinderinnen WAGGGS (World Association of Girl Guides and Girl Scouts) klar formulierten Auftrag der Welt-Pfadfinderinnenbewegung: Mädchen und junge Frauen zu befähigen, all ihre Fähigkeiten zu entfalten, um verantwortliche Bürgerinnen in der Welt zu werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„ W A G G G S ‘ M I S S I O N IS TO E N A B L E G I R L S A N D Y O U N G W O M E N T O D E V E L O P T H E I R F U L L E S T P O T E N T I A L A S R E S P O N S I B L E C I T I Z E N S O F T H E W O R L D . “</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="2"><li>Erweiterung der feministischen Arbeit in der PSG:<br>
Intersektionaler Feminismus</li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sehen aber, dass in der patriarchalen Gesellschaft auch heute Menschen aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden. Diese Diskriminierung betrifft neben Mädchen und Frauen auch inter*, nichtbinäre, trans* und agender Personen<sup>1</sup>. Deshalb wollen wir unsere feministische Arbeit für FINTA*-Personen innerhalb unseres Verbandes ausweiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die PSG hat sich in der Verbandsgeschichte bewusst entschieden, ein Mädchen- und Frauenverband zu sein. Wir wollen weiterhin Räume bieten, die eine Reflexion von Geschlechterrollen ermöglicht und unsere Arbeit auf feministischen Ansätzen aufbauen. Andererseits sehen wir auch, dass der binäre Ansatz auf dem diese Arbeit ursprünglich basiert, nicht Realität ist. Wir wissen, dass Geschlechtsidentität nicht bei der Geburt bestimmt wird.<br><em>(Auszug aus dem Positionspapier „Geschlechtervielfalt in der PSG“ 2022)</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Ganzen betrachtet werden in der patriarchalen Gesellschaft durch die existierenden strukturellen Ungleichheiten und Machtverhältnisse unterschiedliche Arten der Diskriminierung aufrechterhalten. Deshalb siedelt die PSG ihre feministische Arbeit im intersektionalen Feminismus an.<br>
Intersektionaler Feminismus bezieht sich auf die Anwendung eines feministischen Rahmens, der die verschiedenen Identitäten und Erfahrungen berücksichtigt, mit denen Frauen und weitere FINTA* Personen konfrontiert sind. Dies beinhaltet, dass sich verschiedene Formen der Unterdrückung und Diskriminierung miteinander überlappen und gegenseitig verstärken. Das Ziel in der PSG besteht darin, eine Umgebung zu schaffen, in der alle Mädchen, junge Frauen und weitere FINTA* Personen sich unterstützt, respektiert und repräsentiert fühlen, unabhängig von ihren individuellen Merkmalen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>AUFGABEN DER INKLUSIVEN MÄDCHENARBEIT IN DER PSG</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der inklusiven Mädchenarbeit steht die Selbstbestimmung und -entfaltung der jungen Menschen im Mittelpunkt und hat damit zur Aufgabe einen Raum zu schaffen, in dem junge Menschen ihre Stärken entdecken, ihre Potenziale entfalten und zu selbstbestimmten Individuen einer inklusiven und gerechten Gesellschaft heranwachsen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><ul><li><span class="underline">Förderung von Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung</span>:<br>
Unsere Mitglieder dazu befähigen, selbstbestimmt zu handeln und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Sie sollen ein starkes Selbstbewusstsein entwickeln und ihre eigenen Bedürfnisse und Interessen vertreten können.</li><li><span class="underline">Verständnis für Selbstwirksamkeit</span>:<br>
Unsere Mitglieder in ihrer persönlichen Entwicklung stärken und ihnen ein positives Selbstbild vermitteln. Das Ziel ist, ihre Selbstwirksamkeit zu fördern und sie in ihrer individuellen Entfaltung zu unterstützen.</li><li><span class="underline">Verantwortung für den eigenen Fortschritt</span>:<br>
Unsere Mitglieder übernehmen die Verantwortung für ihre persönliche Entwicklung. In der inklusiven Mädchenarbeit haben alle die Freiheit, selbstbestimmt zu entscheiden, was sie lernen und wofür sie sich engagieren möchten.</li><li><span class="underline">Kritische Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen</span>:<br>
Ein zentrales Ziel ist es, unsere Mitglieder für Geschlechterstereotypen und Rollenklischees zu sensibilisieren. Es geht darum, diese Rollenbilder kritisch zu hinterfragen und Mädchen, junge Frauen und weitere FINTA* Personen zu ermutigen ihre Identität selbst zu definieren.</li><li><span class="underline">Förderung von Gleichberechtigung und Partizipation</span>:<br>
Die Mädchen, junge Frauen und weitere FINTA* Personen werden ermutigt, ihre Rechte einzufordern und sich aktiv an Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Sie werden gestärkt als gleichberechtigte Partner*innen in der Gesellschaft zu agieren.</li><li><span class="underline">Schaffen von Räumen für Mädchen und junge Frauen</span>:<br>
Die inklusive Mädchenarbeit in der PSG bietet geschützte Räume, in denen sich die Mitglieder frei entfalten, ausprobieren und ihre Fähigkeiten entwickeln können. Es werden Übungsfelder bereitgestellt, in denen Mädchen, junge Frauen und weitere FINTA* Personen ihre Stärken entdecken und Herausforderungen meistern können.</li><li><span class="underline">Empowerment und Solidarität</span>:<br>
Das Empowerment von Mädchen, jungen Frauen und weitere FINTA* Personen wird gefördert und ihre Solidarität untereinander gestärkt. Sie werden ermutigt, sich gegenseitig zu unterstützen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam für ihre Rechte einzutreten.</li><li><span class="underline">Sensibilisierung für gesellschaftliche Ungleichheiten</span>:<br>
Es werden Themen wie Sexismus, Rassismus und andere Formen von Diskriminierung aufgegriffen, um unseren Mitgliedern zu einem kritischen Bewusstsein und einer aktiven Haltung gegenüber sozialen Ungerechtigkeiten zu verhelfen.</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>G R U N D L A G E N U N S E R E S GESCHLECHTSSENSIBLEN-P Ä D A G O G I S C H E N</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>A N S A T Z E S</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.1 Ganzheitliche und inklusive Förderung im Rahmen der pfadfinderischen Bildung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir als PSG verstehen unter pfadfinderischer Bildung, junge Menschen ganzheitlich zu sehen und sie in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Dabei werden nicht nur Wissen und Fähigkeiten vermittelt, sondern auch Werte, soziale Kompetenzen und ein Verständnis für die Natur und die Gesellschaft entwickelt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jeder einzelne Mensch soll ermutigt werden, seine Entwicklung aktiv in die Hand zu nehmen und für sich Verantwortung zu übernehmen. Dabei streben wir eine umfassende Entfaltung ihrer Potenziale an. Pfadfinderische Bildung zielt somit auf Selbstbestimmung und aktive Teilhabe ab.<br><br>
Wir als PSG sehen Menschen ganzheitlich, dies beinhaltet auch, dass menschliche Eigenschaften grundsätzlich weder geschlechtsgebunden, noch an sich gut oder schlecht, stark oder schwach, wertvoll oder wertlos sind. Entsprechend den Zielen der Pfadfinder*innenbewegung und auf der Grundlage christlich geprägter Werte und Zielvorstellungen bewerten wir Eigenschaften und Kompetenzen geschlechtsungebunden. Die Fähigkeiten jeder Einzelnen sollen durch unsere pädagogische Arbeit gefördert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.2 Arbeit in geschützten Räumen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir möchten die PSG als geschützten Raum sein indem unsere Mitglieder die Möglichkeit haben, ihre eigene Stimme zu finden und zu nutzen. Sie werden ermutigt aktiv ihre Lebenswelt zu gestalten und sich unabhängig von Rollenvorstellungen zu entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die inklusive Mädchenarbeit trägt dazu bei, Stereotypen, Vorurteile und Ungerechtigkeiten abzubauen und ermöglicht unseren Mitgliedern sich zu eigenständigen Persönlichkeiten zu entwickeln. Dabei spielt die Förderung von Solidarität, Empathie und gegenseitigem Respekt eine zentrale Rolle, um ein harmonisches Miteinander zu schaffen und alle Mädchen, junge Frauen und weitere FINTA* Personen in ihrer Vielfalt zu unterstützen. Mithilfe unserer geschützten Räume tragen wir dazu bei das sich unsere Mitglieder zu eigenständigen Persönlichkeiten heranwachsen, die aktiv an der Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft mitwirken. Es ist wichtig, dass alle Mitglieder, unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität, sich akzeptiert, respektiert und unterstützt fühlen.<sup>2</sup><br><br>
Die grundlegende Arbeit der PSG beruht auf den „sechs Elementen der pfadfinderischen Pädagogik“. Diese wird im Grundlagentext „Wir sind Pfadfinderinnen“ beschrieben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Inklusive Arbeit in Politik</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Inklusive Mädchenarbeit bedeutet, dass wir uns nicht nur auf pädagogische, sondern auch auf politische Aspekte konzentrieren. Pädagogik und Politik sind untrennbar miteinander verbunden und spielen eine zentrale Rolle in unserer Arbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Was wir tun: </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir hinterfragen die gesellschaftlichen Zusammenhänge, die Menschen auf Geschlechterrollen festlegen, und wirken aktiv Benachteiligung entgegen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir setzen uns öffentlich in allen Bereichen der Gesellschaft für Gleichstellung und Gleichberechtigung ein, um bestehende ungleiche Strukturen aufzubrechen und eine Veränderung und Neugestaltung der Gesellschaft zu bewirken.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zusätzlich zu unserem Verständnis von inklusiver Mädchenarbeit als politisches Handeln bieten wir einen sicheren Raum, in dem unsere Mitglieder ihre Stimme erheben können und Platz ist jugendpolitische Erfahrungen zu sammeln.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir unterstützen mit unserer Pädagogik Mitglieder, ihre eigenen Stärken zu erkennen und entwickeln. Wir fördern ihre Selbstbestimmung, Stärke und Resilienz, damit eigenständig in der Gesellschaft agieren und zu positiven Veränderungen beitragen können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Was wir fordern:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir streben nach konkreten Maßnahmen und Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft. Die Politik muss aktiv Gesetze und Programme fördern, die eine tiefgreifende gesellschaftliche Sensibilisierung für Geschlechterfragen ermöglicht. Dies erfordert eine umfassende Integration von Themen der Geschlechtergerechtigkeit in Bildungseinrichtungen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Darüber hinaus müssen bestehende Gesetze überprüft und aktualisiert werden, um eine nachhaltige Gleichberechtigung zu gewährleisten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Es ist ebenso wichtig, bestehende ungleiche Strukturen in der Gesellschaft zu überdenken und neu zu gestalten. Dazu gehören die Förderung von Frauen in Führungspositionen, die Schließung von Gehaltslücken und die Schaffung von Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, Beruf und Familie besser zu vereinbaren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Nicht zuletzt müssen Frauen und weitere FINTA* Personen aktiv in Entscheidungsprozesse auf allen Ebenen eingebunden werden. Politische Maßnahmen sollten darauf abzielen, Frauen und weitere FINTA* Personen zu stärken und ihre Partizipation in politischen Gremien, öffentlichen Institutionen und Unternehmen zu fördern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Forderungen stellen eine erweiterte Ausgestaltung unseres Engagements für Gleichberechtigung dar. Sie zeigen unseren Willen, konkrete Veränderungen in der Gesellschaft herbeizuführen und eine nachhaltige Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>S C H L U S S B E M E R K U N G</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Gesellschaft unterliegt ständigen Veränderungen und mit ihr ändert sich auch die PSG. Seit unserer Verbandsgründung hat es immer wieder Neu- und Weiterentwicklungen in der Struktur und Pädagogik unseres Verbandes gegeben mit der wir auch eine Vorreiter*innenrolle für gesellschaftliche Veränderungen waren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Grundprinzipien unserer pfadfinderischen Methode, insbesondere das Prinzip &quot;Look at the girl&quot;, bleiben auch weiterhin zentral für unsere Arbeit. Wir streben danach, eine Pfadfinder*innenarbeit zu gestalten, die allen Mitgliedern gerecht wird und Raum für individuelle Entfaltung bietet. Dabei legen wir nicht nur Wert auf die Anerkennung und Bekämpfung von Benachteiligung, sondern auch auf die Förderung von Empowerment und Selbstwirksamkeit. Indem wir Mitglieder ermutigen, ihre Fähigkeiten zu entfalten und ihre Stimmen zu erheben, tragen wir dazu bei, eine inklusive und gerechte Gesellschaft zu gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><sup>1</sup> FINTA*: Frauen, Inter*, Nichtbinäre, Trans* und Agender Personen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><sup>2</sup><strong>Exkurs PSG Diözesanverband Aachen</strong>: Die feministisch pfadfinderische gendersensible Arbeit mit parteilichem Fokus auf Mädchen und Frauen des Diözesanverbandes Aachen, in dem alle Menschen unabhängig des Geschlechts Mitglied sein können, hat eine eigene Tradition, die auf die Teilnahme der PSG an einem weltweiten Modellprojekt des Weltverbandes WAGGGS Anfang der 80er Jahre zurück geht. Im Rahmen dieses Projektes nahm der Diözesanverband Aachen Jungen auf und dies setzt sich bis heute fort.<br>
Dennoch leistet auch die PSG Aachen inklusive Mädchen- und Frauenarbeit. Dies ergibt sich aus der geschichtlichen Vergangenheit und Zugehörigkeit zum Weltverband der Pfadfinderinnen, wie auch an der Überzeugung unserer Pädagogik und Grundhaltung, die als Antwort auf die patriarchalen Machtstrukturen unserer Gesellschaft verstanden wird. (weitere Informationen in dem „Konzept zur gendersensiblen Arbeit der PSG Aachen“)</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Anhang Antrag 7: NEU 2. Versand</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 29 May 2024 14:03:43 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A5.1: NEU! Anhang Schutzkonzept-Synopse</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/anhang-schutzkonzept-synopse-57506</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/anhang-schutzkonzept-synopse-57506</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragssteller*innen</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Präventionsteam und Bundesleitung</p></div></div><h2>Wortlaut des Antrages</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Überblick „große“ Änderungen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Verabschiedet von der BV, in Kraft gesetzt durch den Rechtsträger, <strong>PWSG e. V.</strong> (Impressum)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Neustrukturierung Punkt 5</strong>: <strong>Präventionsmaßnahmen in der PSG</strong><ul><li>Auflösung strukturell &amp; operativ</li><li>NEU: 5.1 Ansprechpersonen: Präventionsfachkraft, Präventionsteam</li><li>Neue Struktur: 5.2 Instrumente: Führungszeugnis, Verhaltenskodex, Selbstauskunft, <span class="underline">Präventionsschulung (NEU)</span></li><li>Neue Struktur: 5.3 Auswahl von Hauptberuflichen / Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen &amp; deren Eignung</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Neustrukturierung Punkt 6: Intervention in der PSG</strong><ul><li>Übersichtlichere Form</li><li>NEU: 6.2 Grundsätzliches Vorgehen und Regelungen bei Veranstaltungen auf Bundesebene (nicht nur auf Großveranstaltungen)</li><li>NEU: Hinweis auf Checklisten im Anhang</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Anhang:</strong><ul><li>12.1 Wortänderung im Verhaltenskodex</li><li>12.2 Änderung beim Dokumentationsbogen (Streichen des Beispiels)</li><li>NEU 12.3 Übersicht Begrifflichkeiten von <strong>Personenkreisen</strong> im Zusammenhang mit Prävention in der PSG</li><li>(verschoben aus dem Schutzkonzept in den Anhang) 12.4 Gesprächsleitfaden „Anvertrauen durch Betroffene“</li><li>NEU 12.5 Checkliste: Präventionsregelungen auf Bundesveranstaltungen</li><li>NEU 12.6 Checkliste Bundesveranstaltungen: z. B. Bundesversammlung, Bundesrat und weitere Maßnahmen</li><li>NEU 12.7 Checkliste Gremiensitzungen</li><li>NEU 12.8 Checkliste digitale Gremiensitzungen und Austauschrunden</li><li>NEU 12.9 Checkliste Aufgaben Schutzteam (Großveranstaltungen)</li><li>NEU 12.10 Vorlage Awarenesskonzept für Gremiensitzungen und Versammlungen</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Version</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schutzkonzept zur Prävention von sexualisierter Gewalt der </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Herausgegeben von:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Pfadfinderinnenschaft St. Georg</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Verabschiedet auf der Bundesversammlung am 29.05.2021</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Aktualisiert auf der Bundesversammlung am 11.05.2024</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">In</span><span class="underline">K</span><span class="underline">raft</span><span class="underline">gesetzt durch den Rechtsträger am </span><span class="underline">13.05.2024</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Rechtsträger:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Pfadfinderinnenwerk St. Georg e.V.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Carl-Mosterts-Platz 1</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">40477 Düsseldorf</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Tel: 0211-440383-0</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Fax: 0211-440383-22</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">info@pfadfinderinnen.de</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">www.pfadfinderinnen.de</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Vereinsregister: VR 11239</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Registergericht: Düsseldorf</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für den Bundesvorstand: Susanne Rüber</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>AK Prävention<span class="underline">Redaktion</span>: Cäcilia Klug, Monika Rudolf, Stefanie Widmann, Isabelle Wrede<span class="underline">, Sara Kiefer</span><span class="underline">, Heike Mittelsdorf</span>, <span class="underline">Antje Gorges-Vial</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><strong>Inhaltsverzeichnis</strong></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><a href="#_Toc162339628">1 Präambel 5</a></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><a href="#_Toc162339629">2 Ziel des Schutzkonzepts. 6</a></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><a href="#_Toc162339630">3 Begriffsbestimmungen. 7</a></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><a href="#_Toc162339631">4 Risikofaktoren in der PSG.. 12</a></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><a href="#_Toc162339632">5 Präventionsmaßnahmen in der PSG.. 15</a></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339633">5.1 Ansprechpersonen: Präventionsfachkraft, Präventionsteam.. 16</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339634">5.2 Instrumente: Führungszeugnis, Verhaltenskodex, Selbstauskunft, Präventionsschulung. 18</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339635">5.3 Auswahl von Hauptberuflichen / Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen. 25</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339636">5.4 Aus- und Weiterbildung. 25</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339637">5.5 Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. 26</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339638">5.6 Verantwortlichkeit auf Veranstaltungen. 27</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><a href="#_Toc162339639">6 Intervention in der PSG.. 28</a></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339640">6.1 Kontaktpersonen. 28</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339641">6.2 Leitfaden zur Intervention auf Bundesebene. 29</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339642">6.3 Dokumentation. 38</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339643">6.4 Großveranstaltungen auf Bundesebene. 38</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><a href="#_Toc162339644">7 Qualitätsmanagement. 40</a></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><a href="#_Toc162339645">8 Maßnahmen zur Stärkung von Minderjährigen 41</a></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><a href="#_Toc162339646">9 Beratung, Melde- und Beschwerdewege. 42</a></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><a href="#_Toc162339647">10 Schlussbemerkung. 44</a></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><a href="#_Toc162339648">11 Weiterführende Materialien. 45</a></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339649">11.1 Materialien anderer Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände. 45</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339650">11.2 Weitere Informationen im Internet 45</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><a href="#_Toc162339651">12 Anhang. 47</a></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339652">12.1 Verhaltenskodex der PSG zur Prävention sexualisierter Gewalt 47</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339653">12.2 Dokumentationsvorlage. 49</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339654">12.3 Übersicht zuständige Personenkreise. 52</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339655">12.4 Gesprächsleitfaden „Anvertrauen durch Betroffene“. 54</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339656">12.5 Checkliste: Präventionsregelungen auf Bundesveranstaltungen. 55</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339657">12.6 Checkliste Bundesveranstaltungen: z. B. Bundesversammlung, Bundesrat und weitere Maßnahmen. 56</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339658">12.7 Checkliste Gremiensitzungen 57</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339659">12.8 Checkliste digitale Gremiensitzungen und Austauschrunden. 58</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339660">12.9 Checkliste Aufgaben Schutzteam (Großveranstaltungen) 59</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc162339661">12.10 Vorlage Awarenesskonzept für Gremiensitzungen und Versammlungen. 61</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Präambel</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Pfadfinderinnenschaft St. Georg ist ein Verband, in dem sich bundesweit Mädchen und junge Frauen organisieren. Die PSG wurde 1947 als Verband katholischer Pfadfinder*innen in München gegründet und gehört dem Weltverband der Pfadfinder*innen WAGGGS (World Association of Girl Guides and Girl Scouts) an.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Look at the girl“ – diese Aufforderung ist auch nach über 110 Jahren Pfadfinder*innenbewegung immer noch wichtigster Grundsatz pfadfinderischer Mädchen*arbeit. Die Gruppenarbeit mit Mädchen* in der PSG gibt unter anderem Raum für die Entfaltung aller Fähigkeiten, die Entwicklung eines unabhängigen Selbstbewusstseins, das Bewusstmachen und kritische Hinterfragen von Rollenverhalten, sowie die Entwicklung einer eigenständigen, positiven Geschlechtsidentität.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sexualisierte Gewalt und sexueller Missbrauch treten in allen Lebensbereichen auf. Daher ist es nicht auszuschließen, dass auch in unseren Gruppen Kinder und Jugendliche davon betroffen sind. In den seltensten Fällen ist sexualisierte Gewalt ein einmaliger Vorfall, sondern es handelt sich häufig um Wiederholungstaten, die geplant und bewusst herbeigeführt werden. Das Motiv ist auch viel weniger die sexuelle Befriedigung als die Ausübung und Ausnutzung von Macht. Häufig stammen die Täter*innen aus dem Kreis der Familie oder dem sozialen Umfeld (z.B. Personen aus dem Bekanntenkreis, der Nachbarschaft, Schule, Kirche oder Vereinen) der betroffenen Person. Deshalb müssen gerade wir als PSG uns mit diesem Thema beschäftigen, da wir Opfer und möglicherweise auch Täter*innen in unseren Reihen haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser vorrangiges Ziel ist es, Mädchen und Frauen in ihrer Entwicklung zu selbstbewussten und starken Persönlichkeiten zu fördern. Dazu gehört auch, sie vor physischem, psychischem und emotionalem Schmerz bzw. Schaden zu schützen. Wir wollen, dass bei uns ein Klima herrscht, in dem sich Betroffene an Personen ihres Vertrauens wenden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um diesem Ziel gerecht zu werden, haben wir bereits seit 2006 Leitlinien, die zum Selbstverständnis innerhalb des Verbandes geworden sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Verantwortungsträger*innen auf allen Ebenen der PSG gilt es, wachsam zu sein und entschieden gegen sexualisierte Gewalt und Grenzverletzungen einzutreten. Dabei geht es nicht nur um sexualisierte Gewalt, die innerhalb der PSG stattfinden kann, sondern gleichermaßen auch darum, Kinder und Jugendliche zu schützen, die sexualisierte Grenzüberschreitungen außerhalb der PSG erleben. Wenn Kinder oder Jugendliche sich uns anvertrauen oder wir einen Verdacht haben, ist es unsere Verantwortung, die Betroffenen vor sexualisierter Gewalt zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept ist gültig für den Tätigkeitsbereich des PSG Bundesverbandes und wird von der Bundesleitung verantwortet. Die Diözesanverbände und Stämme müssen sich als eigene Rechtsträger basierend auf den jeweiligen Begebenheiten und Besonderheiten ein eigenes Schutzkonzept geben. Dieses Schutzkonzept steht ihnen als Grundlage zur Verfügung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Ziel des Schutzkonzepts</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Ziel ist es, auf allen Ebenen der PSG weiterhin für das Thema zu sensibilisieren und den Blick zu schärfen, so dass wir als Verband entschieden gegen sexualisierte Gewalt eintreten können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Schutzkonzept soll Transparenz als Grundlage für Vertrauen schaffen und allen Verantwortungsträger*innen in der PSG zur Unterstützung dienen. Dazu werden zum einen thematische Hintergrundinformationen vermittelt und zum anderen konkrete Handlungspläne vorgestellt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Konkret bedeutet dies:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Definition verschiedener Fachbegriffe und deren Abgrenzungen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Risikofaktoren in der PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Prävention in der PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Intervention in der PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Qualitätsmanagement</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Maßnahmen und Stärkung von Minderjährigen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Begriffsbestimmungen</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Prävention</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Prävention bedeutet unter anderem, dass wir uns als Verantwortungsträger*innen mit dem Thema auseinandersetzen und ein wachsames Auge entwickeln für Situationen, die seltsam sind und ein komisches Gefühl verursachen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Forschung werden drei Formen der Prävention unterschieden:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Primäre Prävention (Vorbeugen):<br>
Im Vorfeld soll verhindert werden, dass es überhaupt zu sexualisierter Gewalt kommt. Primäre Prävention informiert und schafft Strukturen und soll alle Menschen im Verband erreichen. Beispiel: Präventionsschulung von Leiter*innen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Sekundäre Prävention (Eingreifen):<br>
Wenn es bereits zu sexualisierter Gewalt gekommen ist, setzt die sekundäre Prävention an. Sie hat zum Ziel, die Grenzüberschreitung möglichst früh aufzudecken und zu beenden.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es geht sowohl um die Aufdeckung von zurückliegenden Fällen als auch um die Benennung und Unterbindung von bestehenden, fortdauernden Grenzüberschreitungen. Beispiel: Gespräch mit einer*einem Betroffenen, in dem Möglichkeiten des weiteren Vorgehens aufgezeigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Tertiäre Prävention (Nachsorgen):<br>
Die tertiäre Prävention setzt an, wenn die unmittelbare Gefahr abgewendet ist und ein Vorfall langfristig aufgearbeitet wird. Es geht darum, nach einem Ereignis den/die direkt Betroffenen, aber auch dem Umfeld zu helfen, mit der Situation klarzukommen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beispiel: Begleitung einer betroffenen Gruppe, in der Grenzüberschreitungen stattgefunden haben, sowie der Eltern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ziel von Prävention sexualisierter Gewalt ist es, im Bereich der primären Prävention so</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>erfolgreich zu sein, dass Grenzverletzungen gar nicht erst auftreten und sekundär- und tertiärpräventive Maßnahmen immer weniger erforderlich sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Macht und Machtmissbrauch</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unter dem Begriff „Macht“ verstehen wir, auf das Denken und Verhalten einzelner Personen so einzuwirken, dass diese sich den Ansichten oder Wünschen einer anderen Person unterordnen und entsprechend verhalten. Eine Machtposition entsteht unter anderem durch das Vertrauen, das wir Personen entgegenbringen, durch Leitungspositionen, die sie wahrnehmen und die Bereitschaft, diesen Personen zu folgen. Unter „Machtmissbrauch“ verstehen wir den Missbrauch, den ein*e Verantwortungsträger*in mit der ihr*ihm übertragenen Macht treibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sexualisierte Gewalt</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sexualisierte Gewalt ist eine individuelle, alters- und geschlechtsunabhängige Grenzverletzung und meint jede sexuelle Handlung, die an oder vor einem Menschen, sei es Kind, Jugendliche*r oder Erwachsene*r entweder gegen deren*dessen Willen vorgenommen wird oder der die Person aufgrund körperlicher, psychischer, kognitiver oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen kann. Täter*innen nutzen ihre Macht- und Autoritätsposition aus, um die eigenen Bedürfnisse auf Kosten dieser Person zu befriedigen. Dies beinhaltet auch sprachliche und psychische Gewalt. (<em>Vgl.</em><em>Deegener: „sexueller Missbrauch an Kindern“, 2014.</em>)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der PSG fallen für uns darunter auch Handlungen, die unterhalb der Schwelle der Strafbarkeit liegen, aber von den uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen als grenzverletzend empfunden werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um sexualisierte Gewalt klarer abgrenzen zu können, unterscheiden wir in Hinblick auf die Intensität zwischen Grenzverletzungen, sexuellen Grenzüberschreitungen und weitergehenden strafrechtlich relevanten Handlungen sexualisierter Gewalt. (<em>Vgl. Enders: „Zur Differenzierung zwischen Grenzverletzungen, Übergriffen und strafrechtlich relevanten Formen der Gewalt im pädagogischen Alltag“, 2010. Da der Begriff “Übergriffe” mittlerweile straf</em><em>rechtliche Relevanz erlangt hat, ersetzen wir diesen Begriff mit „Grenzüberschreitungen“.</em>)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grenzverletzungen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grenzverletzungen beschreiben ein einmaliges unangemessenes Verhalten, das bewusst oder unbeabsichtigt geschieht. Häufig geschehen diese aufgrund fehlender persönlicher oder fachlicher Reflexion, oder weil konkrete Regelungen für bestimmte Situationen nicht klar und transparent gemacht wurden. Zudem kann dies mit fehlender Perspektivenübernahme zusammenhängen, das heißt, man geht automatisch davon aus, dass Dinge, die für einen selbst in Ordnung sind, für andere nicht unangenehm sein können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(Sexuelle) Grenzverletzungen können in manchen Fällen aber auch als systematisches Vorgehen dienen, um weitere Formen sexualisierter Gewalt vorzubereiten. Hierbei handelt es sich nicht um ein versehentliches oder zufälliges Verhalten, sondern um gezielte Manipulation durch die Täter*innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wann die eigene Grenze verletzt wird, spürt das Kind oder die*der Jugendliche. Dies ist individuell verschieden sowie alters- und geschlechtsabhängig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist möglich, Grenzverletzungen zu korrigieren bzw. zu verändern. Dazu ist es erforderlich, dass die übergriffige Person die Grenzverletzung erkennt (oder von uns darauf hingewiesen wird), sie als solche anerkennt und alles daransetzt, grenzverletzendes Verhalten in Zukunft zu unterlassen (V<em>gl. Beck, 2013</em>).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beispiele für Grenzverletzungen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Missachtung persönlicher Grenzen (z.B. tröstende Umarmung, obwohl dies dem Gegenüber unangenehm ist)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Missachtung der Grenzen der professionellen Rolle (z.B. unangemessenes Gespräch über das eigene Sexualleben)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Missachtung der Intimsphäre (z.B. Umziehen in Sammelumkleiden vor allen)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sexuelle Grenzüberschreitungen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grenzüberschreitungen sind klare Hinwegsetzungen über gesellschaftliche Normen, Regeln und fachliche Standards. Sie geschehen nicht zufällig oder aus Versehen; sie sind zielgerichtet und in der Regel nicht einmalig. Die Grenzen der betroffenen Personen werden bewusst überschritten und Widerstände werden ignoriert. Ebenso wird Kritik am beobachteten Verhalten, beispielsweise durch Dritte, missachtet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sexuelle Grenzüberschreitungen können, noch mehr als Grenzverletzungen, dazu dienen, die betroffenen Personen zu manipulieren und auf weitere Formen sexualisierter Gewalt vorzubereiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beispiele für Grenzüberschreitungen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wiederholte, vermeintlich zufällige Berührung der Brust oder der Genitalien</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wiederholte abwertende (sexistische) Äußerungen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sexistische Spiele, Mutproben oder Aufnahmerituale (zum Beispiel Pokern oder Flaschendrehen mit entkleiden)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Strafrechtlich relevante Handlungen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den §§174 – 184j deutsches Strafgesetzbuch (StGB) ist geregelt, dass Misshandlung und sexualisierte Gewalt gegenüber Kindern und unter bestimmten Voraussetzungen auch gegenüber Jugendlichen verboten sind und eine Straftat darstellen. Das Gesetz schützt somit die sexuelle Selbstbestimmung von Personen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hierzu zählen u.a.:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sexualisierte Gewalt ohne Körperkontakt: Exhibitionismus; Voyeurismus; gemeinsames Anschauen von Pornografie beziehungsweise das Versenden pornografischer Fotos an Kinder und Jugendliche; sich vor anderen ausziehen müssen; ständige verbale oder non-verbale Kommentierung der körperlichen Entwicklung der Geschlechtsmerkmale eines Kindes oder einer*eines Jugendlichen; beim Duschen beobachtet werden; Kinder oder Jugendliche in sozialen Netzwerken belästigen (z.B. auffordern, sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen), herstellen oder verbreiten von Bildaufnahmen des Intimbereichs</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sexualisierte Gewalt mit Körperkontakt:<br>
sexualisierte Küsse; Berührungen an Brust, Gesäß oder Genitalien; Zwang zu sexuellen Handlungen (z. B. Selbstbefriedigung); vaginale oder anale Penetration (d. h. Eindringen mit einem Gegenstand); anale, orale oder genitale Vergewaltigung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sexuelle Grenzüberschreitung unter Kindern und Jugendlichen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch Kinder und Jugendliche können bereits sexuell übergriffige Verhaltensweisen zeigen. Gerade in Vereinen und Verbänden gehen Schätzungen davon aus, dass die Hälfte aller Übergriffe durch Kinder und Jugendliche ausgeübt werden. Umso wichtiger ist es, auch hierfür Strategien zu entwickeln. Die Definitionen gelten auch bei Übergriffen von Kindern und Jugendlichen, wobei hier die Befriedigung der eigenen sexuellen Bedürfnisse in den Hintergrund tritt und das Erleben von Macht, Überlegenheit und Unterwerfung oft wichtiger ist. Die Gründe für sexuell übergriffiges Verhalten durch Kinder und Jugendliche sind vielfältig. Es kann nicht von dem*der sexuell übergriffigen Jugendlichen oder dem klassischen Übergriff gesprochen werden. Faktoren können sein: selbst erlebter sexueller Missbrauch, soziale Unsicherheiten, unsichere Bindungen, Austesten von Grenzen, Einfluss von Gleichaltrigen, Unsicherheiten bei der Kontaktaufnahme, sexuell übergriffiges Verhalten, das als „okay“ akzeptiert wird oder auch der Zugang zu Pornografie. Übergriffe müssen konsequent angesprochen und Grenzen gesetzt werden. Strukturelle und pädagogische Präventionsmaßnahmen sollten auch die Thematik „Übergriffe durch Kinder und Jugendliche“ mitberücksichtigen. Ausführliche Informationen zu sexuellen Übergriffen von Jugendlichen finden sich in der Arbeitshilfe „Hier hört der Spaß auf “ des BDKJ Bayern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Risikofaktoren in der PSG</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Überall, wo Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zusammenkommen, kann sexualisierte Gewalt vorkommen. Das bedeutet, dass auch bei uns in der PSG sexualisierte Gewalt und Missbrauch vorgekommen ist und vorkommt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Jugendarbeit in der PSG lebt davon, dass wir eine enge und vertraute Bindung zueinander aufbauen. Durch das Leben und Arbeiten in Kleingruppen kennt jede*r die Stärken und Schwächen der*des anderen und trägt Sorge dafür, dass die Gruppe achtsam miteinander umgeht. Als Leiter*innen in der PSG ermutigen wir dazu, die eigenen Grenzen zu erweitern und laufen dabei immer wieder Gefahr, Grenzerweiterungen zu erzwingen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Vertrautheit untereinander kann jedoch von potenziellen Täter*innen missbraucht und ausgenutzt werden. Täter*innen handeln nicht pfadfinderisch und haben daher in der PSG keinen Platz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Die Ris</span><span class="underline">i</span><span class="underline">kofaktoren wurde</span><span class="underline">n</span><span class="underline"> vo</span><span class="underline">m</span><span class="underline">Präventionsteam selbstständig analysiert</span><span class="underline">.</span><span class="underline"> Eine </span><span class="underline">Analyse</span><span class="underline"> in Form einer Umfrage </span><span class="underline">unter Einbindung aller Stakeholder wurde aufgrund der breiten Zielgruppe</span><span class="underline"> und den zugrunde gelegten Ergebnissen der </span><span class="underline">durchgeführten Risikoanalyen </span><span class="underline">der </span><span class="underline">PSG </span><span class="underline">Diözesanverbände</span><span class="underline">nicht durchgeführt.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Folgenden werden potenzielle Betroffene von sexualisierter Gewalt, sowie die Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse in der PSG, die dazu führen können, thematisiert. Die Auflistung ist nicht abschließend.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Personengruppen,</span> die sexualisierter Gewalt in der PSG ausgesetzt sein können:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der PSG, die an Gruppenstunden oder anderen Aktivitäten teilnehmen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Leiter*innen, sowie alle Mitarbeiter*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Rollenbedingte Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse</span> in der PSG:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der PSG mit ihren Leiter*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der PSG mit hauptberuflichen/hauptamtlichen Mitarbeiter*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Leiter*innen und Mitarbeiter*innen untereinander</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene untereinander</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ehrenamtliche, Hauptamtliche und Hauptberufliche</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Strukturelle und informelle Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse</span> in der PSG:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Verbandsleitung hat durch die Satzung Macht über die Leiter*innen, Mitarbeiter*innen und Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Leiter*innen haben durch ihre Rolle und die Satzung Machtbefugnisse gegenüber Kindern, Jugendliche und junge Erwachsene (Macht durch Aufsichtspflicht).</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ältere Altersgruppen haben durch eine informelle Hierarchie „das Recht“ über die Jüngeren zu bestimmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Menschen, die über benötigte Ressourcen (Geld, Räume, Material) bestimmen, können Macht auf Verantwortungsträger*innen der PSG ausüben, z.B. Verantwortungsträger*innen in den Pfarreien, Eltern, Hauptberufliche und Vorstände</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Vertrauensverhältnisse</span> in der PSG:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Pfadfinder*innen gegenüber anderen Pfadfinder*innen (auch, wenn diese sich noch nicht kennen)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gegenüber Leitungen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eltern von Mitgliedern gegenüber Leitungen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hauptamtliche/Hauptberufliche Mitarbeiter*innen gegenüber Ehrenamtlichen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beispielhaft sind im Folgenden einige typische Situationen beschrieben, in denen sexualisierte Gewalt in unserer pfadfinderischen Arbeit unter Umständen begünstigt werden kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Auf Lagern und Wochenenden mit Übernachtung</span>:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schlafen im Zelt oder Mehrbettzimmer: Kinder und Jugendliche liegen auf engsten Raum nebeneinander. Die körperliche Nähe bietet potenziellen Täter*innen die Möglichkeit, sich unbemerkt zu nähern und übergriffig zu handeln.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sanitäre Anlagen: Häufig gibt es Sammelduschen auf Zeltplätzen und Häusern. Kinder und Jugendliche können es als Grenzverletzung empfinden, wenn sie gezwungen sind vor anderen Personen (insbesondere Leitungspersonen) zu duschen <span class="underline">und umzuziehen</span>. Das Anbieten von Unterstützung (bspw. Haarewaschen) bietet potenzielle Täter*innen die Möglichkeit, übergriffig zu handeln.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Baden/Schwimmen: Getrieben vom „Gruppenzwang“ können die Kinder und Jugendlichen zum gemeinsamen Nacktbaden überredet werden. Potenzielle Täter*innen haben die Möglichkeit, absichtliche Berührungen unter Wasser auch beim “normalen” Schwimmen als Versehen zu tarnen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hilfe-/ Unterstützungs-Situationen: Kinder und Jugendliche, die sich verletzen, Heimweh haben oder Streit mit der Gruppe haben, vertrauen sich häufig Leitungspersonen an. Diese Situation kann von potenziellen Täter*innen ausgenutzt werden, um aktiv übergriffig zu werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">In Programmeinheiten:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>alle Situationen, in denen zwei Personen allein sind</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hilfe-/ Unterstützungs-Situationen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Spiele, die Grenzverletzungen zulassen (z.B. Karten-Rutschen, Kleiderkette, Aufnahmerituale)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Situationen, in denen aufgrund der Gruppendynamik Grenzen nicht eingefordert werden können</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse sowie Situationen beschreiben mögliche Risikofaktoren, die u.a. bei uns im pfadfinderischen Kontext existieren. Uns ist bewusst, dass wir solche Situationen nicht komplett vermeiden können, und dass es darüber hinaus noch andere Faktoren gibt, die sexualisierte Gewalt begünstigen. Gleichzeitig möchten wir unsere pädagogische Arbeit, die in großen Teilen auf Freiräumen und gegenseitigem Vertrauen und Nähe basiert, nicht durch ein zu übervorsichtiges Verhalten einschränken. Daher ist es wichtig, sich der Problematik bewusst zu sein und für das Thema auf allen Ebenen der PSG zu sensibilisieren, und ein Klima zu schaffen, in dem wir gegenseitig auf uns Acht geben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>Präventions<span class="underline">maßnahmen</span> in der PSG</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Prävention findet auf zwei unterschiedlichen Ebenen in der PSG statt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Strukturelle Ebene</span>: <span class="underline">Vorgaben, die an den Strukturen des Verbandes, der Bistümer und Bundeskinderschutzgesetz ansetzen und von den entsprechenden Gremien beschlossen werden.</span><span class="underline"> Zudem muss es klare Ansprechpersonen für das Thema im Verband geben.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Operative Ebene:</span> Maßnahmen und Methoden zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema, bspw. Umsetzung in der Leiter*innen-Ausbildung, <span class="underline">Präventionsschulungen</span> und weiteren Fortbildungen, in Gespräche über sexualisierte Gewalt (Grenzverletzung, sexuelle Grenzüberschreitungen, strafrechtliche Handlungen), sowohl mit Verantwortungsträger*innen, als auch mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur wenn Präventionsarbeit ganzheitlich stattfindet, kann ein Schutz vor sexualisierter Gewalt in der PSG in Ansätzen gewährleistet werden. Dabei ist wichtig, dass die operative Ebene auf der strukturellen basiert und von dieser unterstützt und legitimiert wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol><li><span class="underline">Ansprechpersonen: </span><a href="https://pfadfinderinnen.sharepoint.com/sites/AKPrvention/Freigegebene%20Dokumente/General/15%20Schutzkonzept_Anmerkungen%20SR.docx#_Toc158806586"><span class="underline">Präventionsfachkraft</span></a><span class="underline">, </span><a href="https://pfadfinderinnen.sharepoint.com/sites/AKPrvention/Freigegebene%20Dokumente/General/15%20Schutzkonzept_Anmerkungen%20SR.docx#_Toc158806587"><span class="underline">Präventionsteam</span></a><ol><li><span class="underline">Präventionsfachkraft</span></li></ol></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Gemäß §12 der Präventionsordnung </span><span class="underline">der Deutschen Bischofskonferenz </span>ernennt<span class="underline"> der Bundesvorstand (in Absprache mit dem PWSG e. V. Vorstand) mindestens eine Präventionsfachkraft befristet für fünf Jahre. Eine Wiederbenennung ist möglich. Die*der Präventionsbeauftragte*n des Belegenheitsbistums wird über die Ernennung in Kenntnis gesetzt.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Präventionsfachkraft kann werden, wer über eine pädagogische oder psychologische Ausbildung bzw. Zusatzqualifikation verfügt oder anderweitig aufgrund von beruflichen oder privaten Erfahrungen für das Arbeitsfeld geeignet ist. Die Teilnahme an einer Qualifizierungsmaßnahme zur Präventionsfachkraft ist verpflichtend.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Die Präventionsfachkraft übernimmt folgende Aufgaben:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">ist Ansprechperson für alle Mitarbeitenden und ehrenamtlich Aktiven des Bundesverbandes bei allen Fragen zur Prävention sexualisierter Gewalt</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">berät und unterstützt das Schutzteam von Großveranstaltungen sowie das Präventionsteam</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">unterstützt bei der Erstellung und Umsetzung des institutionellen Schutzkonzeptes</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">kennt die Verfahrenswege bei Meldungen, die Vorwürfe von sexualisierter Gewalt betreffen sowie interne und externe Beratungsstellen und kann Mitarbeitende und ehrenamtlich Aktive darüber informieren</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">trägt Sorge für die Platzierung des Themas in den Strukturen und Gremien des Bundesverbandes</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">berät bei Planung, Organisation und Durchführung von Präventionsprojekten und Maßnahmen des Bundesverbandes aus Sicht der Prävention sexualisierter Gewalt</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">trägt mit Sorge dafür, dass bei Angeboten und Maßnahmen des Bundesverbands qualifizierte Personen zum Einsatz kommen</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">benennt aus präventionspraktischer Perspektive Fort- und Weiterbildungsbedarf</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">ist Kontaktperson für die*den Präventionsbeauftragte*n des Belegenheitsbistums </span><ol><li><ol start="2"><li><span class="underline">Präventionsteam</span></li></ol></li></ol></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Das Präventionsteam wurde 2021 durch die Bundesversammlung eingerichtet. Das Team besteht aus mindestens drei fachlich qualifizierten Personen. Die Präventionsfachkraft kann Teil des Teams sein. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Das Präventionsteam übernimmt folgende Aufgaben:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Unterstützung bei der Umsetzung des Schutzkonzept bei Veranstaltungen des Bundesverbandes</span><span class="underline">: </span><span class="underline">Initiierung eines Schutzteams auf Großveranstaltungen</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung des Schutzkonzepts auf Bundesebene</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Weiterentwicklung von Materialien zur Prävention sexualisierter Gewalt</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="2"><li><span class="underline">In</span><span class="underline">strumente: Führungszeugnis, Verhaltenskodex, Selbstauskunft, Präventionsschulung</span><ol><li><span class="underline">Führungszeugnis</span></li></ol></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit Einführung des Bundeskinderschutzgesetztes zum 01.01.2012 wurden die kommunalen Jugendämter aufgefordert, mit den freien Trägern in ihrem Gebiet (z.B. der PSG) eine Vereinbarung zu schließen, für welche geförderten Tätigkeiten ein erweitertes Führungszeugnis (eFZ) eingesehen werden muss. Damit soll verhindert werden, dass einschlägig im Sinne einer Kindeswohlgefährdung vorbestrafte Personen mit Kindern und Jugendlichen in intensiven Kontakt kommen können. Die Einsichtnahme der eFZ von Verantwortungsträger*innen (Leiter*innen und Mitarbeiter*innen auf allen Ebenen) erfolgt innerhalb des eigenen Verbandes. Das eFZ muss alle fünf Jahre erneut vorgelegt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundesebene der PSG bietet als Service an, die Einsichtnahme über eine neutrale Person in der Geschäftsführung der PSG vornehmen und den verantwortlichen Leitungskräften bestätigen zu lassen. Ebenso erfolgt die Einsichtnahme für hauptberufliche und hauptamtliche Angestellte des PWSG e.V. durch die Geschäftsführung oder den Vorstand. <span class="underline">Die Informationen werden dauerhaft dokumentiert. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei Einsichtnahme darf das eFZ nicht älter als drei Monate (ab Ausstellungsdatum) sein. Die Verantwortungsträger*innen willigen schriftlich ein, dass die PSG-Geschäftsführung das eFZ einsehen und auf Nachfrage dem jeweiligen Stamm, Diözesanverband und den Dachverbänden die Einsichtnahme bestätigen darf.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alternativ kann die Einsichtnahme auch über den Stamm oder Diözesanverband erfolgen. Die Daten des eFZ werden gemäß §72a Abs. 5 SGB VIII für verbandliche Zwecke datenschutzkonform gespeichert und genutzt. Im Falle einer einschlägigen Eintragung gemäß §72a Abs. 1 S. 1 SGB VIII wird die Person aus dem Verband ausgeschlossen und von allen Tätigkeiten entbunden. Eine einschlägige Eintragung bedeutet, dass nur Eintragungen von Straftaten berücksichtigt werden, die laut §72a SGB VIII relevant sind, wie zum Beispiel sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen. Sonstige Eintragungen im eFZ werden nicht beachtet und haben keine Auswirkungen auf die Tätigkeit der Person in der PSG.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Für Bundesveranstaltungen müssen alle leitenden oder mitarbeitenden Personen gemäß den o.g. Regelungen ein Führungszeugnis vorgelegt haben. Wurde die Einsichtnahme nicht durch den Bundesverband, sondern durch einen Diözesanverband oder vergleichbare Stelle vorgenommen, kann eine entsprechende Bestätigung durch diese erfolgen.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol><li><ol start="2"><li><span class="underline">Selbstauskunft und Verhaltenskodex</span></li></ol></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Alle Mitarbeitenden des Bundesamtes, alle Haupt- und Ehrenamtlichen, die im Bundesverband aktiv sind, sowie leitende oder mitarbeitende Personen von Bundesveranstaltungen und alle Personen über 18 Jahren, die an Bundesveranstaltungen teilnehmen, müssen einmalig den Verhaltenskodex inkl. der Selbstauskunftserklärung unterschreiben. </span>Inhalt der Selbstauskunftserklärung ist, dass sie nicht wegen einer sexualbezogenen Straftat verurteilt wurden und auch keine Ermittlungs- bzw. Voruntersuchungsverfahren gegen sie eingeleitet worden sind. Die Selbstauskunftserklärung beinhaltet die Verpflichtung, bei Einleitung eines Ermittlungsverfahrens dem Bundesvorstand umgehend darüber Mitteilung zu machen. <span class="underline">Die Regelungen des Verhaltenskodex werden durch die Unterschrift anerkannt. Die unterschriebenen Verhaltenskodexe samt Selbstauskunftserklärung werden datenschutzkonform im Bundesamt dauerhaft aufbewahrt und dokumentiert.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Verhaltenskodex der PSG zur Prävention sexualisierter Gewalt</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ich respektiere und schätze alle Menschen in der PSG, mit denen ich im Rahmen meiner Tätigkeit in Kontakt trete. Ich achte deren Persönlichkeit und Würde sowie die ihrer Angehörigen und auch aller anderen Personen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ich gestalte den Kontakt mit allen <span class="underline">Menschen in der PSG</span>Mitgliedern transparent und gehe verantwortungsvoll mit Nähe und Distanz um. Ich bin mir bewusst, dass jede*r persönliche Grenzen hat, die unterschiedlich sind. Ich respektiere die Intimsphäre und die persönlichen Grenzen aller in der PSG. Dabei achte ich ebenfalls auf meine eigenen Grenzen. Die genannten Grundsätze sind für mich im Rahmen aller Kommunikationsformen (z.B. auch bei der Nutzung sozialer Medien) selbstverständlich.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ich bin mir bewusst, dass ich als Leiter*in eine bestimmte Autorität habe und die Kinder und Jugendlichen mir ein besonderes Vertrauen entgegenbringen. Ich handle deshalb nachvollziehbar und ehrlich. Ich nutze keine Abhängigkeiten oder das Vertrauen anderer aus. Ich beteilige die Kinder und Jugendlichen nach ihren Möglichkeiten an allen sie betreffenden Entscheidungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ich nehme Kinder und Jugendliche in ihren Themen ernst, achte ihre Würde, stärke sie in ihrer Persönlichkeit. Ich informiere sie über ihre Rechte gemäß UN-Kinderrechtskonvention und helfe ihnen dabei, diese Rechte einzufordern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ich habe ein waches Auge auf die mir anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Ich bemühe mich, jede Form persönlicher Grenzverletzung bewusst wahrzunehmen und die notwendigen und angemessenen Schutzmaßnahmen einzuleiten. Ich beziehe gegen jedes diskriminierende, gewalttätige oder sexistische Verhalten, ob in Wort oder Tat, aktiv Stellung. Die mir anvertrauten Menschen stehen dabei stets an erster Stelle.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bei Veröffentlichung und Weitergabe von Fotos, Texten und Tonmaterialien beachte ich das allgemeine Persönlichkeitsrecht, insbesondere das Recht am eigenen Bild. Ich wäge stets ab, ob die Veröffentlichungen angemessen sind.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ich achte ebenso darauf, dass die Kinder und Jugendliche untereinander ihre Persönlichkeitsrechte wahren. Ich begleite die Kinder und Jugendliche medienpädagogisch und schaffe Bewusstsein für den Umgang mit Medien.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ich setze die in der PSG vorhandenen Präventionsmaßnahmen um und kenne die Verfahrenswege bei (vermuteter) sexualisierter Gewalt sowie die entsprechenden Kontaktpersonen. Ich weiß, dass ich mich jederzeit bei Fragen oder Verdachtsmomenten an diese Personen wenden kann oder Betroffene an diese vermitteln kann.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ich bin mir bewusst, dass jede sexualisierte Handlung mit Kindern und Jugendlichen nicht zulässig sind und disziplinarische, arbeitsrechtliche und/oder strafrechtliche Folgen haben kann.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ich versichere, dass ich nicht wegen einer Straftat im Zusammenhang mit § 72a SGB VIII rechtskräftig verurteilt bin und auch kein Ermittlungsverfahren diesbezüglich gegen mich eingeleitet worden ist.<br>
Ich verpflichte mich, falls ein Ermittlungsverfahren gegen mich eingeleitet wird, dies meiner*meinem Vorgesetzten bzw. der Leitung meiner Gliederungsebene sofort mitzuteilen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol><li><ol start="3"><li><span class="underline">Präventionsschulung</span></li></ol></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Eine Präventionsschulung ist Voraussetzung für alle Personen </span><span class="underline">in der PSG, die Kontakt mit Kindern und Jugendlichen haben</span><span class="underline"> und als Leitung an Veranstaltungen mit Schutzbefohlenen teilnehmen</span><span class="underline">.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Die Anforderungen an die allgemeinen Inhalte der Schulungen decken die Anforderungen aller Bistümer ab. Darüber hinaus definiert die PSG weitere Themen und den erforderlichen Fokus auf Themen, die für unsere Arbeit besonders wichtig sind. Dies beinhaltet insbesondere die Auseinandersetzung mit dem eigenen Handeln und mit der Haltung, mit der Kindern, Jugendlichen und allen Menschen in der PSG begegnen. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Einheitliche Anforderung an Präventionsschulungen in der PSG:</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Umfang: </span></strong><span class="underline">Schulungen in der PSG haben einen Zeitumfang von mindestens 6 Stunden (inhaltliche Arbeit), dies kann auch in zwei voneinander getrennten Veranstaltungen erreicht werden (z.B. vier Stunden Bistum / 2 Stunden PSG-intern)</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Gültigkeit</span></strong><span class="underline">: spätestens nach 5 Jahren muss die Schulung durch eine mindestens 3-stündige Vertiefungsschulung aufgefrischt werden</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Form:</span></strong><span class="underline"> Präsenzschulung sind anzustreben, digital nur als Ausnahme oder für Vertiefungsschulungen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Verpflichtend für:</span></strong><span class="underline"> alle Personen, die in der PSG in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen oder schutz- und hilfebedürftigen Erwachsenen sind</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Schulung </span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">durchführen:</span></strong><span class="underline"> Schulen dürfen Menschen mit einer dazu geeigneten Ausbildung (zum Teil ist dies durch die Bistümer geregelt), wir empfehlen ein Team von wenigstens zwei Menschen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Es wird empfohlen eine erste Auffrischung / Vertiefung nach der ersten Präventionsschulung im Rahmen der Leiter*innenausbildung bereits nach 2-3 Jahren zu besuchen. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Allgemeine Inhalte (den Anforderungen der Bistümer entsprechend):</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong><span class="underline">Basiswissen:</span></strong><ul><li><span class="underline">Entwicklungspsychologische Grundlagen</span></li><li><span class="underline">Definition und Einordnung von Kindeswohlgefährdung und sexualisierter Gewalt</span></li><li><span class="underline">Merkmale und Strategien von Täter*innen</span></li><li><span class="underline">Charakteristika und Psychodynamiken von Opfern/Betroffenen</span></li><li><span class="underline">sexualisierte Gewalt in Institutionen</span></li><li><span class="underline">Erkennen von Hinweisen</span></li><li><span class="underline">Rechtliche Bestimmungen von Straftatbeständen und kriminologische Ansätze</span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong><span class="underline">Reflexion und Sensibilisierung</span></strong><ul><li><span class="underline">Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen und den Grenzen anderer,</span></li><li><span class="underline">Hinterfragen von eigenen emotionalen und sozialen Kompetenzen </span></li><li><span class="underline">Erlernen von Strategien zur Kommunikations- und Konfliktfähigkeit</span></li><li><span class="underline">Auseinandersetzung mit der Balance zwischen Nähe und Distanz</span></li><li><span class="underline">Auseinandersetzung mit Macht und Machtmissbrauch sowie begünstigenden institutionellen Strukturen</span></li><li><span class="underline">Wahrnehmung von Grenzüberschreitungen in Gruppen</span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong><span class="underline">Prävention</span></strong><ul><li><span class="underline">Institutionelle Maßnahmen zur Prävention</span></li><li><span class="underline">Kinder- und Jugendschutz in der Praxis - Kinderrechte/Kindermitbestimmung</span></li><li><span class="underline">(digitale) Medien als Schutz- und Gefahrenraum / Medienkompetenz</span></li><li><span class="underline">Resilienzfaktoren</span></li><li><span class="underline">Allgemeine Handlungs- und Verhaltensempfehlungen</span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong><span class="underline">Intervention</span></strong><ul><li><span class="underline">Konkrete Anlaufstellen für notwendige und angemessene Hilfen für Betroffene, ihr Umfeld und die betroffenen Institutionen,</span></li><li><span class="underline">Schutzkonzept und Verhaltenskodex</span></li><li><span class="underline">Erarbeiten von Handlungsoptionen zur Intervention</span></li><li><span class="underline">Wissen über Zuständigkeiten im Verband (und den lokalen Strukturen z. B. BDKJ und in der Pfarrei)</span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Weitere Themen und Schwerpunkte für die PSG:</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Auseinandersetzung mit den Besonderheiten in der PSG als inklusiver Mädchen- und Frauenverband: Blick auf Frauen als Täterinnen (die noch häufiger als Männer nicht als solche gesehen werden, weil das nicht dem Rollenbild entspricht), statistisch höhere Wahrscheinlichkeit von Betroffenen</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Sexualisierte Gewalt unter Kindern und Jugendlichen (Peer-Gewalt)</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Auseinandersetzung mit dem Konzept „Choice, Voice, Exit“</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Fokus auf Haltung, mit der wir Kindern und Jugendlichen begegnen</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Fokus auf den Bereich „Reflexion und Sensibilisierung“</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Bedeutung sexueller sowie geschlechter- und kultursensibler Bildung</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Alle Mitarbeitenden im Bundesamt werden durch wenigstens eine dreistündige Basis-Schulung gemäß den Vorgaben der Präventionsordnung des Belegenheitsbistums geschult.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="3"><li><span class="underline">Auswahl von </span><a href="https://pfadfinderinnen.sharepoint.com/sites/AKPrvention/Freigegebene%20Dokumente/General/15%20Schutzkonzept_Anmerkungen%20SR.docx#_Toc158806585"><span class="underline">Hauptberufliche</span><span class="underline">n</span><span class="underline">/</span><span class="underline">Hauptamtliche</span><span class="underline">n</span><span class="underline"> und Ehrenamtliche</span></a><span class="underline">n</span></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die verantwortlichen Leitungsgremien in der PSG tragen dafür Sorge, dass alle hauptberuflichen/hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen, die mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten, dazu fachlich und persönlich geeignet sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die fachliche Eignung ergibt sich durch eine entsprechende Ausbildung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für hauptberufliche Mitarbeiter*innen in der Regel durch ihre berufliche Ausbildung, für ehrenamtliche Mitarbeiter*innen durch die Ausbildung zur Leiter*in des Verbandes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Thema Prävention gegen sexualisierte Gewalt ist Bestandteil des gesamten Bewerbungsverfahren (Ausschreibung, Bewerbungsgespräch, Auswahl, Einarbeitung) und wird in Personalgesprächen immer wieder thematisiert. Auch wenn Ehrenamtliche neue Funktionen übernehmen, führt die zuständige Leitung ein Gespräch, indem sie die Position der PSG verdeutlicht und sich ein Bild darüber macht, wie die*der Bewerber*in bzw. die*der Mitarbeiter*in dazu steht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Um die persönliche Eignung festzustellen, bedarf es der Einschätzung der verantwortlichen Leitung. Dazu nutzen wir neben der eigenen Erfahrung und Menschenkenntnis </span><span class="underline">die </span><span class="underline">zuvor</span><span class="underline"> aufgeführten Instrumente (Führungszeugnis, Verhaltenskodex inkl. Selbstauskunft und Präventionsschulung)</span><span class="underline">. </span>Dies wird durch Unterschrift des Verhaltenskodex und der Selbstauskunftserklärung dauerhaft dokumentiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="4"><li><span class="underline"><a href="https://pfadfinderinnen.sharepoint.com/sites/AKPrvention/Freigegebene%20Dokumente/General/15%20Schutzkonzept_Anmerkungen%20SR.docx#_Toc158806589">Aus- und Weiterbildung</a></span></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der PSG legen wir großen Wert darauf, dass unsere Leiter*innen pädagogisch und inhaltlich geschult sind. Die Inhalte und Umfang der Schulungen sind in der Konzeption für Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung festgeschrieben. Verpflichtender Teil der Ausbildung ist eine Schulung zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Die konkrete Umsetzung dieses Bestandteils der Leiter*innenausbildung obliegt den einzelnen Diözesen unter Berücksichtigung der Präventionsstandards in der PSG (s. 5.1.5Präventionsschulungen) und kann von den Richtlinien der jeweiligen Bistümer konkretisiert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ebenso bildet der Punkt „Reflexion der Prävention sexualisierter Gewalt in der PSG“ einen Bestandteil der Weiterbildung zur Trainer*in in der PSG.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Durch Einhaltung der Ausbildungskonzeption und <span class="underline">Einhaltung der </span><span class="underline">vorgeschriebenen Instrumente </span>Einsichtnahme der eFZ trägt der Diözesanvorstand bzw. Bundesvorstand formal dafür Sorge, dass in der PSG nur Menschen mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten, die fachlich und persönlich dazu geeignet sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="5"><li><span class="underline"><a href="https://pfadfinderinnen.sharepoint.com/sites/AKPrvention/Freigegebene%20Dokumente/General/15%20Schutzkonzept_Anmerkungen%20SR.docx#_Toc158806590">Beteiligung von Kindern und Jugendlichen</a></span></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Grundprinzip der Jugendverbandsarbeit ist die Selbstorganisation von Kindern und Jugendlichen, deren Mitbestimmung und Mitgestaltung. Dies wird bei uns in der PSG in allen Stufen und auf allen Ebenen gelebt. In der Kleingruppe hat jedes Mitglied eine Stimme. Jede*r hat das Recht, seine Gefühle und Empfindungen mitzuteilen und NEIN zu sagen, wenn ihr*ihm etwas nicht gefällt. Die Aufgabe der Verantwortungsträger*innen ist es, auf die Interessen, Bedürfnisse und Grenzen der Kinder und Jugendlichen zu achten und darauf einzugehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dem Blick auf den Schutz vor Grenzverletzungen, Grenzüberschreitungen und sexuellen Missbrauch achten wir darauf, dass die „Choice“, „Voice“, „Exit“-Optionen in allen Situationen und Beziehungsverhältnissen ermöglicht werden:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Choice:</strong> Ich habe die Wahl, ob ich mich in einer bestimmten Situation befinden möchte! Das heißt Freiwilligkeit prägen unsere Angebote und die Beziehungen, die von Verantwortlichen zu Kindern und Jugendlichen gepflegt werden, es besteht kein Zwang. Verantwortliche achten auch darauf, dass die Beziehungen unter Kindern und Jugendlichen von Freiwilligkeit geprägt sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Voice:</strong> Ich habe eine Stimme, um meine Interessen zu verdeutlichen! Das heißt Kinder und Jugendliche zu ermächtigen, ihre Meinung zu äußern, besonders wenn es sich dabei um eine Beschwerde handelt. Unsere Strukturen schaffen Raum für die Meinung oder Beschwerde von Kindern und Jugendlichen (siehe auch Beratung und Beschwerdewege).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Exit: </strong>Ich habe einen Ausweg! Das heißt wir weisen Kinder und Jugendliche regelmäßig darauf hin, dass sie Situationen und Beziehungen, in denen sie sich unwohl fühlen, verlassen können und dürfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit die Kinder und Jugendlichen die „Choice“, „Voice“, „Exit“-Optionen nutzen können, ist es wichtig, dass sie wissen, was Grenzverletzungen, Grenzüberschreitungen und sexueller Missbrauch sind und wie diese zur Sexualität abgegrenzt werden. Die Bundesebene stellt verschiedene Materialien zur Verfügung, die den Verantwortungsträger*innen helfen sollen, das Thema in Gruppenstunden und auf Lagern den Kindern und Jugendlichen näher zu bringen (<a href="https://www.pfadfinderinnen.de/praevention.html">https://www.pfadfinderinnen.de/praevention.html</a>).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="6"><li><span class="underline">Verantwortlichkeit auf </span><a href="https://pfadfinderinnen.sharepoint.com/sites/AKPrvention/Freigegebene%20Dokumente/General/15%20Schutzkonzept_Anmerkungen%20SR.docx#_Toc158806591"><span class="underline">Veranstaltungen</span></a></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vor jeder <span class="underline">Veranstaltung </span>Maßnahme (z.B. Zeltlager, Wochenende,<span class="underline"> Versammlung und Gremiensitzung</span>) muss für das Thema Prävention von sexualisierter Gewalt im Leitungsteam und bei den hauptberuflichen Mitarbeiter*innen sensibilisiert werden und die konkrete Umsetzung des Schutzkonzeptes vor Ort festgelegt werden. Die Veranstaltungsleitung ist für die Umsetzung des Schutzkonzeptes auf der Maßnahme verantwortlich. Bei größeren Leitungsteams ist es sinnvoll, eine Person aus dem Leitungsteam mit der Aufgabe zu betrauen <span class="underline">oder ein eigen</span><span class="underline">e</span><span class="underline">s Schutzteam für die Veranstaltung einzuführen <em>(s. Verweis Schutzteam).</em></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dazu gehören die Benennung der konkreten Ansprechpersonen, Festlegen von Beschwerde- und Meldewegen, Informationen über zuständige Fachberatungsstellen und Vereinbarung von <span class="underline">konkreten </span>Verhaltensregeln<span class="underline">, welche </span><span class="underline">den</span><span class="underline"> Verhaltenskodex </span><span class="underline">zugrunde legen</span>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li>Intervention in der PSG</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein <span class="underline">von Gewalt </span>betroffenes<span class="underline"> betroffener Mensch </span>Kind oder Jugendliche*r kann sich jeder*jedem Verantwortungsträger*in in der PSG anvertrauen. Dabei ist unerheblich, ob die vermutete sexualisierte Gewalt innerhalb (z. B. auf einem Lager) oder außerhalb der PSG (z.B. in der Familie) stattfindet. Verantwortungsträger*innen können und sollen sich Unterstützung von Kontaktpersonen auf Bundes- und Diözesanebene und bei professionellen Beratungsstellen holen. Grundsätzlich können so viele Kontaktpersonen hinzugezogen werden, wie benötigt werden, um der Verantwortung und den Aufgaben der Fallbearbeitung gerecht zu werden. Gleichzeitig sollte der Kreis so klein wie möglich gehalten werden, um die Abläufe effizient zu gestalten und nicht unnötig viele Menschen mit der Fallbearbeitung zu belasten. Die folgende verbindliche Vorgehensweise soll den Verantwortungsträger*innen Sicherheit bei der Intervention geben und vor unüberlegten Schritten schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol><li>Kontaktpersonen</li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kontaktdaten der <span class="underline">Präventionsfachkraft der Bundesebene </span>in Prävention geschulten Ansprechperson auf Bundesebene sind auf der Homepage einsehbar und sie ist erreichbar unter <a href="mailto:praevention@pfadfinderinnen.de">praevention@pfadfinderinnen.de</a><span class="underline">.</span> In allen Diözesanverbänden gibt es Kontaktpersonen, die für das Thema Prävention geschult sind. Sie sind Ansprechpartner*innen und unterstützen Leiter*innen, Teilnehmer*innen und Eltern bei Anliegen und Fragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Falle einer Intervention wird eine Fachberatungsstelle hinzugezogen, der Kontakt zu diesen wird über die Kontaktpersonen in der PSG hergestellt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Diözesanebene muss den Bundesvorstand bei Fällen, die einen Verbandsausschluss mit sich bringen, informieren. Wenn die Öffentlichkeit von dem Verdacht erfährt, sollte ebenfalls der Bundesvorstand informiert werden, damit dieser helfen kann zu entscheiden, wie damit in der öffentlichen Kommunikation umgegangen wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daneben gibt es in vielen Städten externe Fachberatungsstellen, bei denen Beratung möglich ist. Dort arbeiten speziell geschulte und ausgebildete Personen, die sich auf das Thema sexualisierte Gewalt spezialisiert haben, u. a. Psychologinnen*Psychologen, Sozialarbeiter*innen, Pädagoginnen*Pädagogen oder Therapeutinnen*Therapeuten. Sie sind darin geschult, Betroffene</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>zu unterstützen oder auch das soziale Umfeld der Betroffenen zu beraten. Die Beratung in einer Fachberatungsstelle ist kostenlos.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="2"><li>Leitfaden zur Intervention Bei Veranstaltungen auf Bundesebene</li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Verdachtsfälle von sexualisierter Gewalt können in unterschiedlicher Weise an den Bundesverband herangetragen werden:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Bericht von Betroffenen</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Bericht von Dritten</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Eigene Beobachtungen durch Verantwortliche</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Diese Verdachtsfälle können</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">im Rahmen einer Veranstaltung / eines Gremientreffens geäußert oder beobachtet werden.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">in zeitlicher Nähe nach einer Veranstaltung / einem Gremientreffen geäußert werden.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">bezugnehmend auf eine lang zurückliegende Veranstaltung / ein Gremientreffen geäußert werden.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">über das grundsätzliche Verhalten einer Person, die in der PSG tätig ist oder war, unabhängig von Veranstaltungen oder Gremientreffen geäußert werden.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">über Veranstaltungen, Gremientreffen oder Personen geäußert werden, die nicht im direkten Verantwortungsbereich des Bundesverbandes liegen. </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Liegt der Verdachtsfall nicht im direkten Verantwortungsbereich des Bundesverbandes, werden in Absprache mit der meldenden Person die notwendigen Informationen an den zuständigen Rechtsträger weitergegeben. Wäre der zuständige Rechtsträger eine Untergliederung der PSG, die nicht mehr besteht (z.B. ein aufgelöster Diözesanverband der PSG), übernimmt der Bundesverband die weitere Bearbeitung des Falles.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">In allen anderen Fällen gilt folgender <strong>Interventionsfahrplan:</strong></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Handelt es sich um unbeabsichtigte Grenzverletzungen, ist eine pädagogische Intervention angeraten, die direkt von der beobachtenden Person ausgehen sollte:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><span class="underline">Grenzverletzungen zwischen Kindern und Jugendlichen</span></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><span class="underline">Dazwischen gehen und die Situation zwischen den Beteiligten klären.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><span class="underline">Wiedergutmachung/Entschuldigung herbeiführen.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><span class="underline">Gegen sexistisches, diskriminierendes und gewalttätiges Verhalten aktiv Stellung beziehen (ggf. auf Gruppenregeln verweisen).</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><span class="underline">Ggf. Vorfall in der Leitungsrunde besprechen und abwägen, ob weiterer Handlungsbedarf besteht (z.B. Aufarbeitung in der Groß- oder Teilgruppe).</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Gehen <span class="underline">unbeabsichtigte Grenzverletzungen von Leiter*innen oder Mitarbeiter*innen</span> aus, ist auf den Verhaltenskodex zu verweisen. Wiederholte Grenzverletzungen bedürfen der intensiven Klärung und müssen möglicherweise weitere Schritte wie eine erneute Überprüfung der Eignung nach sich ziehen. Die verantwortliche Leitung ist über den Vorfall zu informieren, um Handlungsfähigkeit im Falle von wiederholten Grenzverletzungen gewährleisten zu können.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Besteht der Verdacht, dass es sich um eine absichtliche sexuelle Grenzüberschreitung oder eine Straftat handelt, ist </span><span class="underline">durch den Bundesvorstand </span><span class="underline">ein <strong><span class="underline">Kriseninterventionsteam</span></strong></span><span class="underline"> einzuberufen, dass mind. aus einem Mitglied der zuständigen Leitung, einem Mitglied des Bundesvorstandes und einer im Bereich Intervention sachkundigen Person besteht. Dieses Team leitet ggf. mit Hilfe einer Beratungsstelle </span><span class="underline">und unter Einbeziehung der Interventionsstelle des zuständigen Bistums </span><span class="underline">folgende Schritte und Maßnahmen ein:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn ein Verdachtsfall von sexualisierter Gewalt an die Veranstaltungsleitung <span class="underline">bzw. beauftragte Person aus dem Leitungsteam </span>herangetragen wird, sind die folgenden Schritte und Maßnahmen teilweise parallel zueinander einzuleiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zu Beginn steht immer die Einordnung der Verdachtsmomente.<span class="underline"> Bei Großv</span><span class="underline">eranstaltungen ist das Schutzteam für die Intervent</span><span class="underline">ion zuständig. </span><span class="underline">Sowohl </span><span class="underline">die</span><span class="underline"> Veranstaltungsleitung, als auch </span><span class="underline">das Schutzteam </span><span class="underline">kann jederzeit die Präventionskraft der PSG und eine Fachberatungsstelle </span><span class="underline">hinzuziehen.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol><li><ol><li>Grad des Verdachtes</li></ol></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Um die geeigneten Schritte zur Intervention einleiten zu können, ist es wichtig, die sexualisierte Gewalt nach Art und Schwere einzuordnen und den Grad des Verdachts zu bestimmen.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Gibt es Verdachtsmomente, wie sexualisiertes Verhalten oder verdächtige Äußerungen, die an sexualisierte Gewalt denken lassen?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dann handelt es sich um einen vagen Verdacht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Gibt es erhebliche und plausible Verdachtsmomente, wie detaillierte Berichte oder eindeutiges Einfordern sexueller Handlungen?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dann handelt es sich um einen begründeten Verdacht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Gibt es direkte oder sehr starke indirekte Beweismittel, wie Beobachtungen Dritter, Fotos oder Aussagen des*der Täter*in?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dann handelt es sich um einen erwiesenen Verdacht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Lassen sich Verdachtsmomente durch Erklärungen zweifelsfrei als unbegründet erklären, wie missverstandene Äußerungen oder eindeutige Situationen ohne Grenzüberschreitung, ist der Verdacht unbegründet.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(<em>Quelle: Anlage 5 der Handlungsempfehlungen bei sexueller Gewalt gegen Mädchen und Jungen in Berlin, Jugendrundschreiben Nr. 5/2008</em>)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol><li><ol start="2"><li>Art der sexualisierten Gewalt</li></ol></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Art der Gewalt wird unterschieden zwischen Grenzverletzungen, sexuellen Grenzüberschreitungen und Straftaten anhand der Definitionen in dem Punkt 3 Begriffsbestimmung (siehe S. 6ff.).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ist die <span class="underline">Beobachtung unspezifisch</span>, ist also der Verdacht vage, ist es wichtig, nach einer plausiblen anderen Erklärung zu suchen – wenn möglich gemeinsam mit den Verantwortlichen bzw. mit den Betroffenen. Auch diese Erklärung ist zu überprüfen, wenn möglich in Verbindung mit einer „Gegenstrategie“ anhand der gemeinsam gewonnenen Erklärungen. Wenn keine plausible Erklärung für das Beobachtete gefunden werden kann oder die Kommunikation mit den Verantwortlichen nicht möglich ist, dann ist es sinnvoll, die beschriebenen Schritte einzuleiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ist die <span class="underline">Person unter Verdacht </span>nicht Mitglied der PSG und ist die sexualisierte Gewalt nicht im Kontext der PSG begangen worden, ergibt sich die Verantwortung für die beschriebene Hilfe für die*den Betroffenen mit allen notwendigen Schritten. Schritte auf die Person unter Verdacht hin müssen nicht unternommen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol><li><ol start="3"><li>Handlungsschritte im begründeten Verdachtsfall</li></ol></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schutz des*der Betroffenen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Dem*der Betroffenen wird eine Anlaufstelle geboten, bei der ihr*ihm Glaube geschenkt wird.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Betroffene*r und Person, die unter Verdacht steht, werden getrennt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Keine öffentliche Aufmerksamkeit auf die*den Betroffene*n lenken (z.B. durch eine Sonderbehandlung, Heimschicken, etc.).</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kontakt zu einer externen Beratungsstelle wird hergestellt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Elterngespräch bei minderjährigen Betroffenen, in Absprache mit ihr*ihm</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ziele des Elterngesprächs:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><ul><li>Maßnahmen transparent machen</li><li>Externe Beratungsstellen vermitteln</li><li>Kontaktperson benennen</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Maßnahmen für die unter (vorbehaltlichen) Verdacht stehenden Personen festlegen:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Die Verdachtsperson bekommt eine Ansprechperson, welche nicht mit dem Schutz der*s Betroffenen betraut ist.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Ist die unter Verdacht stehende Person hauptberuflich angestellt, ist zu prüfen, ob es eine zuständige Mitarbeitendenvertretung (MAV) und andere Stellen (z.B. Dienstvorgesetzte) gibt, die einzubeziehen ist.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Ist die unter Verdacht stehende Person ein Kind oder ein*e Jugendliche*r, die uns anvertraut wurde, werden die Erziehungsberechtigten informiert über die Vorwürfe, die beschlossenen Maßnahmen und die zuständige Ansprechperson. Eine umfassende Sorge für die Person ist weiterhin zu gewährleisten und eine externe Beratungsstelle sollte vermittelt werden.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Trennung des*der Betroffenen und der Verdachtsperson</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Es gilt das Prinzip: Der*die Betroffene bleibt, die Person unter Verdacht muss gehen (mit Zustimmung der*des Betroffenen). Dafür wird in der Regel ein begründeter Verdacht vorausgesetzt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bis zur Klärung der Sachlage wird die Verdachtsperson von ihren Aufgaben auf der Veranstaltung und in der PSG durch den zuständigen Vorstand freigestellt. Dies geschieht zum Schutz aller Beteiligten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Weitere Maßnahmen müssen im Einzelfall mit allen Verantwortlichen (Veranstaltungsleitung, Gruppenleitung, zuständiger Vorstand)abgestimmt werden</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Erstgespräch mit der Person unter Verdacht:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vorsicht ist geboten, um Täter*innen dadurch nicht zu warnen, damit diese Beweise vernichten oder Druck auf Beteiligte ausüben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Die Person unter Verdacht darf eine Person ihrer Wahl zu dem Gespräch hinzuziehen, vor allem Minderjährigen ist unbedingt eine vertraute Person zur Seite zu stellen.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ist notwendig, um der Fürsorgepflicht nachzukommen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Keine Vorverurteilung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Funktion/Inhalte:
<ul><li>Verdachtsperson in Kenntnis setzen über die Vorwürfe</li><li>Fachliche Einordnung des Fehlverhaltens à Verweis auf Regeln/Schutzkonzept/Leitlinie/Verhaltenskodex</li><li>Verdachtsperson Gelegenheit bieten, dazu Stellung zu nehmen</li><li>Perspektive/nächste Schritte aufzeigen (z.B. kein Kontakt zur Gruppe/den Kindern für einen festgelegten Zeitraum, bis das weitere Vorgehen geklärt ist)</li><li>Maßnahmen im Laufe der zeitlichen Entwicklung / Klärungsprozess ggf. Anpassen</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Information von weiteren Personen:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Grundsätzlich sind direkt beteiligte Personen (Betroffene*r, ggf. Eltern, Person unter Verdacht) zuerst zu informieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Es liegt das Prinzip zugrunde: Nur so viel wie nötig, um weitere Dynamiken zu verhindern und Sicherheit für alle Beteiligten zu schaffen. Falls das in Kenntnis setzen weiterer Leitungspersonen notwendig ist, muss dies durch eine Person aus dem Kriseninterventionsteam rein sachlich kommuniziert werden, unter Berücksichtigung der Fürsorgepflicht.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Um der Entstehung von Gerüchten vorzubeugen, sollten ggf. Kinder und Jugendliche und deren Eltern angemessen informiert werden. <span class="underline">Dazu wird das Kriseninterventionsteam eine Formulierung zur Weitergabe vorgeben. </span>Dabei muss der Schutz der Intimsphäre der Betroffenen gewahrt werden (keine Details preisgeben). Ziel ist es, sachlich über das Ereignis / den Verdacht zu informieren, und deutlich zu machen, dass der Vorfall aufgearbeitet wird. Informationen über Beratungsstellen werden gegeben, eine Ansprechperson für weitere Fragen soll benannt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Nur in wenigen Fällen ist es notwendig, die Öffentlichkeit über die Medien zu informieren, da dies keinen Schutzzweck erfüllt und oberste Priorität die Schutzmaßnahmen sind. Wichtig ist, dass falls sich die Presse meldet, nur eine Person sich in Absprache mit der*dem Pressesprecher*in äußert. Es können vorgefertigte Pressemitteilungen als Grundlage genutzt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Strafanzeige</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Das Kriseninterventionsteam prüft in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Bistum die Notwendigkeit der Strafanzeige gemäß der Interventionsordnung des zuständigen Bistums.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Klärung der Sachlage</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Um endgültige Maßnahmen (Verbot der Tätigkeit als Leitung im Verband, Verbandsausschluss, Entlassung etc.) gegen die beschuldigte Person ergreifen zu können, muss die Sachlage möglichst eindeutig geklärt werden. Dies kann geschehen z.B. durch das Eingeständnis der beschuldigten Person, durch die fachliche Einschätzung der Plausibilität der Aussage der betroffenen Personen oder durch ein Gerichtsurteil. Für jeden einzelnen Fall muss das Kriseninterventionsteam gemeinsam mit allen beteiligten Stellen (externe Beratungsstelle, Interventionsstelle zuständiges Bistum, Ermittlungsbehörden…) entscheiden, was zur Klärung herangezogen wird und wann von einer Klärung auszugehen ist.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Abschluss der Fallbearbeitung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Für die Fallbearbeitung ist bis zum Abschluss das Kriseninterventionsteam in Zusammenarbeit mit der Präventionsfachkraft, ggf. externer Beratungsstellen und der Interventionsstelle des zuständigen Bistums zuständig.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Wann eine Fallbearbeitung abgeschlossen ist, entscheidet das Kriseninterventionsteam zusammen mit der Präventionsfachkraft. </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Eine Fallbearbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt ist häufig ein längerer Prozess als die Dauer einer Veranstaltung. Daher ist es wichtig, dass während der Veranstaltung Sofortmaßnahmen (die im Einzelfall zu bestimmen und im Weiteren beschrieben sind) ergriffen werden und nach der Veranstaltung eine weiterführende Bearbeitung des Falls sichergestellt wird</span>.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Bei Fällen auf externen Veranstaltung (z. B. BDKJ oder rdp Veranstaltungen) in denen PSGler*innen involviert waren, kann die Fallbearbeitung nach der Veranstaltung durch die Präventionsfachkraft übernommen werden. </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die für den Fall Verantwortlichen können bei Bedarf eine Supervision in Anspruch nehmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unterstützung und Begleitung von Personen, Leitungsteams und Verantwortungsträger*innen, die von einem Fall sexualisierter Gewalt erfahren haben</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kontaktpersonen aus Bundes- und Diözesanebene stehen allen beteiligten Personen, Leitungsteams und Verantwortungsträger*innen als Ansprechpartner*innen zur Verfügung und begleiten diese vertraulich und individuell im Interventionsfall. In Abstimmung mit den betroffenen Personen kann externes Fachpersonal und/ oder eine psychologische Beratung oder Supervis<span class="underline">i</span>on miteinbezogen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Im Besonderen ist Kindern, Jugendlichen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen Unterstützung und Hilfe anzubieten, die in einen Fall von sexualisierter Gewalt involviert sind, z.B. weil ihnen als erste Person davon berichtet wurde. </span>Von sexualisierter Gewalt zu erfahren und Betroffenen zur Seite zu stehen, kann stark belastend sein und eine Nachbegleitung auch nach Abschluss der Fallbearbeitung erfordern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Umgang mit unbegründetem Verdacht</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein falscher Verdacht ist nur schwer aus der Welt zu schaffen und kann die verdächtigte Person sehr verletzen. Der Bundesvorstand führt in Absprache mit der fälschlich verdächtigten Person Rehabilitierungsmaßnahmen durch. Dies beinhaltet in jedem Fall die sachliche Richtigstellung der falschen Verdächtigungen innerhalb und ggf. auch außerhalb der PSG, sowie die Rücknahme von getroffenen Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="3"><li>Dokumentation</li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie bereits im Leitfaden erwähnt, ist e<span class="underline">E</span>in wesentlicher Bestandteil bei der Aufklärung von sexualisierter Gewalt <span class="underline">ist </span>der kontinuierliche Dokumentationsprozess. Dieser dient zum einen als Beweis für etwaige gerichtliche Verfahren. Zum anderen können durch eine lückenlose Dokumentation gefallene Entscheidungen zu jeder Zeit transparent nachvollzogen werden, wodurch alle Beteiligten geschützt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der Dokumentation müssen sowohl sachliche Informationen (Datum und Uhrzeit, Name des Verfassers, Namen der Beteiligten, möglichst genaue Situationsbeschreibung), als auch wertende Informationen (subjektive Einschätzung und Bewertung der Situation, weiteres Vorgehen) getrennt voneinander verschriftlicht werden. Ein entsprechender Muster-Dokumentationsbogen ist im Anhang zu finden und auf der Homepage zu downloaden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="4"><li>Großveranstaltungen auf Bundesebene</li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Leitfaden im Verdachtsfall gilt auch für Großveranstaltungen (Veranstaltungen ab 200 Personen). Darüber hinaus wird bereits im Vorfeld ein Schutzteam gebildet. Während der Großveranstaltung ist das Schutzteam eine Anlaufstelle für alle Fragen zum Thema Prävention von sexualisierter Gewalt und Intervention. Zusätzlich sensibilisiert das Team in Form von Prävention vor und während der Veranstaltung für das Thema und sorgt dafür, dass es auf der Veranstaltung positiv sichtbar gemacht wird (z.B. durch einen Stand, Themenjurte, Beitrag im Lagerheft).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Darüber hinaus bereitet sich das Schutzteam auf Interventionen bei ggf. auftretenden Verdachtsfällen vor, um schnell und angemessen handeln zu können. Das Schutzteam setzt sich aus Mitgliedern des Präventionsteams, weiteren Vertrauenspersonen und mindestens einem Mitglied der Bundesleitung zusammen. <span class="underline">Das Schutzteam kann zudem weitere Aufgaben übernehmen, die über den Aufgabenbereich eines Teams zur Prävention und Intervention von sexualisierter Gewalt hinausgehen. Dies kann u. A. die Betreuung und Begleitung von Personen und Gruppen auf dem Lager in seelischen Notfällen sein</span><span class="underline">.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Schutzteam wird bereits im Vorfeld zum Beispiel auf Vorbereitungstreffen oder im Lagerheft vorgestellt, um die Kontakthürden auf der Veranstaltung zu minimieren. Wenn es zu einem Verdachtsfall auf einer Veranstaltung kommt, tritt das Schutzteam zusammen bewertet diesen und plant die weiteren Schritte<span class="underline">. Das Schutzteam ber</span><span class="underline">uft nach der Bewertung des Falls bei Bedarf ein Kristeninterventionsteam ein, das </span><span class="underline">wenigstens </span><span class="underline">aus einem Mit</span><span class="underline">glied der Veranstaltungsleitung, einem Mitglied des Bundesvorstandes und einem Mitglied</span><span class="underline"> des Schutzteams besteht.</span> (<span class="underline">analog zum Kriseninterventionsteam)</span>. Über das Zusammentreten des Teams wird <span class="underline">in jedem Fall </span>der Vorstand und die Veranstaltungsleitung informiert. Das Schutzteam und das Kriseninterventionsteam können jederzeit weitere Personen zur Unterstützung berufen, wenn sie für <span class="underline">die</span><span class="underline"> Bewertung oder </span>die Fallbearbeitung notwendig sind. Das betrifft insbesondere die jeweilige(n) Diözesan- und Stammesvorstände, Gruppenleitung(en) und den Bundesvorstand. Das <span class="underline">Kriseninterventionsteam</span>erweiterte Schutzteam bleibt über die Veranstaltung hinaus in seiner Zusammensetzung bis zum Abschluss einer Fallbearbeitung erhalten. Die Aufgaben im <span class="underline">Kriseninterventionsteam</span>erweiterten Schutzteam müssen klar abgegrenzt und festgelegt werden. Dazu gehören unter anderen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Aufgaben</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Aufgabenträger*in</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Externe Kommunikation</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ggf. Ausschluss aus dem Verband</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bundesvorstand</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ggf. Ausschluss von der jeweiligen Veranstaltung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Veranstaltungsleitung <span class="underline">in Absprache mit </span><span class="underline">Kriseninterventionsteam</span><span class="underline">Schutzteam</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Fallbearbeitung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Krisenin</span><span class="underline">terventionsteam</span>Schutzteam <span class="underline">ggf. in Zusammenarbeit mit Fachberatungsstelle </span>(neutrale Personen)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ersteinschätzung und Überprüfung des Falls nach Art, Schwere und Grad des Verdachtes</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schutzteam</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beschluss über zu ergreifende Maßnahmen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Veranstaltungsleitung in Absprache mit Schutzteam<span class="underline"> oder Kriseninterventionsteam</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Benennen von konkreten Ansprechpersonen aus dem <em>Schutzteam</em> für die einzelnen betroffenen Personen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schutzteam</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Rehabilitierungsmaßnahmen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Bundesvorstand in Absprache mit </span>Schutzteam<span class="underline"> oder </span><span class="underline">Kriseninterventionsteam</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li>Qualitätsmanagement</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundesleitung achtet auf die Umsetzung und Einhaltung des Schutzkonzeptes auf Bundesveranstaltungen. Zudem überprüft die Bundesleitung spätestens alle fünf Jahre, nach einem Verdachtsfall sowie bei gesetzlichen Änderungen und Weiterentwicklungen in der Präventionsarbeit das Schutzkonzept und die Materialien zur Prävention von sexualisierter Gewalt auf ihre Aktualität und Praxistauglichkeit. Bei Bedarf kann sie zur Unterstützung das Präventionsteam hinzuziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li>Maßnahmen zur Stärkung von Minderjährigen</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein entscheidender Faktor bei der Prävention von sexualisierter Gewalt ist die Stärkung der Kinder und Jugendlichen selbst. Ziel der pädagogischen Arbeit in der PSG ist es, Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und schrittweise altersgerecht zu Partizipation in allen Bereichen und Ebenen der PSG zu ermutigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Ziel ist in unserem Konzept in Form der sechs Elemente und in der Projektmethode verankert. Kinder und Jugendliche werden darin bestärkt, sich auszuprobieren, Verantwortung für sich selbst wahrzunehmen, Entscheidungen zu treffen, wirksam zu werden in ihrer Gruppe und in ihrem Umfeld.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Auch wird das Thema sexualisierte Gewalt in den Gruppenstunde zum Thema gemacht. Dadurch bietet sich den Kindern die Möglichkeit sich frühzeitig damit auseinanderzusetzen und aufmerksam gegenüber jeder Form von sexualisierter Gewalt zu sein. Betroffene Personen merken, dass sie nicht alleine sind und es sich nicht um Einzelschicksale handelt</span><span class="underline">.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Sexuelle Bildung</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">„Look at the Girl“ heißt für uns auch, die uns anvertrauten Menschen ganzheitlich zu sehen und den Bereich der sexuellen Bildung mit in den Blick zu nehmen.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Sexuelle Bildung ist „mehr“ als Sexualpädagogik. Sie hat laut Karlheinz Valtl fünf zentrale Kennzeichen:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">1. Sexuelle Bildung ist selbstbestimmt.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">2. Sexuelle Bildung hat einen Wert an sich.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">3. Sexuelle Bildung ist konkret und brauchbar.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">4. Sexuelle Bildung spricht den ganzen Menschen an.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">5. Sexuelle Bildung ist politisch.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Wir möchten konkretes Wissen über den Körper vermitteln und die Menschen in unserem Verband sprachfähig machen auch im Hinblick auf Sexualität.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Wir wollen dabei unterstützen, Empfindungen und Gefühlen nachzuspüren und diese in Worte fassen zu können.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Wir möchten ein positives Bild von Sexualität stärken, Fragen beantworten und Themen, die die Kinder und Jugendlichen mitbringen, aufgreifen.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Wir möchten durch sexuelle Bildung Handlungsoptionen eröffnen und so präventiv wirksam werden.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li>Beratung<span class="underline">,</span><span class="underline">Melde- </span>und Beschwerdewege
<ol><li><span class="underline">Beratung</span></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Grenzverletzungen, sexuelle Grenzüberschreitungen oder sexuellen Missbrauch erlebt haben oder erleben, sich einer Person anvertrauen können, müssen für alle Menschen im Verband Beratungsmöglichkeiten transparent sein (s. Kontaktdaten der <span class="underline">Ansprechper</span><span class="underline">sonen</span>Präventionsbeauftragten auf der Homepage). Hierzu muss den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bewusst sein, dass es Ansprechpersonen innerhalb des Verbandes gibt bzw. dass alle Leiter*innen/Verantwortlichen ihre Hilfe und Unterstützung anbieten können.<span class="underline"> Ebenso weisen wir an den entsprechenden Stellen auf externe Beratungsstellen hin.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="2"><li><span class="underline">Beschwerdewege</span></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Erleben Kinder oder Jugendliche im Alltag einer Institution, dass sich jemand für ihre Anliegen, Probleme oder Beschwerden interessiert und sich derer annimmt, werden sie sich auch im Falle sexualisierter Gewalt eher Hilfe holen. Ein grundsätzlich vorhandenes Beschwerdemanagement, bei dem Kinder und Jugendliche Sorgen und Kritik loswerden, Anspruch auf ernsthafte Auseinandersetzung und eine verlässliche Rückmeldung haben, ist uns darum wichtig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dazu gehören:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Regelmäßige Feedbackrunden</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Auswertungen nach Aktionen und Veranstaltungen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mitbestimmungsmöglichkeiten im Lagerrat</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Anonyme Möglichkeit, Lob- bzw. Kritik anzubringen
<ol start="3"><li><span class="underline">Meldewege</span></li></ol></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Wem ein von Gewalt betroffener Mensch sich anvertrauen möchte, kann nicht durch Meldewege geregelt werden. So kann dies eine Gruppenleitung sein, eine für dieses Thema benannte Person, aber auch ein anderes Kind, ein*e Jugendliche*r oder ein*e schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene. Alle diese Personen sollten darüber informiert sein, an wen sie sich wenden können, wenn ihnen von sexualisierter Gewalt berichtet wird. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Verantwortliche Personenkreise, an die man sich in der PSG wenden kann</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><span class="underline">Die Person, der zuerst von sexualisierter Gewalt berichtet wird, die sexualisierte Gewalt beobachtet hat oder die aufgrund von Beobachtungen einen Verdacht hat, meldet dies ihrer zuständigen Leitung, einer Person ihres Vertrauens, der Präventionsfachkraft, dem Schutzteam, dem Präventionsteam oder dem Bundesvorstand.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><span class="underline">Die zuständige Leitung und jede andere Person, die als Person des Vertrauens ausgesucht wurde, kann sich dann an die Präventionsfachkraft, an das Schutzteam, das Präventionsteam oder an den Bundesvorstand wenden.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Weiteres Vorgehen der verantwortlichen Personenkreise</span></strong><span class="underline">:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong><span class="underline">Bewertung, ob ein Kriseninterventionsteam einberufen wird:</span></strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">(Alternativ-Szenarien, abhängig welche Personenkreise informiert wurden:)</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><span class="underline">Das Präventionsteam meldet den Vorfall an die Präventionsfachkraft.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><span class="underline">Die Präventionsfachkraft meldet den Vorfall dem Bundesvorstand und entscheidet nach 6.2 gemeinsam mit dem Bundesvorstand, ob ein Kriseninterventionsteam einzuberufen ist.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><span class="underline">Der Bundesvorstand prüft in Absprache mit der Präventionsfachkraft, ob nach 6.2 ein Kriseninterventionsteam einzuberufen ist.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><span class="underline">Auf Großveranstaltungen mit Schutzteam: Das Schutzteam beginnt die Bearbeitung des Falls nach dem Leitfaden wie in 6.2 beschrieben.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><strong><span class="underline">Einberufen des Kriseninterventionsteams</span></strong><span class="underline">:<br>
Das Kriseninterventionsteam wird durch den Bundesvorstand einberufen und handelt nach dem in 6.2 beschriebenen Interventionsfahrplan.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li>Schlussbemerkung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das vorliegende Schutzkonzept spiegelt die Werte und Haltung wider, auf deren Grundlage wir unseren Verband gestalten und in der PSG zusammenleben. Es bietet Verantwortungsträger*innen auf allen Ebenen Orientierung und Halt in ihrem Handeln. Als katholischer Kinder- und Jugendverband ist uns wichtig, als Teil der Kirche hier auch ganz entschieden dem durch die Missbrauchskrise entstandenen Vertrauensverlust, dem sich die Kirche in der Gesellschaft gegenübersieht, entgegenzuwirken. Bei der PSG können sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unterstützt und geschützt entwickeln. Das ermöglichen wir wesentlich durch die Umsetzung dieses Konzepts und das Bereitstellen weiterer Materialien zur Prävention von sexualisierter Gewalt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="11"><li>Weiterführende Materialien
<ol><li>Materialien anderer Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände</li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.pfadfinden.de/bund/praevention/materialien/">https://www.pfadfinden.de/bund/praevention/materialien/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG)</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://dpsg.de/de/themen/praevention.html">https://dpsg.de/de/themen/praevention.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Verband christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP)</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.vcp.de/aktionen/praevention-sexualisierter-gewalt/">https://www.vcp.de/aktionen/praevention-sexualisierter-gewalt/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="2"><li>Weitere Informationen im Internet</li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="http://www.hilfeportal-missbrauch.de">www.hilfeportal-missbrauch.de</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Webseite des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung mit vielen Informationen und der Möglichkeit, Beratungsstellen vor Ort zu suchen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="http://www.zartbitter.de">www.zartbitter.de</a><br>
Kontakt und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen* und Jungen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="http://www.beauftragter-missbrauch.de">www.beauftragter-missbrauch.de</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Homepage des unabhängig Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs informiert über rechtliche Fragestellungen sowie über aktuelle politische Entwicklungen rund um das Thema sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen. Außerdem bietet es eine umfassende Liste an Literaturempfehlungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.dbjr.de/themen/praevention/">https://www.dbjr.de/themen/praevention/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) setzt sich mit dem Thema Prävention in Zusammenhang</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>mit nationaler Jugendpolitik auseinander. Auf der Homepage finden sich Arbeitshilfen, Stellungnahmen und Informationen zum Thema.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Anhang
<ol><li>Verhaltenskodex der PSG zur Prävention sexualisierter Gewalt</li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Inklusive Selbstverpflichtungserklärung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) setzt sich aktiv mit dem Thema sexualisierter Gewalt auseinander. Sie thematisiert dieses sowohl in der PSG als auch in den Kontexten, in denen sie unterwegs ist. Der vorliegende Verhaltenskodex ist Teil eines umfassendes Schutzkonzeptes, dass von der Prävention bis zur Intervention alle erforderlichen Aspekte berücksichtigt, um die PSG zu einem sicheren Ort für ihre Mitglieder zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um den Schutz aller Mitglieder in der PSG zu sichern, verpflichten sich alle Ehren- und Hauptamtlichen sowie die hauptberuflich für die PSG tätigen Personen diesem Verhaltenskodex.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ich respektiere und schätze alle Menschen in der PSG, mit denen ich im Rahmen meiner Tätigkeit in Kontakt trete. Ich achte deren Persönlichkeit und Würde sowie die ihrer Angehörigen und auch aller anderen Personen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ich gestalte den Kontakt mit allen Mitgliedern <span class="underline">mit allen Menschen in der PSG </span>transparent und gehe verantwortungsvoll mit Nähe und Distanz um. Ich bin mir bewusst, dass jede*r persönliche Grenzen hat, die unterschiedlich sind. Ich respektiere die Intimsphäre und die persönlichen Grenzen aller in der PSG. Dabei achte ich ebenfalls auf meine eigenen Grenzen. Die genannten Grundsätze sind für mich im Rahmen aller Kommunikationsformen (z.B. auch bei der Nutzung sozialer Medien) selbstverständlich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ich bin mir bewusst, dass ich als Leiter*in eine bestimmte Autorität habe und die Kinder und Jugendlichen mir ein besonderes Vertrauen entgegenbringen. Ich handle deshalb nachvollziehbar und ehrlich. Ich nutze keine Abhängigkeiten oder das Vertrauen anderer aus. Ich beteilige die Kinder und Jugendlichen nach ihren Möglichkeiten an allen sie betreffenden Entscheidungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ich nehme Kinder und Jugendliche in ihren Themen ernst, achte ihre Würde, stärke sie in ihrer Persönlichkeit. Ich informiere sie über ihre Rechte gemäß UN-Kinderrechtskonvention und helfe ihnen dabei, diese Rechte einzufordern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ich habe ein waches Auge auf die mir anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Ich bemühe mich, jede Form persönlicher Grenzverletzung bewusst wahrzunehmen und die notwendigen und angemessenen Schutzmaßnahmen einzuleiten. Ich beziehe gegen jedes diskriminierende, gewalttätige oder sexistische Verhalten, ob in Wort oder Tat, aktiv Stellung. Die mir anvertrauten Menschen stehen dabei stets an erster Stelle.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei Veröffentlichung und Weitergabe von Fotos, Texten und Tonmaterialien beachte ich das allgemeine Persönlichkeitsrecht, insbesondere das Recht am eigenen Bild. Ich wäge stets ab, ob die Veröffentlichungen angemessen sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ich achte ebenso darauf, dass die Kinder und Jugendlichen untereinander ihre Persönlichkeitsrechte wahren. Ich begleite die Kinder und Jugendlichen medienpädagogisch und schaffe Bewusstsein für den Umgang mit Medien.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ich setze die in der PSG vorhandenen Präventionsmaßnahmen um und kenne die Verfahrenswege bei (vermuteter) sexualisierter Gewalt sowie die entsprechenden Kontaktpersonen. Ich weiß, dass ich mich jederzeit bei Fragen oder Verdachtsmomenten an diese Personen wenden kann oder Betroffene an diese vermitteln kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ich bin mir bewusst, dass jede sexualisierte Handlung mit Kindern und Jugendlichen nicht zulässig sind und disziplinarische, arbeitsrechtliche und/oder strafrechtliche Folgen haben kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ich versichere, dass ich nicht wegen einer Straftat im Zusammenhang mit § 72a SGB VIII rechtskräftig verurteilt bin und auch kein Ermittlungsverfahren diesbezüglich gegen mich eingeleitet worden ist.<br>
Ich verpflichte mich, falls ein Ermittlungsverfahren gegen mich eingeleitet wird, dies meinem/r Vorgesetzten bzw. der Leitung meiner Gliederungsebene sofort mitzuteilen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit meiner Unterschrift erkenne ich den Verhaltenskodex an und setze die Inhalte aktiv um.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Datum / Unterschrift ………………………………………………………………………………………</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="2"><li>Dokumentationsvorlage</li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>bei Vermutung von sexueller Gewalt – Ersthelfer*innendokumentation</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Informationen zur eigenen Person</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Name</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Funktion/Position/Gruppe</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die folgende handschriftliche Dokumentation soll den Verlauf bis zum tätig werden beschreiben. Alle Beobachtungen und Aussagen sollen so konkret wie möglich und frei von Interpretation dokumentiert werden. Schreibe auch die Dialoge bzw. Aussagen<span class="underline"> als Zitate</span> auf.<span class="underline">Die Gefühle und Interpretationen können </span><span class="underline">separat dokumentiert werden.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schreibe zum Beispiel: „Mit der Zeit rückte er ihr in der Jurte von hinten immer näher, bis er direkt hinter ihr saß und sie zwischen seinen gespreizten Beinen war. Dann sagte er: ‚Na? Wie isses?’ – statt – „Er wollte ihr immer näher kommen und schaffte das dann schließlich auch! Und dann baggerte er sie an.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Informationen zur möglichen betroffenen Person </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Name der möglichen betroffenen Person</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Funktion/Position/Gruppe</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beob-achtung/</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aussage Nr.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Datum/ Uhrzeit</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ort</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beobachtung/Aussage</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gesagt, Gesehen, Gehört<br>
So konkret wie möglich - klare Sprache auch über Sexualorgane</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beteiligte Personen (Funktion)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Informationen zum*zur mutmaßlichen Täter*in <span class="underline">beschuldigten Person</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Name der*des mutmaßlichen Täter*in</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Funktion/Position/Gruppe</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Meine nächsten Schritte:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gab es ein Gespräch mit dem/der Betroffenen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>nein</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>ja</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Absprachen/Ergebnis:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(Termin/Datum)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kontakt mit einer Beratungsstelle</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>welche</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn ja Absprachen/Ergebnis:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(Termin/Datum)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wurde weitere informiert (z.B. Missbrauchsbeauftragte <span class="underline">Interventionsstelle des</span> der Diözese<span class="underline"> Bistums</span>, Vorstand)?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>nein</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>ja</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn ja Absprachen/Ergebnis:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(Termin/Datum)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>IM AKUTFALL</strong> (Im Falle eines akuten Vorfalls während einer Maßnahme)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wurde die Polizei informiert?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nein</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ja,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>wann</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gab es ein Gespräch mit dem*der Beschuldigten</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>nein</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>ja</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn ja Absprachen/Ergebnis:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(Termin/Datum)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Datum / Unterschrift ………………………………………………………………………………………</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="3"><li><span class="underline">Ü</span><span class="underline">bersicht </span><span class="underline">zuständige Personenkreise</span></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Präventionsfachkraft (S. </span></strong><strong>16</strong><strong><span class="underline">)</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Der Rechtsträgervorstand ernennt in Absprache mit dem Bundesvorstand mindestens eine Präventionsfachkraft befristet für fünf Jahre. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Die Präventionsfachkraft übernimmt folgende Aufgaben:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">ist Ansprechperson für alle Mitarbeitenden und ehrenamtlich Aktiven des Bundesverbandes bei allen Fragen zur Prävention sexualisierter Gewalt</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">berät und unterstützt das Schutzteam von Großveranstaltungen sowie das Präventionsteam</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">unterstützt bei der Erstellung und Umsetzung des institutionellen Schutzkonzeptes</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">kennt die Verfahrenswege bei Meldungen, die Vorwürfe von sexualisierter Gewalt betreffen sowie interne und externe Beratungsstellen und kann Mitarbeitende und ehrenamtlich Aktive darüber informieren</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">trägt Sorge für die Platzierung des Themas in den Strukturen und Gremien des Bundesverbandes</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">berät bei Planung, Organisation und Durchführung von Präventionsprojekten und Maßnahmen des Bundesverbandes aus Sicht der Prävention sexualisierter Gewalt</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">trägt mit Sorge dafür, dass bei Angeboten und Maßnahmen des Bundesverbands qualifizierte Personen zum Einsatz kommen</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">benennt aus präventionspraktischer Perspektive Fort- und Weiterbildungsbedarf</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">ist Kontaktperson für die*den Präventionsbeauftragte*n der Erzdiözese</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Präventionsteam (S.</span></strong><strong>17</strong><strong><span class="underline">)</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Das Team besteht aus mindestens drei fachlich qualifizierten Personen. Die Präventionsfachkraft kann Teil des Teams sein. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Das Präventionsteam übernimmt folgende Aufgaben</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Unterstützung bei der Umsetzung des Schutzkonzept bei Veranstaltungen des Bundesverbandes</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung des Schutzkonzepts auf Bundesebene</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Weiterentwicklung von Materialien zur Prävention sexualisierter Gewalt</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Kontaktpersonen (S. </span></strong><strong>29</strong><strong><span class="underline">)</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">In allen Diözesanverbänden gibt es Kontaktpersonen, die für das Thema Prävention geschult sind. In der Regel sind die Präventionsfachkräfte. Sie sind Ansprechpartner*innen und unterstützen Leiter*innen und Teilnehmer*innen bei Anliegen und Fragen.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Fachberatungsstellen (S. </span></strong><strong>29</strong><strong><span class="underline">)</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Fachberatungsstelle werden bei einer Intervention hinzugezogen, der Kontakt zu diesen wird über die Kontaktpersonen in der PSG hergestellt. Daneben können externe Fachberatungsstellen allgemein beraten. Dort arbeiten speziell geschulte und ausgebildete Personen, die sich auf das Thema sexualisierte Gewalt spezialisiert haben, u. a. Psychologinnen*Psychologen, Sozialarbeiter*innen, Pädagoginnen*Pädagogen oder Therapeutinnen*Therapeuten. Sie sind darin geschult, Betroffene zu unterstützen oder auch das soziale Umfeld der Betroffenen zu beraten. Die Beratung in einer Fachberatungsstelle ist kostenlos.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Kriseninterventionsteam (S.</span></strong><strong>29</strong><strong><span class="underline"> )</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Das Kriseninterventionsteam besteht mind. aus einem Mitglied der zuständigen Leitung, einem Mitglied des Bundesvorstandes und einer im Bereich Intervention sachkundigen Person. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Das Kriseninterventionsteam wird einberufen, wenn der Verdacht einer absichtlichen sexuelle</span><span class="underline">n</span><span class="underline"> Grenzüberschreitung oder eine Straftat besteht. Dieses Team führt ggf. mit Hilfe einer Beratungsstelle die genannten Schritte des „Leitfadens zur Intervention bei Veranstaltungen auf Bundesebene“ gemäß des Schutzkonzepts aus.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Schutzteam (S. </span></strong><strong>37</strong><strong><span class="underline">)</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Bei Großveranstaltungen (Veranstaltungen ab 200 Personen) wird bereits im Vorfeld ein Schutzteam gebildet. Während der Großveranstaltung ist das Schutzteam eine Anlaufstelle für alle Fragen zum Thema Prävention von sexualisierter Gewalt und Intervention. Das Schutzteam setzt sich aus Mitgliedern des Präventionsteam, weiteren Vertrauenspersonen und mindestens einem Mitglied der Bundesleitung zusammen.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Das Schutzteam übernimmt folgende Aufgaben:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Sensibilisierung vor und während der Veranstaltung für das Thema </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Positive Sichtbarkeit des Themas (z.B. durch einen Stand, Themenjurte, Beitrag im Lagerheft)</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Zusammentreffen bei Verdachtsfall und Durchführung der Interventionen </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">ggf. Hinzuziehen von externer Beratungsstelle</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Das Schutzteam kann zudem weitere Aufgaben übernehmen, die über den Aufgabenbereich eines Teams zur Prävention und Intervention von sexualisierter Gewalt hinausgehen. Dies kann u. A. die Betreuung und Begleitung von Personen und Gruppen auf dem Lager in seelischen Notfällen sein.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Das Schutzteam wird bereits im Vorfeld zum Beispiel auf Vorbereitungstreffen oder im Lagerheft vorgestellt, um die Kontakthürden auf der Veranstaltung zu minimieren . </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="4"><li><span class="underline">Gesprächsleitfaden </span><span class="underline">„</span><span class="underline">Anvertrauen durch Betroffene</span><span class="underline">“</span></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Wenn eine Person berichtet, von sexualisierter Gewalt betroffen zu sein, ist dies zunächst ein großer Vertrauensbeweis. Damit ist bereits der wichtigste Schritt getan. Wichtig ist es, bei dem weiteren Vorgehen immer in enger Abstimmung mit einer Fachperson zu handeln, um bestmöglich für die betroffene Person zu handeln.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Vertraut sich uns ein*e Betroffene*r an, beachten wir:</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">(<em>Vgl. VCP, achtsam &amp; aktiv im VCP, 2014.)</em></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><span class="underline">Ruhe bewahren.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><span class="underline">Der Person glauben und seine*ihre Äußerungen ernst nehmen.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><span class="underline">Nichts versprechen, was anschließend nicht gehalten werden kann, z. B. niemandem etwas davon zu erzählen. Bessere Formulierung: Da muss ich mir jetzt selbst erst einmal Rat holen. </span><span class="underline">à</span><span class="underline"> Vorgehen mit der*dem Betroffenen abstimmen.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><span class="underline">Der*dem Betroffenen versichern, dass sie*er an dem Geschehen keine Schuld hat und dass es richtig war, sich mitzuteilen. </span><span class="underline">à</span><span class="underline"> Keine Vorwürfe machen.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><span class="underline">Dem Kind oder dem*der Jugendlichen anbieten, dass sie*er jederzeit wieder zum Gespräch kommen darf. Akzeptieren, wenn es abgelehnt wird.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li><span class="underline">Nicht versuchen das Erzählte herunterzuspielen (»Ach, das ist doch nicht so schlimm.«) oder aufzubauschen. Zuhören und versuchen zu verstehen, ohne zu werten. Der Fokus liegt auf der*dem Betroffenen.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Nach dem Gespräch</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li><span class="underline">Das Gespräch vertraulich behandeln. Nur denjenigen davon erzählen, bei denen es wichtig ist.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li><span class="underline">Hilfe holen vom Bundesvorstand, der Präventionsfachkraft im Bundesbüro und ggf. einer Fachberatungsstelle</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li><span class="underline">Gespräch und den weiteren Prozess dokumentieren.</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="10"><li><span class="underline">Sicherstellen, dass sich die*der Betroffene nicht ausgegrenzt oder bestraft fühlt (z. B. durch eine Sonderbehandlung, Heimschicken etc.).</span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Auf keinen Fall</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">sofort die Eltern der*des Betroffenen gegen den Willen des Kindes oder des*der Jugendlichen informieren,</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">die mutmaßliche Täterin oder den mutmaßlichen Täter informieren, oder ein gemeinsames Gespräch mit Betroffenen initiieren,</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">sofort die Polizei oder eine Behörde einschalten.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><ol start="5"><li><span class="underline">Checkliste: Präventionsregelungen auf Bundesveranstaltungen</span></li></ol></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong><span class="underline">Führungszeugnisse:</span></strong><span class="underline">A</span><span class="underline">lle leitenden oder mitarbeitenden Personen </span><span class="underline">(Leiter*innen, Mitarbeiter*innen, Helfer*innen, Verantwortliche) </span><span class="underline">auf Bundesveranstaltungen</span><span class="underline"> mit Kind</span><span class="underline">ern und Jugendlichen</span><span class="underline">müssen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Die Einsichtnahme darf nicht länger als 5 Jahre zurückliegen, das Führungszeugnis darf bei Einsichtnahme nicht älter als 3 Monate sein.</span><span class="underline">Verantwortlich für die Sicherstellung und Einsichtnahme ist das Bundesamt.</span><span class="underline">Die Unterlagen zur kostenlosen Beantragung des erweiterten Führungszeugnisses </span><span class="underline">können</span><span class="underline"> im Bundesamt</span><span class="underline"> angefordert werden</span><span class="underline">.</span><span class="underline"> Wurde die Einsichtnahme nicht durch den Bundesverband, sondern durch einen Diözesanverband oder vergleichbare Stelle vorgenommen, kann eine entsprechende Bestätigung durch diese erfolgen.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong><span class="underline">Präventionsschulung:</span></strong><span class="underline">A</span><span class="underline">lle leitenden oder mitarbeitenden Personen </span><span class="underline">(Leiter*innen, Mitarbeiter*innen, Helfer*innen, Verantwortliche) </span><span class="underline">auf Bundesveranstaltungen </span><span class="underline">mit Kindern und Jugendlichen</span><span class="underline">müssen an einer Präventionsschulung </span><span class="underline">teilgenommen haben, die den in Kapitel 5.2.3 beschriebenen einheitlichen Anforderungen an Präventionsschulungen in der PSG entspricht. Die Schulung muss mind. </span><span class="underline">6 Stunden umfassen und spätestens nach 5 Jahren durch eine mind. 3-stündige Vertiefungsschulung aufgefrischt werden.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong><span class="underline">Verhaltenskodex</span></strong><strong><span class="underline"> inkl. Selbstauskunft</span><span class="underline">:</span></strong><span class="underline">A</span><span class="underline">lle leitenden oder mitarbeitenden Personen </span><span class="underline">(</span><span class="underline">Leiter*innen, Mitarbeiter*innen, Helfer*innen, Verantwortliche) </span><span class="underline">auf Bundesveranstaltungen </span><span class="underline">mit Kindern und Jugendlichen </span><span class="underline">(</span><span class="underline">sowie <span class="underline">alle</span></span><span class="underline"> Personen über 18 Jahren, die mindestens über eine Nacht a</span><span class="underline">n einer Veranstaltung </span><span class="underline">teilnehmen</span><span class="underline">)</span><span class="underline"> müssen den Verhaltenskodex inkl. Selbstauskunft unterschreiben. </span><ol start="6"><li><span class="underline">Checkliste Bundesveranstaltungen: z. B. Bundesversammlung, Bundesrat und weitere Maßnahmen</span></li></ol></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Vorab</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Person </span><span class="underline">aus dem Leitungsteam </span><span class="underline">im Vorfeld festlegen, die als Ansprechpartner*in vor Ort dient und verantwortlich für das Thema Prävention und Awareness vor Ort ist</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Verantwortliche Person </span><span class="underline">legt Maßnahmen zur Um</span><span class="underline">setzung</span><span class="underline"> des Schutzkonzepts vor Ort</span><span class="underline"> fest</span><span class="underline">: Be</span><span class="underline">ne</span><span class="underline">nnen </span><span class="underline">konkreter Ansprechpersonen, Festlegen von Beschwerde- und Meldewegen, Vereinbarung von </span><span class="underline">konkreten </span><span class="underline">Verhaltensregeln</span><span class="underline"> auf der Grundlage des Verhaltenskodex</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Überprüfung der Instrumente (Führungszeugnis, Präventionsschulung, Verhaltenskodex inkl. Selbstauskunft) für das Leitungsteam</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Ggf. Awarenesskonzept im Vorfeld an Teilnehmende schicken</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Auf der </span><span class="underline">Versammlung:</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Sensibilisierung des Leitungsteams und </span><span class="underline">h</span><span class="underline">auptberufliche Mitarbeiter*innen vor Ort</span><span class="underline"> durch verantwortliche Person</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Kurze Einführung in das Thema am Anfang der Sitzung:</span><ul><li><span class="underline">Vorstellung der Verhaltensregeln / weitere Absprachen, ggf. Awareness-Konzept</span></li><li><span class="underline">Vorstellen der Ansprechpersonen</span><span class="underline"> (ggf. Wählen eines Awarenessteams)</span></li><li><span class="underline">Vorstellen </span><span class="underline">Beschwerde- und Meldewege (z. B. Reflexionsrunden oder Feedbackkasten)</span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Angebot Rückzugsort: z. B. Sitzecke mit Decke, Snacks, Lesestoff</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Schaffung sicherer Räume, z. B. Regelungen für Dusch- und Toilettensituation abhängig von örtlichen Begebenheiten (z. B. Sammelduschen)</span><span class="underline">, Aufteilung der Zimmer (abhängig Alter, Geschlecht, Rollen)</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Verdachtsfall Grenzverletzung: Handeln entsprechend des Leitfadens</span><span class="underline"> im Schutzkonzept</span><span class="underline"> 6.2</span><ul><li><span class="underline">ggf. Einberufen des Kriseninterventionsteams (</span><span class="underline">besteht </span><span class="underline">mind. </span><span class="underline">e</span><span class="underline">inem Mitglied der zuständigen Leitung, einem Mitglied des Bundesvorstandes und einer im Bereich Intervention sachkundigen Person)</span></li><li><span class="underline">Fallbearbeitung durch das Kriseninterventionsteam</span></li><li><span class="underline">Ggf. Einbinden / Übergabe an Fachberatungsstelle</span><span class="underline"> durch das Kriseninterventionsteams</span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Nach der </span><span class="underline">Versammlung</span></strong><span class="underline">:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Ggf. Fallnachbereitungen </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Weiterhin ansprechbar für Teilnehmende auch nach </span><span class="underline">der Versammlung</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="7"><li><span class="underline">Checkliste Gremiensitzungen </span></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Vorab</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Zu Beginn des Arbeitsstarts eines Gremiums vereinbart das Gremium gemeinsame </span><span class="underline">Verhaltensregeln für sich. Zudem legen sie eine</span><span class="underline"> Sprecher*in </span><span class="underline">fest, welche das Gremi</span><span class="underline">um leitet und sich bei Unterstützungsbedarf an den Bundesvorstand, die Bundesleitung oder die Präventionsfachkraft wenden kann.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Auf </span></strong><strong><span class="underline">der Sitzung</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Zu Beginn der Sitzung: k</span><span class="underline">urze Einführung </span><span class="underline">/ Erinnerung an die gemeinsamen Verhaltensregeln</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Möglichkeit einen</span><span class="underline"> Rückzugsort</span><span class="underline"> anzubieten</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Schaffung sicherer Räume, z. B. Regelungen für Dusch- und Toilettensituation abhängig von örtlichen Begebenheiten (z. B. Sammelduschen)</span><span class="underline">, Aufteilung der Zimmer (abhängig Alter, Geschlecht, Rollen)</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Verdachtsfall</span><span class="underline"> Grenzverlet</span><span class="underline">z</span><span class="underline">ung</span><span class="underline">:</span><span class="underline">Handeln entsprechend des Leitfadens</span><ul><li><span class="underline">Nach Möglichkeit Situation vor Ort ggf. in Absprache mit dem Bundesvorstand kläre</span><span class="underline">n</span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Nach </span><span class="underline">der Sitzung</span></strong><span class="underline">:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Weiterhin ansprechbar </span><span class="underline">für Personen nach der Sitzung</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Ggf. Fallnachbereitungen </span><span class="underline">/ Begleitung</span><span class="underline"> und </span><span class="underline">Meldung an den Bundesvorstand und Präventionsfachkraft</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Ggf. im Nachgang Einberufen eines Kriseninterventionsteams durch den Bundesvorstand</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><ol start="8"><li><span class="underline">Checkliste digitale Gremiensitzungen und Austauschrunden</span></li></ol></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Vorab</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Ein geeignetes, datenschutzkonformes Konferenztool wird zur Verfügung gestellt </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Blick aufs Team: </span><ul><li><span class="underline">Eine digitale Veranstaltung wird von mindestens zwei Personen betreut</span></li><li><span class="underline">Im Vorfeld der digitalen Veranstaltung werden die Inhalte und Ziele besprochen sowie </span></li><li><span class="underline">die Moderation und Betreuung der Technik vereinbart</span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Blick auf die Teilnehmenden: </span><ul><li><span class="underline">Die Zielgruppe der digitalen Veranstaltung ist bekannt</span></li><li><span class="underline">Die Inhalte, Ziele und der zeitliche Umfang sind im Vorfeld kommuniziert sowie </span></li><li><span class="underline">die Zugangsdaten und Ansprechpersonen des Treffens bekannt</span></li><li><span class="underline">Ggf. Können sich die TN anmelden und besondere Bedarfe und Wünsche mitteilen</span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Während der digitalen Veranstaltung</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Bei Betreten des digitalen Veranstaltungsraums werden die Teilnehmenden gebeten, ihren Namen, Pronomen und weitere Infos, wie bspw. DV, anzugeben.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Zu Beginn der Veranstaltung werden die Teilnehmenden über Folgendes informiert:</span><ul><li><span class="underline">kurze Einführung / Erinnerung an die gemeinsamen Verhaltensregeln</span></li><li><span class="underline">Die Teilnehmenden wissen, wie und wo sie sich beschweren können</span></li><li><span class="underline">Die Teilnehmende werden darauf hingewiesen, Pausen bei Bedarf einzufordern</span></li><li><span class="underline">Personen, an die sich alle Teilnehmenden wenden können, wenn sie sich unwohl fühlen, werden benannt (z.B. per privatem Chat im digitalen Veranstaltungsraum oder einer zusätzlichen Handynummer, die erreichbar ist)</span></li><li><span class="underline">Ggf. Erläutern der technischen Funktionen (z.B. Hand heben, Video an/aus, Reaktionen, Chat)</span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Eine Awareness-Runde zu Beginn kann stattfinden, z.B. mit dem Daumen/Emoji zeigen, welches die momentane Stimmung beschreibt</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Ggf. Weitere digitale Räumlichkeiten anbieten, falls es einen Rückzugsort/ Besprechungsraum benötigt.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Verdachtsfall Grenzverletzung: Handeln entsprechend dem Leitfaden</span><ul><li><span class="underline">Sprich dich ab!</span></li><li><span class="underline">Dokumentiere</span></li><li><span class="underline">Einen Interventionsschritt beschließen und umsetzen</span></li><li><span class="underline">Ergebnis des Interventionsschrittes besprechen und daraufhin den nächsten planen</span></li><li><span class="underline">Ggf. Immer wieder Rücksprache mit Betroffenen halten</span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Am Ende der Veranstaltung haben die Teilnehmenden die Möglichkeit einer Reflexion und Rückmeldung.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Nach der digitalen Veranstaltung</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Auswertung der Reflexion und Rückmeldung der Teilnehmenden</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Team ist weiterhin ansprechbar für Personen nach der Sitzung</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Ggf. Fallnachbereitungen / Begleitung und Meldung an den Bundesvorstand und Präventionsfachkraft</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="9"><li><span class="underline">Checkliste Aufgaben Schutzteam (Großveranstaltungen)</span></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Vorab</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Ca. 1 Jahr vor Veranstaltung Schutzteam zusammenstellen. Das Schutzteam sollte aus mind. einer Person aus dem Präventionsteam bestehen und möglichst divers (Alter, Geschlecht) mit erfahrenen Menschen im Bereich Prävention </span><span class="underline">und Intervention </span><span class="underline">von sexualisierter Gewalt aufgestellt sein. Es ist zudem sinnvoll eine Person mit Notfallseelsorgerischer Erfahrung oder Krisenkommunikationsausbildung im Team zu haben.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Anforderung der Instrumente: Präventionsschulung &amp; Führungszeugnis &amp; Verhaltenskodex inkl. Selbstauskunft</span><ul><li><span class="underline">mit Anmeldung ganz klar die Präventionsregelungen und Voraussetzungen für die Teilnahme kommunizieren</span></li><li><span class="underline">mit Anmeldung der Leitungspersonen das Führungszeugnis überprüfen und ggf. zur Einreichung auffordern</span></li><li><span class="underline">mit Anmeldung den Verhaltenskodex inkl. Selbstauskunft überprüfen und ggf. zum Nachreichen auffordern</span></li><li><span class="underline">mit Anmeldung vorliegende Präventionsschulung überprüfen und ggf. zum Nachreichen oder Nachmachen auffordern</span></li><li><span class="underline">Ca. 6-3 Monate vorher: Anbieten von Basis- und Auffrischungsschulungen</span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Öffentlichkeitsarbeit:</span><ul><li><span class="underline">Vorstellen Schutzteam im Lagerheft und Homepage</span></li><li><span class="underline">Detaillierte Präventionsregelungen präsent auf der Homepage platzieren</span></li><li><span class="underline">Regelmäßig bei Lagerupdates / Infoveranstaltungen als Schutzteam anwesend sein </span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Intervention: </span><ul><li><span class="underline">Für mögliche Verdachtsfälle bereits im Vorfeld Kontakt zu einer Beratungsstelle vor Ort aufnehmen</span></li><li><span class="underline">Verschiedene Szenarien bereits im Vorfeld durchspielen</span></li><li><span class="underline">Ggf. unabhängige Notfallnummer für Betroffene bereitstellen</span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Organisation:</span><ul><li><span class="underline">Eigens Notfallhandy für das Schutzteam</span></li><li><span class="underline">Gemeinsam mit dem Sicherheitsteam das Thema Verdachtsfälle von sexualisierter Gewalt im Sicherheitskonzept aufgreifen</span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Auf dem Lager</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Präsenz des Schutzteams (Kennzeichnung durch Neonstreifen am Halstuch) auf dem Lagerplatz und bei Lagerupdates</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Anonymer Briefkasten an zentralem Ort um grundsätzlich Kontakt aufzunehmen und Feedback zu geben</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Angebot einer Jurte: </span><ul><li><span class="underline">Ort zum Zurückziehen: Sitzsäcke, Hängematten, Kuscheldecken</span></li><li><span class="underline">Hilfe suchen / Gespräche führen: min. 1 Person aus dem Schutzteam ist immer anwesend</span></li><li><span class="underline">Informieren z. B. Kinderrechte</span></li><li><span class="underline">Aktivität: gemeinsame Ausmalaktion oder andere Angebote</span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Schaffung sicherer Räume, z. B. Regelungen für Dusch- und Toilettensituation abhängig von örtlichen Begebenheiten (z. B. Sammelduschen), Geschlecht und Alter festlegen</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Verdachtsfall Grenzverletzung: Handeln entsprechend des Leitfadens im Schutzkonzept</span><ul><li><span class="underline">ggf. Einberufen des Kriseninterventionsteams</span></li><li><span class="underline">Fallbearbeitung </span><span class="underline">durch das Kriseninterventionsteam</span></li><li><span class="underline">Ggf. Einbinden / Übergabe an Fachberatungsstelle</span><span class="underline"> durch das Kriseninterventionsteam</span></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">WICHTIG: Das Schutzteam muss weiterhin für das Them</span><span class="underline">a auf dem Lager auch während eines laufenden Interventionsfall zuständig sein. Daher sollten max. 2 Personen aus dem Schutzteam im Kriseninterventions</span><span class="underline">team mitarbeiten.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Zusammenarbeit mit Sicherheitsteam bei weiteren Notfällen, bei den</span><span class="underline">en</span><span class="underline"> das Schutzteam auch Unterstützen kann</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Nach dem Lager</span></strong><span class="underline">:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Ggf. Fallnachbereitungen </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Weiterhin ansprechbar für Teilnehmende auch nach dem Lager</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Reflexion der Rolle und Aufgaben des Schutzteams</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="10"><li><span class="underline">Vorlage </span><span class="underline">Awarenesskonzept für Gremiensitzungen und Versammlungen</span></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Warum Awareness? </span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Awareness, engl. für „Bewusstsein“, stammt ursprünglich aus dem Kontext der internationalen Frauen- und LGBTIQ*-Bewegung und sollte der Prävention sexualisierter Gewalt durch Männer dienen. Der Begriff als solcher erfuhr im Lauf der Geschichte allerdings eine Erweiterung und soll hier auch in einem über den Kontext sexualisierter Gewalt hinausgehenden Sinne verstanden werden. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Diskriminierung aufgrund von </span><span class="underline">Alter, Ethische Herkunft &amp; Na</span><span class="underline">tionalität, Geschlecht &amp; geschlechtliche Identität, </span><span class="underline">sexuelle Orientierung, </span><span class="underline">körperliche &amp; geistige Fähigkeiten, Religion &amp; Weltanschauung</span><span class="underline"> und soziale Herkunft,</span><span class="underline">haben bei uns keinen Platz. Das ist Teil unseres Selbstbildes. Leider wissen wir, dass wir weder als Verband, noch als Menschen frei von Fehlern und Unzulänglichkeiten sind. Immer wieder übersehen wir, wie wir bewusst oder unbewusst Menschen durch unser Verhalten auf unterschiedliche Weise diskriminieren. </span><span class="underline">Wir sehen auch, dass es sich oft um</span><span class="underline"> intersektionale Diskriminierun</span><span class="underline">g handelt. Das bedeutet </span><span class="underline">das spezifische Zusammenwirken oder Überlappen von unterschiedlichen Diskriminierungsmerkmalen, die sich gegenseitig beeinflussen und nicht voneinander zu trennen sind. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Die Betroffenen kann unser Verhalten allerdings tief treffen. Dabei kann beinahe jede*r auch selbst von Formen der Diskriminierung betroffen sein und (still) darunter leiden. Was bleibt, ist ein Gefühl des Unwohlseins oder schlimmer, des Ausgegrenztseins aus den Gremien oder dem Verband. Hier will das Awareness-Konzept ansetzen, indem es Bewusstsein schafft. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Bewusstsein der Diskriminierenden dafür, dass sie durch ihr Verhalten dazu beitragen, andere zu verletzen oder an den Rand zu drängen, Bewusstsein der Gremien, dass es bei jedem Treffen und auf jeder Versammlung zu verschiedenen Formen von Diskriminierung kommen kann und Bewusstsein bei den Betroffenen, dass sie mit ihren Anliegen gehört werden. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Dabei geht es auf keinen Fall darum, eine Art „Moralpolizei“ für unsere Versammlungen zu schaffen, Denk- oder Sprechverbote durchzusetzen oder bestimmte Meinungen auszuschließen. Vielmehr geht es darum, ein Bewusstsein zu schaffen, wenn wir durch unser Verhalten andere verletzen und wen wir damit verletzen. Dabei lassen wir die Diskriminierungsstrukturen, in welchen wir uns gesamtgesellschaftlich bewegen, nicht außer Acht, sondern setzen ein klares Zeichen gegen sie. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Ein kurzes, klärendes Gespräch mit den Betroffenen kann oft schon ausreichen. Wir sind davon überzeugt, dass die Einführung eines Awareness-Konzepts dazu beitragen kann, dass sich alle Teilnehmer*innen auf unseren Veranstaltungen auch wirklich wohlfühlen und sich ermuntert fühlen, sich aktiv einzubringen. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Das Awareness-Konzept </span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Dieses vorliegende Awareness-Konzept kann und will nicht sämtliche Probleme mit Diskriminierung und Gewalt in unserem Verband lösen. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Zentrales Element ist die Einrichtung eines Awareness-Teams, das während der jeweiligen gesamten Veranstaltung anwesend und ansprechbar ist. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Das Awareness</span><span class="underline">t</span><span class="underline">eam </span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">a) Zusammensetzung des Teams </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Das Team soll aus zwei Personen bestehen. Mindestens eine davon ist weiblich.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">In der Regel wird das Team zu Beginn der Veranstaltung gewählt. Gewählt werden können Personen, die während des Treffens anwesend sind. </span><span class="underline">Zudem </span><span class="underline">begleitet </span><span class="underline">die verantwortlichen Person </span><span class="underline">zum</span><span class="underline"> Thema Schutz vor sexualisierter Gewalt</span><span class="underline">aus dem Leitu</span><span class="underline">ngsteam das Awareness</span><span class="underline">t</span><span class="underline">eam.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">b) Mitglieder des Awareness</span><span class="underline">t</span><span class="underline">eams </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Mitglieder des Bundesvorstands sind nicht wählbar. Um die Akzeptanz des Awarenessteams und auch die Nutzung desselben als Ansprechpersonen zu sichern, soll idealerweise darauf geachtet werden, besonders zuverlässige und auch als vertrauenswürdig akzeptierte Personen in das Team zu wählen. Die Personen müssen mit dem</span><span class="underline">Schutzkonzept, insb. dem</span><span class="underline"> Verhaltenskodex der PSG-Bundesebene vertraut sein</span><span class="underline">.</span><span class="underline"> I</span><span class="underline">hnen soll zugetraut werden, Verständnis für die vielfältigen Formen von Diskriminierung mitzubringen. Eine Akzeptanz der Grundwerte der PSG ist grundsätzlich immer vorausgesetzt. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Aufgaben des Awarenessteams und Stellung gegenüber den Teilnehmer*innen </span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Grundsätzlich sollen Anwesenheit, Ansprechbarkeit und Aufgaben des Awarenessteams sowie seine Stellung gegenüber den Teilnehmer*innen zu Beginn der Veranstaltung klar kommuniziert werden. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Ziel der Vorstellung: </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol><li><span class="underline">Annahme des Angebots durch Betroffene, </span></li><li><span class="underline">Verdeutlichen der Aufgaben des</span><span class="underline"> Awarenessteam. </span></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Ziel des Awareness-Konzepts: positiven Atmosphäre auf der Versammlung beizutragen, in der sich jede*r wohlfühlen kann und als Mensch angenommen fühlt. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Aufgabe des Awareness-Teams: </span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><span class="underline">Ansprechstation bei Problemen, Diskriminierungserfahrungen bis hin zu erlebter Gewalt, sei sie nun sexualisierter, körperlicher oder psychischer Natur, bspw. durch gezielte Beleidigungen und Herabwürdigungen. </span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><span class="underline">Das Awarenessteam ersetzt dabei weder </span><span class="underline">ei</span><span class="underline">n</span><span class="underline"> Kriseninterventionsteam, </span><span class="underline">die Strafverfolgungsbehörden, noch die Moderation der Versammlung. </span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><span class="underline">Konflikte sollen im besten Fall, sofern von der*dem Betroffenen gewünscht, im Dialog friedlich geschlichtet werden. </span></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Ob in Einzelfällen bei gravierenden Verstößen ein Ausschluss </span><span class="underline">von der Veranstaltung </span><span class="underline">droht, entscheidet die Veranstaltungsleitung nach Beratung durch das Awarenessteam. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Umsetzung des Konzepts durch das Awarenessteam </span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Hauptzweck des Awarenessteams ist es, Betroffenen eine sichere Anlaufstation zu bieten. Dabei müssen drei Dinge gewährleistet sein: </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">1. Parteilichkeit: Das bedeutet nicht, dass den Betroffenen gegenüber den oft unfreiwillig diskriminierenden Personen stets Recht gegeben oder in einem Konflikt eine Seite bevorzugt wird. Damit gemeint ist vielmehr, dass die Betroffenen als die wahren Expert*innen für ihre eigenen Gefühle ernst genommen werden, sich öffnen dürfen und ihnen nicht pauschal mit Kritik begegnet wird. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">2. Respektieren der Wünsche der Betroffenen: Das bedeutet nicht, im Namen der Betroffenen konkret auf andere Personen einzuwirken. Vielmehr bedeutet es, Schritte zu unternehmen, die die Betroffenen auch selbst wollen: Beispielsweise kann es für die Betroffenen weitere negative Auswirkungen haben, wenn ihr Anliegen öffentlich oder mit der Sitzungsleitung besprochen wird. Dasselbe gilt erst recht bei Schlichtungsversuchen mit derjenigen Person, deren Handeln der Verletzung des*der Betroffenen zugrunde lag: Eine Konfrontation der beiden Parteien kann zwar je nach Fall wünschenswert sein, kann aber nur stattfinden, wenn der*die Betroffene dies explizit wünscht. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">3. Vertraulichkeit: Eine Weitergabe der Fakten kann an Personen und Stellen erfolgen, die mit der weiteren Aufarbeitung des konkreten Falles betraut sind. Dazu zählen insbesondere die zuständigen Melde- und Beschwerdestellen und Vertraute, die die Personen des Teams entlasten. Das Awarenessteam verpflichtet sich, nichts was im Vertrauen an es herangetragen wird, ohne Einverständnis des*der Betroffenen an die Versammlung weiterzugeben. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Das Meldeverfahren </span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Das Awarenessteam ist für Teilnehmer*innen von Veranstaltungen erreichbar. Das Awarenessteam stellt sich zu Beginn der Veranstaltung den Teilnehmer*innen vor. Betroffene Personen können sich während der gesamten Veranstaltung direkt an das Awarenessteam wenden. Das Awarenessteam bietet Unterstützung an. </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Mögliche Reaktionen des Awarenessteam: </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Das Awarenessteam kann erfragen, welche Bedürfnisse und Wünsche die betroffene Person gerade hat und wie sie dabei durch das Awarenessteam unterstützt werden kann</span><span class="underline">.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Das Awarenessteam kann zurückhaltende Angebote machen, wie beispielsweise Freund*innen holen, Absprachen mit der übergriffigen Person treffen, Rückzugsorte anbieten</span><span class="underline">.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Das Awarenessteam kann auf Wunsch der betroffenen Person hin das Gespräch mit der übergriffigen Person suchen und klarmachen, was nicht okay war und dass es sich nicht wiederholen sollte</span><span class="underline">.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Das Awarenessteam kann eine Aussprache zwischen betroffener und übergriffiger Person begleiten</span><span class="underline">.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Das Awarenessteam kann </span><span class="underline">ein Kriseninterventionsteam einberufen, welches </span><span class="underline">die Fallbearbeitung übernimmt und </span><span class="underline">weitere Schritte festlegt</span><span class="underline">. Bei Bedarf kann dieses </span><span class="underline">weitere Instanzen kontaktier</span><span class="underline">en</span><span class="underline">(</span><span class="underline">Kontaktpersonen in der PSG, </span><span class="underline">Beratungsstellen, in medizinischen oder psychischen Notfällen kann der Krankenwagen gerufen werden</span><span class="underline">)</span><span class="underline">.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Bei akuter Gewaltsituation </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Diese solle</span><span class="underline">n</span><span class="underline"> umgehend beendet werden. </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">In Rücksprache mit der betroffenen Person können weitere Schritte eingeleitet werden. </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Das Awarenessteam kann anbieten, gemeinsam aus der Situation rauszugehen. </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Das Awarenessteam informiert den Bundesvorstand, der ein Krisenintervent</span><span class="underline">ionsteam einsetzt. Dieses Handelt nach dem Interventionsleitfaden des PSG Schutzkonzeptes.</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Räumliche Gegebenheiten </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Wenn möglich, verfügt das Awarenessteam über einen Rückzugsraum, welcher sich außer der Hörweite der restlichen Veranstaltungen befindet. Am besten handelt es sich um einen gemütlichen, einladenden Raum, welcher verschiedene Möglichkeiten bietet, mit Grenzüberschreitungen umzugehen. Dafür sollte folgendes Material vorhanden sein: </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Handy und Ladekabel </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Kissen und Decken </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Stifte und Papier </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Tees und Thermoskanne </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Taschentücher </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Snacks (bei Unterzuckerung) </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Erste-Hilfe-Set (für körperliche Verletzungen) </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Lesematerial (zur Ablenkung) </span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Das Awarenessteam bereitet seinen Einsatz nach. Dabei stehen insbesondere das Wohlbefinden der Mitglieder das Awarenessteam, die Reflexion der Abläufe, eventuell resultierende Aufgaben und die Dokumentation gewonnener Erkenntnisse für zukünftige Umsetzungen im Mittelpunkt.</span></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Anhang zu A5. Synopse als pdf</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 May 2024 11:24:37 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A4: Schulungen zur Prävention sexualisierter Gewalt in der Pfadfinderinnenschaft St. Georg</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/schulungen-zur-pravention-sexualisierter-gewalt-in-der-pfadfinderinnen-22358</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/schulungen-zur-pravention-sexualisierter-gewalt-in-der-pfadfinderinnen-22358</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragssteller*innen</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Präventionsteam und Bundesleitung</p></div></div><h2>Wortlaut des Antrages</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundesversammlung möge beschließen:<br>
Der Bundesverband gibt sich folgende Anforderungen für Schulungen zur Prävention sexualisierter Gewalt in der Pfadfinderinnenschaft St. Georg:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schulungen zur Prävention sexualisierter Gewalt in der Pfadfinderinnenschaft St. Georg</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Anspruch ist es, alle Menschen, die in unserem Verband unterwegs sind, vor (sexualisierter) Gewalt zu schützen und sie in ihrer Entwicklung zu selbstbewussten und starken Persönlichkeiten zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Schutzkonzept wird deutlich gemacht, dass es auf allen Ebenen der PSG gilt, wachsam zu sein und entschieden gegen (sexualisierte) Gewalt und Grenzverletzungen einzutreten. Unser Ziel ist es, in der PSG weiterhin für das Thema zu sensibilisieren und den Blick aller, die Verantwortung im Verband tragen – ob als Leiter*in oder in Funktionen und Ämtern – zu schärfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Erreichen können wir dies unter anderem, indem wir alle konsequent und kompetent auch zu diesem Thema schulen. Über die Anforderungen der Bistümer hinaus haben wir einen eigenen Anspruch, mit welchen Themen und Inhalten sich alle, die in der PSG Verantwortung für andere Menschen tragen, beschäftigen und auseinandersetzen müssen, damit die PSG der Schutzraum sein kann, der sie sein möchte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die aufgeführten allgemeinen Inhalte decken die Anforderungen aller Bistümer ab, wir definieren für die PSG darüber hinaus weitere Themen und den erforderlichen Fokus auf Themen, die für unsere Arbeit besonders wichtig sind. Wir sehen die Wichtigkeit der oft theoretischen Themen, auf die von den Bistümern häufig viel Wert gelegt wird. Wir glauben aber, dass vor allem die Auseinandersetzung mit dem eigenen Handeln und mit der Haltung, mit der wir Kindern, Jugendlichen und allen Menschen begegnen, Schutzwirkung entfalten kann. Deshalb ist es uns wichtig, dass in der PSG vor allem auch die praktische Umsetzung der Prävention sexualisierter Gewalt in den Fokus genommen wird und dafür auch ausreichend Zeit zur Verfügung steht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dort, wo keine eigenen Präventionsschulungen durch die PSG angeboten werden (können oder dürfen), können die spezifischen Inhalte zusätzlich zur Schulung durch das Bistum / den BDKJ angeboten werden. Zu beachten ist dabei, dass für die Teilnahme in leitender oder helfender Funktion bei Bundesveranstaltungen das entsprechend bestätigt werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Einheitliche Anforderung an Präventionsschulungen in der PSG:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Umfang: </strong>Schulungen in der PSG haben einen Zeitumfang von mindestens 6 Stunden (inhaltliche Arbeit), dies kann auch in <span class="strike">zwei</span> voneinander getrennten Veranstaltungen erreicht werden (z.B. vier Stunden Bistum / 2 Stunden PSG-intern)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gültigkeit</strong>:spätestens nach 5 Jahren muss die Schulung durch eine mindestens 3-stündige Vertiefungsschulung aufgefrischt werden</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Form: </strong>Präsenzschulung sind anzustreben, digital nur als Ausnahme z.B. bei PSG internen Inhalten oder für Vertiefungsschulungen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Verpflichtend für: </strong>alle Personen in helfender oder leitender Position, die in der PSG in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen oder schutz- und hilfebedürftigen Erwachsenen sind</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schulungen durchführen</strong>: Schulen dürfen Menschen mit einer dazu geeigneten Ausbildung (zum Teil ist dies durch die Bistümer geregelt), wir empfehlen ein Team von wenigstens zwei Menschen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es wird empfohlen eine erste Auffrischung / Vertiefung nach der ersten Präventionsschulung im Rahmen der Leiter*innenausbildung bereits nach 2-3 Jahren zu besuchen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Allgemeine Inhalte (den Anforderungen der Bistümer entsprechend):</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Basiswissen:</strong><ul><li>Entwicklungspsychologische Grundlagen</li><li>Definition und Einordnung von Kindeswohlgefährdung und sexualisierter Gewalt</li><li>Merkmale und Strategien von Täter*innen</li><li>Charakteristika und Psychodynamiken von Opfern/Betroffenen</li><li>sexualisierte Gewalt in Institutionen</li><li>Erkennen von Hinweisen</li><li>Rechtliche Bestimmungen von Straftatbeständen und kriminologische Ansätze</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Reflexion und Sensibilisierung</strong><ul><li>Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen und den Grenzen anderer,</li><li>Hinterfragen von eigenen emotionalen und sozialen Kompetenzen</li><li>Erlernen von Strategien zur Kommunikations- und Konfliktfähigkeit</li><li>Auseinandersetzung mit der Balance zwischen Nähe und Distanz</li><li>Auseinandersetzung mit Macht und Machtmissbrauch sowie begünstigenden institutionellen Strukturen</li><li>Wahrnehmung von Grenzüberschreitungen in Gruppen</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Prävention</strong><ul><li>Institutionelle Maßnahmen zur Prävention</li><li>Kinder- und Jugendschutz in der Praxis - Kinderrechte/Kindermitbestimmung</li><li>(digitale) Medien als Schutz- und Gefahrenraum / Medienkompetenz</li><li>Resilienzfaktoren</li><li>Allgemeine Handlungs- und Verhaltensempfehlungen</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Intervention</strong><ul><li>Konkrete Anlaufstellen für notwendige und angemessene Hilfen für Betroffene, ihr Umfeld und die betroffenen Institutionen,</li><li>Schutzkonzept und Verhaltenskodex</li><li>Erarbeiten von Handlungsoptionen zur Intervention</li><li>Wissen über Zuständigkeiten im Verband (und den lokalen Strukturen z. B. BDKJ und in der Pfarrei)</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Weitere Themen und Schwerpunkte für die PSG:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Auseinandersetzung mit den Besonderheiten in der PSG als inklusiver Mädchen- und Frauenverband: Blick auf Frauen als Täterinnen (die noch häufiger als Männer nicht als solche gesehen werden, weil das nicht dem Rollenbild entspricht), statistisch höhere Wahrscheinlichkeit von Betroffenen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sexualisierte Gewalt unter Kindern und Jugendlichen (Peer-Gewalt)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Auseinandersetzung mit dem Konzept „Choice, Voice, Exit“</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Fokus auf Haltung, mit der wir Kindern und Jugendlichen begegnen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Fokus auf den Bereich „Reflexion und Sensibilisierung“</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bedeutung sexueller sowie geschlechter- und kultursensibler Bildung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Weitere Empfehlung:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>konkret vor jedem Lager/Veranstaltung Zeit für das Thema nehmen (besonders bei neu gemischten Teams!) und Regeln (Verhaltenskodex) absprechen, sowie Zuständigkeiten im Leitungsteam festlegen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Anerkennung für Bundesveranstaltungen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Für Bundesveranstaltungen, an denen auch Schutzbefohlene teilnehmen, muss eine Präventionsschulung nach den oben genannten Regeln nachgewiesen werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Der Bundesverband bietet mindestens vor Großveranstaltungen zumindest eine Schulung an, die die Inhalte und Schwerpunkte der PSG aufgreift. Diese Schulung kann als Ergänzung zu Schulungen in den Bistümern und / oder als Vertiefungsschulung dienen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Weiteres:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schulungen mit PSG internen Inhalten werden bundesweit für alle Diözesanverbände angeboten.<br>
Musterübungen und Beispiele mit Vorschlägen für die Umsetzung in der Praxis werden zur Verfügung gestellt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Dokument wird als eigenständiges Dokument als Nr. 16 in „Dokumente und Grundlegende Schriften“ aufgenommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auf das Dokument wird an entsprechender Stelle auch in der „Konzeption für die Aus- und Weiterbildung in der PSG“, sowie im „Schutzkonzept zur Prävention von sexualisierter Gewalt in der PSG“ verwiesen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Rahmen der Überarbeitung des Schutzkonzeptes hat das Präventionsteam gemerkt, dass es sinnvoll ist einen eigenen Standard für Präventionsschulungen für Leiter*innen in der PSG zu entwickeln. Dies beinhaltet neben den zusätzlichen inhaltlichen Anforderungen („Schwerpunkten für die PSG“) auch das Festlegen des Zeitumfangs von mindestens 4,5 Stunden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Uns ist bewusst, dass dies eine Herausforderung insbesondere für kleinere Diözesanverbände, in denen keine eigenen Präventionsschulungen angeboten werden, darstellen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Deswegen wird zeitnah ein Anhang mit Musterschulungen zu diesem Thema durch das Präventionsteam erstellt und den DVs zur Verfügung gestellt und digitale Schulungen mit PSG sprezifischen Inhalten bundesweit für alle Leiter*innen angeboten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zudem sind regelmäßige Vertiefungen mit den Schwerpunkten für die PSG durch das Präventionsteam geplant.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Dokument wird das Nachweisen einer Präventionsschulung mit den oben genannten Anforderungen, als Voraussetzung für die Teilnahme an Bundesveranstaltungen genannt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Noch können wir dies technisch nicht auf Bundesebene nachhalten. Dies soll sich jedoch mit der Einführung einer neuen Mitgliederverwaltungssoftware ändern. Solange diese noch nicht implementiert ist, wird diese Voraussetzung nicht auf Bundesebene dokumentiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir bitten jedoch, die Diözesanverbände die Anforderungen bereits jetzt umzusetzen und für ihre Mitglieder zu dokumentiere</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 May 2024 11:18:32 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A13: Einrichtung der Projektgruppe „Beteiligung Geschlechtervielfalt“</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/einrichtung-der-projektgruppe-beteiligung-geschlechtervielfalt-26819</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/einrichtung-der-projektgruppe-beteiligung-geschlechtervielfalt-26819</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragssteller*innen</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bundesleitung</p></div></div><h2>Wortlaut des Antrages</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundesversammlung beschließt die Einrichtung einer Projektgruppe &quot;Beteiligung Geschlechtervielfalt&quot; innerhalb der PSG. Diese Projektgruppe soll im Rahmen unserer Ausrichtung als Mädchen- und Frauenverband in partizipativen Prozessen herausfinden, wie die Identität und Ausrichtung unseres Verbandes künftig sein sollen und untersuchen, wie Wahlämter und Positionen in Bezug auf Geschlecht in Zukunft besetzt werden sollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus dieser Projektgruppe liegt darauf, die bestehende Geschlechtervielfalt innerhalb der PSG zu verstehen und sicherzustellen, dass alle Mitglieder angemessen vertreten sind. Durch partizipative Methoden wie Umfragen, Workshops und Diskussionen soll die Beteiligung aller Mitglieder des Verbands sicherstellt werden, um ihre Perspektiven, Erfahrungen und Bedürfnisse in Bezug auf Geschlecht zu erfassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ergebnisse dieser Forschung werden als Grundlage für Empfehlungen dienen, die auf der Bundesversammlung diskutiert und möglicherweise umgesetzt werden sollen. Unser Ziel ist es, die Satzung sowie weitere grundlegende Schriften der PSG so anzupassen, dass sie die Vielfalt der Geschlechter im Verband besser repräsentieren und unseren Werten von Inklusion und Gleichberechtigung gerecht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Projektgruppe muss mindestens eine Vertreterin aus dem Bundesvorstand, eine Vertreterin aus der Bundesleitung und mindestens drei weitere Mitglieder aus verschiedenen Diözesen umfassen. Es soll sichergestellt werden, dass die Projektgruppe repräsentativ ist und die Vielfalt der Perspektiven und Erfahrungen innerhalb unseres Verbands widerspiegelt. Das Team Queer wird der PG beratend zur Seite stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Projektgruppe soll bis spätestens zum Projektgruppen- und Teamstreffen im September 2024 gebildet worden sein. Zum Bundesrat 2025 werden erste Erkenntnisse präsentiert. Eine Änderung der grundlegenden Schriften soll frühestens zur Bundesversammlung 2025 verabschiedet werden und danach in Kraft treten.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Seit mehreren Jahren beschäftigen wir uns aktiv mit den Themen Geschlechtervielfalt in der PSG. Erstmals sichtbar wurde es mit dem Antrag zur Gendergerechten Schreibweise mit dem Sternchen auf Bundesebene, was mit der Zeit viele Diözesanverbände ebenfalls für sich beschlossen haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>2022 haben wir ein Positionspapier verabschiedet („Geschlechtervielfalt in der PSG“), in welchem wir deutlich alle FINTA*-Personen in der PSG willkommen heißen. Mit der Einrichtung eines dauerhaften Team Queer, das stetig für das Thema Bewusstsein schafft und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, ist das Thema Geschlechtervielfalt auf Bundesebene fest verankert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wo es sich noch nicht zeigt, sind in Ämtern und Positionen, die in unserer Satzung festgelegt sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aktuell sind unsere grundlegenden Schriften vorrangig in einer weiblichen Form (oder nicht eindeutig) formuliert und nur weibliche Personen für Ämter und Posten in der PSG vor. In der vergangenen Zeit kamen jedoch immer wieder Anfragen zu nicht-weiblichen Personen in Ämtern und als Delegierte. Daher sehen wir einen Handlungsbedarf, uns als Mädchen- und Frauenverband mit dem Thema Änderung der grundlegenden Schriften und ggf. Öffnung von Positionen, sowie Festlegung von Frauen-Quoten in der PSG auseinander zu setzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um sicherzustellen, dass die neue Projektgruppe eine klare Grundlage hat, um Änderungen vorzuschlagen, beinhaltet der Antrag einen Prozess mit möglichst breiter Beteiligung, damit wir als Verband eine bestmögliche Entscheidung auf einer soliden Grundlage treffen können.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 May 2024 09:54:27 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A6.2: NEU! Anhang Grundlagentext Einleitung</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/motion/52819</link>
                        <author>Susanne Rüber</author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/motion/52819</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragssteller*innen</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bundesleitung</p></div></div><h2>Wortlaut des Antrages</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>UNSERE GRUNDLAGEN:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>WIR SIND PFADFINDERINNEN</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>WIR SIND KATHOLISCH</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>WIR MÄDCHEN UND FRAUEN</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dies sind die drei Standbeine pfadfinderischer Mädchenarbeit in der Pfadfinderinnenschaft St. Georg. Wie beim Bau von Lagermöbeln ein Dreibein die sichere Basis für nützliche und kreative Konstruktionen aller Art ist, so verstehen wir unser Pfadfinder*in sein, unser Katholisch sein, unser Mädchen- bzw. Frau sein als Grundlage jeglichen pädagogischen Handelns in der PSG. Diese Bereiche stützen sich gegenseitig – so wie die Holzbalken eines Dreibeins. Fehlt eines der drei Standbeine, kippt die gesamte Konstruktion. Aber was steckt genau hinter diesen drei Standbeinen und sind sie auch heute noch aktuell? Das sind Fragen, die uns als Pfadfinder*innen, egal auf welcher Ebene, immer wieder gestellt werden. Im Alltag hört sich das dann so oder ähnlich an: „Was, du bist katholisch?“, „Warum bist du denn in einer reinen Mädchengruppe?“, „Ich brauche das nicht, ich bin schon emanzipiert!“, „Pfadfinder*innen? – das ist doch wie in Filmen. Hilfst du auch immer schön den alten Omas über die Straße?“ Für uns in der PSG haben wir die Antworten auf solche Fragen im vorliegenden Grundlagenpapier niedergeschrieben. Wir haben hier festgehalten, worauf unsere tägliche Arbeit beruht. Für eine*n Pfadfinder*in selbstverständlich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass Grundlagenpapiere der PSG nicht für die Ewigkeit geschrieben sind. Die drei Kapitel sind so konzipiert, dass sie auch unabhängig voneinander zu lesen sind – und bei Bedarf auch einzeln überarbeitet werden können. Folglich ist dieses Grundlagenpapier auch als Einladung zu verstehen an alle Pfadfinder*innen, die damit arbeiten, seine Inhalte immer wieder neu zu diskutieren, auf den Prüfstein zu stellen und ggf. zu aktualisieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>UNSERE GRUNDLAGEN: UNSERE GESCHICHTE</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>WIE ENTSTAND DIE PFADFINDER*INNENBEWEGUNG?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Pfadfinderinnenbewegung begann als Idee eines englischen Generals, Sir Robert Baden-Powell (1857-1941), kurz B. P. genannt. Im Laufe seiner Militärzeit schrieb B. P. ein Buch für seine Soldaten über Fährtenlesen, Anschleichen und das Leben im Freien. Er nannte das Buch „Aids to Scouting“ (Hilfen zur Pfadfinderei). Als Baden-Powell das Buch schrieb, ahnte er nicht, dass diese Ideen ein paar Jahre später in die Praxis umgesetzt werden würden. Baden-Powells Ruhm brachte viele Jungen dazu, sein Buch zu lesen, das er für Soldaten geschrieben hatte. Das aber beunruhigte ihn. Er war überzeugt, dass Jungen Bücher für Jungen lesen sollten und nicht für Soldaten. Deshalb beschloss er, sein Buch umzuschreiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Jahre 1907 beschloss Baden-Powell, bevor er seine Pfadfinder- Idee groß veröffentlichte, sie zunächst einmal auszuprobieren. So begab er sich im Sommer 1907 mit 22 Jungen aus allen Bevölkerungsschichten auf die Insel Brownsea, wo er das erste Lager durchführte. Es wurde ein aufregendes Erlebnis für die Jungen. Das zehntägige Lager war ein voller Erfolg und so konnte B.P.’s Buch &quot;Scouting for Boys&quot; (Pfadfinden für Jungen) veröffentlicht werden. Es war das Ergebnis seiner Erfahrungen, Einfälle, Versuche und der Arbeit mit Anderen und wurde in England zu einem großen Erfolg. Von diesem Zeitpunkt an war die stürmische Entwicklung der Pfadfinderbewegung nicht mehr aufzuhalten. Pfadfindergruppen schossen im ganzen Land aus dem Boden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bald wurde sein Buch von Jungen rund um die Welt gelesen. In den Jahren 1904 bis 1909 waren es nicht nur die Jungen, die mit Begeisterung das große Pfadfinderspiel begannen. Auch ihre Schwestern versuchten sich im Spähen, Zelten und Klettern auf Bäume. Sie suchten sich Erwachsene, die bereit waren, ihre Truppe zu führen und nannten ihre Gruppen: Wölfe, Füchse, Marder, etc.. Mädchen mit Rucksäcken und Stöcken unterwegs zum Zelten waren ein revolutionärer und aufregender Anblick. Aber trotz großer gesellschaftlicher Ablehnung fanden sich überall Mädchen zusammen, die Pfadfinderinnen werden wollten. Am 04. September 1909 kam es zu einem erstaunlichen Ereignis:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Trupp selbst erklärter Pfadfinderinnen (Girl Scouts) aus Dorset erscheint völlig unerwartet und uneingeladen im Crystal Palace Rally in London bei einem Treffen der Boy Scouts und marschiert einfach hinter einer Jungengruppe her, als gehörten sie dazu. 11000 Pfadfinder waren nicht wenig überrascht und teilten den Schock Baden-Powells über diese abenteuerliche Erscheinung. Sybil Canadine, eine der Crystal Palace Girl Scouts und somit eine zuverlässige Quelle, erzählte, dass B.P. wirklich entsetzt war. Er traute seinen Augen nicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Wer seid Ihr?“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Wir sind Girl Scouts!“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Den Teufel seid Ihr!“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>So könnte der Dialog zwischen B.P. und den Mädchen gelautet haben, aber trotz seines Entsetzens ließ er sich auf Diskussionen mit den Mädchen ein. War es der einbrechende Regen oder waren es die Girl-Scouts selbst, die B.P. dazu brachten zu sagen: „Well, I am thinking about it.“ Er lud die Mädchen ein, aus dem Regen ins Gebäude zu kommen und erlaubte ihnen, bei der Parade hinter den Boy Scouts herzumarschieren. Sybil Canadine sagt: „We knew we won“ (Da wussten wir, dass wir gewonnen hatten)<sup>1</sup> . B.P.’s Begeisterung hielt sich in Grenzen. Dennoch hatte er seinen Spaß daran zu sehen, wie entschlossen die Mädchen waren, dasselbe zu tun wie ihre Brüder. Er sah in der Pfadfinderbewegung viele Aspekte, die für Mädchen ebenso nützlich waren, wie für die Jungen. Aber was würden die Eltern der Mädchen sagen? Und musste nicht die Bewegung der Jungen darunter leiden, wenn plötzlich auch Frauen wie Pfadfinder gekleidet durch die Straßen liefen?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>B.P.’s Vermutungen bewahrheiteten sich: Die englische Öffentlichkeit war entsetzt über das undamenhafte Benehmen der Mädchen, deren Gruppen wie Pilze aus dem Boden wuchsen. Ganze Seiten in Zeitungen füllten sich mit dem Thema. Das Fazit war B.P. zu bitten, diesen Unsinn zu stoppen. Doch B.P. machte sein Versprechen wahr. Er musste einsehen, dass diese Entwicklung nicht aufzuhalten war. Er überlegte und kam zu einem wichtigen Entschluss: Er bat seine Schwester Agnes, die Organisation der Mädchenbewegung zu übernehmen und legte dadurch von vornherein fest, dass Pfadfinderinnen und Pfadfinder getrennt arbeiten sollten. Der Name wurde in „Girl Guides“ geändert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Scouts“ das waren Männer, die Abenteuer suchten, die Wege durch fremde Länder für sich selbst und Andere fanden, die bereit waren für jedes unerwartete Ereignis, das aus Urwald oder Dschungel auf sie zukam. „Guides“ hatte er in der Schweiz kennen gelernt. Das waren die Bergführer, bereit, ihr Leben einzusetzen, um Anderen die Freude des Bergsteigens zu ermöglichen. Sie waren ruhig und zuverlässig, Menschen, denen man sein Leben anvertrauen konnte. Die Aufgabe der Frau war es, „Guide“ zu sein. Sie packte nicht nur gern schwierige Aufgaben an, sondern sollte Anderen helfen, Schwierigkeiten zu bewältigen. Das Jahr 1910 war das offizielle Gründungsjahr der Girl Guides Association (Großbritannien) und Agnes wurde deren erste Präsidentin (von 1910 bis 1920). Eine Erhebung ergab, dass damals bereits 8000 Mädchen in dieser Association vereint waren. Agnes schrieb zwei Hefte, die als Grundlage dienen sollten, ein Guides-Programm aufzubauen. Aber anstatt um Brückenbau- und Pionierspezialabzeichen ging es nun um Haus- Pflege- und Handarbeit. Namen für die Patrouillen sollten Rosen, Lilien und andere Blumen sein. Die Mädchen aber waren von dieser Änderung gar nicht begeistert. Auch die Erklärung des Chiefs, es sei einer Frau nicht würdig, einfach die Männer zu kopieren, sie bräuchte ihren eigenen Lebensstil und dieser Stil sei der der „Guides“ und nicht der der „Scouts“, tröstete sie nicht. Warum sollten sie sich nicht mehr Eulen oder Füchse in ihren Gruppen nennen dürfen? Blumen waren schon deshalb langweilig, weil sie stumm waren und man keinen Patrouillenschrei von ihnen übernehmen konnte, wie von Bären oder Eulen. Die Pfadfinderinnen waren sehr verärgert. Niemand hatte Interesse daran, sich in eine Schublade stecken zu lassen. Frauen als Helferinnen, Männer als Abenteurer - das konnten sie nicht akzeptieren und so bestand die Gefahr, dass die Pfadfinderinnenarbeit kaum angefangen, fast wieder ihr Ende gefunden hätte, oder in andere Frauenorganisationen übergegangen wäre.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es war der Kriegsausbruch (1914 - 1918) der zunächst half, diese Krise zu überwinden. Die Pfadfinderinnen machten sich in vielen Bereichen nützlich und gewannen damit mehr und mehr Ansehen und Zustimmung in der Öffentlichkeit. Die entscheidende Wendung aber begann mit der intensiven Mitarbeit von Lady Olave Baden-Powell, geb. Soames, die Baden-Powell 1912 heiratete. Infiziert vom Pfadfindervirus, übernahm sie nach einiger Zeit die Führung der Girl Guides und gab der Pfadfinderinnenbewegung schnell ein eigenes Gesicht. Trotz ihres Postens als Chief Commissioner der Pfadfinderinnen, sah sie sich nie als Kämpferin für die Frauenemanzipation. Aber sie hatte am eigenen Leib erfahren, wie eingeschränkt das gesellschaftlich anerkannte Lebenskonzept für Mädchen und Frauen damals aussah: Handarbeiten, malen, musizieren und warten auf den Mann. Deshalb begrüßte sie das Streben der Frauen nach selbständigem Handeln und die Entwicklung außerhäuslicher Fähigkeiten: &quot;Nach Jahrhunderten als Zweite-Klasse-Bürger fangen Frauen an zu träumen, von Freiheit und Gleichheit mit dem Mann.&quot;<a href="#_ftn1">[1]</a> In den folgenden Jahren verbreitet sich die Pfadfinderinnen-Idee auf der ganzen Welt. 1928 gründet sich der Weltverband WAGGGS (World Association of Girl Guides and Girl Scouts), der bis heute in seinen Grundlagen nahezu unverändert ist. Bei der Gründung gehörten ihm 28 Mitgliedsländer an, heute sind mehr als 140 Länder im Weltverband Mitglied.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>WIE ENTSTAND DIE PSG?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) wurde 1947 als Verband katholischer Pfadfinderinnen für die amerikanische Besatzungszone gegründet. Sie hatte drei Wurzeln:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Das Anknüpfen an die Tradition des Bundes Katholischer Pfadfinderinnen der 1931 im Saarland, der Pfalz und in Nordbaden gegründet worden war und 1935 während des Nationalsozialismus verboten wurde, sowie an die Hildegardispfadfinderinnen aus dem Aachener Raum. Die Töchter der Mitglieder dieser Bünde wollten einfach wieder damit anfangen, womit ihre Mütter begonnen hatten.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Die Eigeninitiative von Mädchen und jungen Frauen, die in Schul- und Mädchenbüchern von Pfadfinderinnen - vor allem in England und den USA - gelesen hatten oder deren Brüder sich in der DPSG neu organisierten (...).</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Die Bemühungen der Vertreterinnen des Weltbundes in der amerikanischen und britischen Besatzungszone, den Boden für eine pfadfinderische Arbeit mit Mädchen zu bereiten.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Es war still. Die Ruhe nach den Kämpfen in den Straßen wirkte gespenstisch. Fremde Soldaten mit Gewehren huschten, rannten an den Häusern vorbei. Hin und wieder hörte man noch einen Schuss. Wir waren davongekommen, saßen nun abwartend in den Kellerräumen der teilweise auch beschädigten Häuser. Wir: Jugendliche - 16, 17 Jahre alt, Frauen, Mütter und ältere Männer... . Das war der erste Eindruck nach dem für uns verlorenen Kampf. Dann war nur noch Leere. Das sollte also Frieden werden, Freiheit bedeuten.“<sup>3<a href="#_ftn2">[2]</a></sup> Mit dem Ende des Krieges im Jahre 1945 gab es sehr persönliche Motive wie Einsamkeit, Trauer oder auch nur Neugier, um sich mit Gleichgesinnten jungen Menschen zusammenzuschließen. Der Krieg hatte ein breites Lernpotential und kollektive Existenzumbrüche geschaffen. Zwar stand für die Jugend das Organisieren des Lebensalltages im Vordergrund, aber zugleich suchten die Jugendlichen nach neuen Werten und Orientierungen. Es gab nicht die „Stunde Null“, in der die Jugendverbandsarbeit begann. An vielen Orten kam es zu Zusammenschlüssen von ehemals kirchlichen Gruppen, aber auch Gruppen mit gemeinsamen sozialen oder Freizeitinteressen fanden zusammen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Gründung der PSG im Jahre 1947 in München ging voraus, dass es bereits eine größere Anzahl von örtlichen Gruppen und Stämmen in allen drei Zonen gab. Ihnen fehlte zumeist die Anerkennung und somit die Lizenz durch die jeweiligen Militärregierungen. Jedoch waren in Bayern sehr früh sehr viele Gruppen anerkannt und konnten sich zusammentun. Im selben Jahr folgte eine Einladung des Weltbundes nach Rüdesheim zu einem Camp, an dem sowohl ausländische Pfadfinderinnen als auch Vertreterinnen anderer deutscher Pfadfinderinnenbünde teilnahmen. Erste offizielle Kontakte zum Weltverband (WAGGGS) und seinen Mitgliedern wurden geknüpft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als sich die PSG 1947 gründete, waren Vertreterinnen aus drei westlichen Zonen und aus Berlin beteiligt. Eine allgemeine Anerkennung des Verbandes gab es zunächst nur für die amerikanische Besatzungszone, dann aber auch für die britische und zuletzt für die französische Besatzungszone.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am 15. Juni 1947 fand das erste Bundesthing statt, der Vorläufer der heutigen Bundesversammlung. Dort wurde eine erste Satzung verabschiedet und eine erste Bundesordnung entworfen. Sitz des Verbandes war zunächst München, und hier die Pfarrei St. Bonifaz. Zur ersten Bundesmeisterin wurde Resi Flurer-Bayer gewählt. Im gleichen Jahr wurde die PSG Mitglied im BDKJ, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend und gründete mit CP, den Christlichen Pfadfinderinnen, und BDP, dem Bund Deutscher Pfadfinderinnen, in der amerikanischen Besatzungszone den Ring Deutscher Pfadfinderinnenbünde, der knapp ein Jahr später auch in Hamburg für die britische Besatzungszone entstand und sich 1949 als RDP in der Bundesrepublik Deutschland konstituierte - zwei Wochen nach Gründung des Deutschen Bundesjugendringes, in dem die PSG zunächst noch über den BDKJ vertreten war, bis der Ring zu Beginn der 50er Jahre als Mitgliedsverband aufgenommen wurde.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Heute ist die Pfadfinderinnenschaft St. Georg der bundesweit einzige eigenständige katholische Mädchen- und Frauenverband.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Insbesondere vor dem Hintergrund des fortbestehenden Patriarchats besteht weiterhin der Bedarf für besondere Räume wie einen Mädchen- und Frauenverband. Trotz der Fortschritte in Richtung Gleichberechtigung gibt es nach wie vor geschlechtsspezifische Ungleichheiten und Diskriminierung, die Frauen, Mädchen, sowie weitere FINTA* Personen in vielen Bereichen ihres Lebens erfahren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Patriarchat ist ein gesellschaftliches System, das männliche Dominanz und Kontrolle über politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Institutionen beinhaltet. Es manifestiert sich in verschiedenen Formen von Geschlechterdiskriminierung, wie z. B. Lohnungleichheit, begrenztem Zugang zu Bildung und Arbeitsmöglichkeiten, sowie Gewalt gegen Mädchen, Frauen und weiteren Finta*-Personen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein inklusiver Mädchen- und Frauenverband spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung der Rechte und des Empowerments von Mädchen, Frauen und weiteren Finta*-Personen. Er bietet einen sicheren Raum für Mädchen und Frauen, um sich auszutauschen, zu vernetzen, zu lernen und sich gemeinsam für Veränderungen einzusetzen. Durch Gruppenstunden, Programme, Fortbildungen und Kampagnen trägt der Verband dazu bei, Bewusstsein zu schaffen, Ungerechtigkeiten anzuprangern und die gesellschaftliche Position von Mädchen, Frauen und weiteren Finta*-Personen. zu stärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>ÜBER 100 JAHRE ALT – UND IMMER NOCH AKTUELL?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Frage stellt sich ganz natürlich, wenn man sich die Kinder und Jugendlichen in der heutigen Zeit ansieht und die Lebenswelten in denen sie leben. Aber auch gerade darin findet sich die Antwort. Kindheit heute fußt auf gänzlich anderen Bedingungen als zu Zeiten des Gründers. Kindheit heute, so liest man in der einschlägigen pädagogischen Literatur, ist zu großen Teilen eine institutionell gestaltete Kindheit. Es gibt viele Freizeitangebote, die in bestimmten Institutionen stattfinden und deshalb keine frei wählbare Freizeit mehr sind, z.B. Musikschule oder Vereinssport. Das führt dazu, dass viele Kinder auch außerhalb der Schule bereits einen ausgefüllten Terminkalender haben. Die Eigentätigkeit und das Spiel bleiben dabei außen vor. Institutionalisierte Freizeitangebote bringen auch veränderte Freundschaften mit sich. Man sieht zwar einerseits viele Kinder, aber lernt sie nicht unbedingt gut kennen. Will man sich mit ihnen zum Spielen verabreden, müssen häufig lange Wege zurückgelegt werden oder Kinder sind darauf angewiesen, dass sie gefahren werden. Institutionalisierte Freizeitangebote heißt auch, dass Kinder ihre Lebensumwelt nur noch als einzelne Inseln wahrnehmen. Da ist die Insel Musikschule, die Insel Vereinssport, die Insel Einkaufszentrum, etc.. Oft führt das dazu, dass zur Erkundung der näheren häuslichen Umgebung kaum Raum ist. Ein weiterer wichtiger Punkt der veränderten Kindheit ist das Stichwort Medien und damit verbunden ein (Er)leben aus zweiter Hand. Ein Großteil der Freizeit verbringen Kinder heute zu Hause (oder unterwegs) vor dem Fernseher, Computer oder Smartphone. Die (sozialen) Medien sind ein großer Bestandteil des Lebens junger Menschen, aber sie sind trotzdem nur ein Ersatz oder eine Erweiterung für die Wirklichkeit. Es macht einen Unterschied, ob man ein Feuer im Fernsehen oder auf Social Media sieht oder ob man es selbst erlebt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das sind nur ein paar Beispiele für die Veränderungen, denen Kindheit unterworfen ist. Sie können aber beispielhaft zeigen, warum die Pfadfinder*innenbewegung eine aktuelle und sinnvolle Bewegung ist. Kinder, die in einer Pfadfinder*innengruppe sind, können über die Inhalte ihrer Gruppenstunden selbst entscheiden; das kann ein Projekt sein oder das freie Spiel, aber natürlich auch der Besuch im Schwimmbad. Kinder in einer Pfadfinder*innengruppe lernen viele unterschiedliche Kinder kennen, und haben viel Zeit in Ruhe mit ihnen zu spielen. Denn neben den regelmäßigen Gruppenstunden gibt es auch Wochenendfahrten oder Zeltlager. Erfahrungen aus zweiter Hand werden zu Erfahrungen aus erster, denn das Prinzip „Learning by doing“ ermöglicht es, alle Dinge auszuprobieren, die von den Kindern ausprobiert werden wollen. Und nicht zuletzt ist ein Schwerpunkt der Pfadfinderei, das Erleben von Natur zu ermöglichen, auch wenn die Kindergruppe im städtischen Bereich angesiedelt ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Festgeschrieben haben wir dies ganz besonders in den sechs Elementen unserer Pädagogik und in der Projektmethode.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>LITERATUR</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Baden-Powell, Olave: Window of my heart. London 1973.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Pfadfinderinnenschaft St. Georg (Hrsg.): Mädchenarbeit im Wandel. Münster 1999.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Pfadfinderinnenschaft St. Georg – Diözesanverband Freiburg (Hg.): Grenzenlos. Freiburg 1993.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> Baden-Powell (1973)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Pfadfinderinnenschaft St. Georg (1999), S. 29</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Anhang zu Antrag 6</p></div></div><h2>Anhang</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 May 2024 20:41:21 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A7.2: NEU! Anhang Grundlagentext &quot;Wir sind Mädchen und Frauen&quot;</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/motion/52817</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/motion/52817</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragssteller*innen</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bundesleitung</p></div></div><h2>Wortlaut des Antrages</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>INKLUSIVE MÄDCHEN ARBEIT IN DER PSG</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die PSG verfolgt schon immer das Ziel Mädchen und Frauen zu stärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns als Pfadfinder*innen ist die inklusive Mädchenarbeit ein pädagogischer Ansatz, der einen sicheren und unterstützenden Raum schafft, in dem alle Mitglieder gleichermaßen anerkannt, respektiert und gefördert werden können, unabhängig von ihren individuellen Merkmalen oder Hintergründen. Dabei werden verschiedene Dimensionen der Vielfalt berücksichtigt, einschließlich ethnischer oder kultureller Herkunft, sexueller Orientierung, sozioökonomischem Hintergrund, körperlicher sowie geistiger Fähigkeiten. Gleichermaßen erkennen wir an, dass sich die geschlechtliche Identität unserer Mitglieder im Laufe ihres Verbandslebens ändern kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Inklusive Mädchenarbeit strebt danach, Barrieren abzubauen, Chancengleichheit zu fördern und eine vielfältige und inklusive Gemeinschaft zu schaffen, in der jede einzelne Person ihr volles Potenzial entfalten kann. Sie fördert Solidarität, Empowerment und soziales Engagement um eine gerechte und gleichberechtigte Zukunft für alle herbeizuführen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol><li>Porträt der pfadfinderischen Mädchenarbeit</li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Look at the girl“ – diese Aufforderung ist seit der Gründung der Pfadfinderinnenbewegung der wichtigste Grundsatz pfadfinderischen Mädchenarbeit. Aus Baden-Powells Leitsatz „Look at the boy“ für die Gruppenleiter der Pfadfinderbewegung, entwickelte sich die mädchenspezifische Variante schon bald nach Entstehung der ersten Pfadfinderinnengruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Übersetzt bedeutet dies, dass wir Mädchenarbeit fördern und diese grundsätzlich bei den Bedürfnissen von Mädchen und Frauen ansetzt. In unserer Arbeit berücksichtigen wir, dass Kinder aufgrund ihres biologischen Geschlechtes vielfach von Geburt an auf unterschiedliche Aufgaben, Funktionen und Rollen hin erzogen werden, sei es auf Grund von Erziehungsmaßnahmen und versteckt durch die Sozialisation in eine immer noch durch überholte Geschlechterrollenvorstellungen geprägte Gesellschaft. Sie setzt am Ist-Stand an („Look at the girl“), bestärkt vorhandene Stärken, macht Mut, Neues auszuprobieren und neue Fähigkeiten zu entwickeln, und deckt andererseits Benachteiligung, Abwertung und Einengung in ihren gesellschaftlichen Zusammenhängen auf.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Mädchenarbeit der PSG sieht sich damit integriert in den 1996 vom Weltverband der Pfadfinderinnen WAGGGS (World Association of Girl Guides and Girl Scouts) klar formulierten Auftrag der Welt-Pfadfinderinnenbewegung: Mädchen und junge Frauen zu befähigen, all ihre Fähigkeiten zu entfalten, um verantwortliche Bürgerinnen in der Welt zu werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„ W A G G G S ‘ M I S S I O N IS TO E N A B L E G I R L S A N D Y O U N G W O M E N T O D E V E L O P T H E I R F U L L E S T P O T E N T I A L A S R E S P O N S I B L E C I T I Z E N S O F T H E W O R L D . “</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><ol start="2"><li>Erweiterung der feministischen Arbeit in der PSG:<br>
Intersektionaler Feminismus</li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sehen aber, dass in der patriarchalen Gesellschaft auch heute Menschen aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden. Diese Diskriminierung betrifft neben Mädchen und Frauen auch inter*, nichtbinäre, trans* und agender Personen<sup>1</sup>. Deshalb wollen wir unsere feministische Arbeit für FINTA*-Personen innerhalb unseres Verbandes ausweiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die PSG hat sich in der Verbandsgeschichte bewusst entschieden, ein Mädchen- und Frauenverband zu sein. Wir wollen weiterhin Räume bieten, die eine Reflexion von Geschlechterrollen ermöglicht und unsere Arbeit auf feministischen Ansätzen aufbauen. Andererseits sehen wir auch, dass der binäre Ansatz auf dem diese Arbeit ursprünglich basiert, nicht Realität ist. Wir wissen, dass Geschlechtsidentität nicht bei der Geburt bestimmt wird.<br><em>(Auszug aus dem Positionspapier „Geschlechtervielfalt in der PSG“ 2022)</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Ganzen betrachtet werden in der patriarchalen Gesellschaft durch die existierenden strukturellen Ungleichheiten und Machtverhältnisse unterschiedliche Arten der Diskriminierung aufrechterhalten. Deshalb siedelt die PSG ihre feministische Arbeit im intersektionalen Feminismus an.<br>
Intersektionaler Feminismus bezieht sich auf die Anwendung eines feministischen Rahmens, der die verschiedenen Identitäten und Erfahrungen berücksichtigt, mit denen Frauen und weitere FINTA* Personen konfrontiert sind. Dies beinhaltet, dass sich verschiedene Formen der Unterdrückung und Diskriminierung miteinander überlappen und gegenseitig verstärken. Das Ziel in der PSG besteht darin, eine Umgebung zu schaffen, in der alle Mädchen, junge Frauen und weitere FINTA* Personen sich unterstützt, respektiert und repräsentiert fühlen, unabhängig von ihren individuellen Merkmalen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>AUFGABEN DER INKLUSIVEN MÄDCHENARBEIT IN DER PSG</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der inklusiven Mädchenarbeit steht die Selbstbestimmung und -entfaltung der jungen Menschen im Mittelpunkt und hat damit zur Aufgabe einen Raum zu schaffen, in dem junge Menschen ihre Stärken entdecken, ihre Potenziale entfalten und zu selbstbestimmten Individuen einer inklusiven und gerechten Gesellschaft heranwachsen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><ul><li><span class="underline">Förderung von Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung</span>:<br>
Unsere Mitglieder dazu befähigen, selbstbestimmt zu handeln und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Sie sollen ein starkes Selbstbewusstsein entwickeln und ihre eigenen Bedürfnisse und Interessen vertreten können.</li><li><span class="underline">Verständnis für Selbstwirksamkeit</span>:<br>
Unsere Mitglieder in ihrer persönlichen Entwicklung stärken und ihnen ein positives Selbstbild vermitteln. Das Ziel ist, ihre Selbstwirksamkeit zu fördern und sie in ihrer individuellen Entfaltung zu unterstützen.</li><li><span class="underline">Verantwortung für den eigenen Fortschritt</span>:<br>
Unsere Mitglieder übernehmen die Verantwortung für ihre persönliche Entwicklung. In der inklusiven Mädchenarbeit haben alle die Freiheit, selbstbestimmt zu entscheiden, was sie lernen und wofür sie sich engagieren möchten.</li><li><span class="underline">Kritische Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen</span>:<br>
Ein zentrales Ziel ist es, unsere Mitglieder für Geschlechterstereotypen und Rollenklischees zu sensibilisieren. Es geht darum, diese Rollenbilder kritisch zu hinterfragen und Mädchen, junge Frauen und weitere FINTA* Personen zu ermutigen ihre Identität selbst zu definieren.</li><li><span class="underline">Förderung von Gleichberechtigung und Partizipation</span>:<br>
Die Mädchen, junge Frauen und weitere FINTA* Personen werden ermutigt, ihre Rechte einzufordern und sich aktiv an Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Sie werden gestärkt als gleichberechtigte Partner*innen in der Gesellschaft zu agieren.</li><li><span class="underline">Schaffen von Räumen für Mädchen und junge Frauen</span>:<br>
Die inklusive Mädchenarbeit in der PSG bietet geschützte Räume, in denen sich die Mitglieder frei entfalten, ausprobieren und ihre Fähigkeiten entwickeln können. Es werden Übungsfelder bereitgestellt, in denen Mädchen, junge Frauen und weitere FINTA* Personen ihre Stärken entdecken und Herausforderungen meistern können.</li><li><span class="underline">Empowerment und Solidarität</span>:<br>
Das Empowerment von Mädchen, jungen Frauen und weitere FINTA* Personen wird gefördert und ihre Solidarität untereinander gestärkt. Sie werden ermutigt, sich gegenseitig zu unterstützen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam für ihre Rechte einzutreten.</li><li><span class="underline">Sensibilisierung für gesellschaftliche Ungleichheiten</span>:<br>
Es werden Themen wie Sexismus, Rassismus und andere Formen von Diskriminierung aufgegriffen, um unseren Mitgliedern zu einem kritischen Bewusstsein und einer aktiven Haltung gegenüber sozialen Ungerechtigkeiten zu verhelfen.</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>G R U N D L A G E N U N S E R E S GESCHLECHTSSENSIBLEN-P Ä D A G O G I S C H E N</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>A N S A T Z E S</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.1 Ganzheitliche und inklusive Förderung im Rahmen der pfadfinderischen Bildung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir als PSG verstehen unter pfadfinderischer Bildung, junge Menschen ganzheitlich zu sehen und sie in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Dabei werden nicht nur Wissen und Fähigkeiten vermittelt, sondern auch Werte, soziale Kompetenzen und ein Verständnis für die Natur und die Gesellschaft entwickelt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jede Einzelne soll ermutigt werden, ihre Entwicklung aktiv in die Hand zu nehmen und für sich Verantwortung zu übernehmen. Dabei streben wir eine umfassende Entfaltung ihrer Potenziale an. Pfadfinderische Bildung zielt somit auf Selbstbestimmung und aktive Teilhabe ab.<br><br>
Wir als PSG sehen Menschen ganzheitlich, dies beinhaltet auch, dass menschliche Eigenschaften grundsätzlich weder geschlechtsgebunden, noch an sich gut oder schlecht, stark oder schwach, wertvoll oder wertlos sind. Entsprechend den Zielen der Pfadfinder*innenbewegung und auf der Grundlage christlich geprägter Werte und Zielvorstellungen bewerten wir Eigenschaften und Kompetenzen geschlechtsungebunden. Die Fähigkeiten jeder Einzelnen sollen durch unsere pädagogische Arbeit gefördert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.2 Arbeit in geschützten Räumen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir möchten die PSG als geschützten Raum sein indem unsere Mitglieder die Möglichkeit haben, ihre eigene Stimme zu finden und zu nutzen. Sie werden ermutigt aktiv ihre Lebenswelt zu gestalten und sich unabhängig von Rollenvorstellungen zu entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die inklusive Mädchenarbeit trägt dazu bei, Stereotypen, Vorurteile und Ungerechtigkeiten abzubauen und ermöglicht unseren Mitgliedern sich zu eigenständigen Persönlichkeiten zu entwickeln. Dabei spielt die Förderung von Solidarität, Empathie und gegenseitigem Respekt eine zentrale Rolle, um ein harmonisches Miteinander zu schaffen und alle Mädchen, junge Frauen und weitere FINTA* Personen in ihrer Vielfalt zu unterstützen. Mithilfe unserer geschützten Räume tragen wir dazu bei das sich unsere Mitglieder zu eigenständigen Persönlichkeiten heranwachsen, die aktiv an der Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft mitwirken. Es ist wichtig, dass alle Mitglieder, unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität, sich akzeptiert, respektiert und unterstützt fühlen.<sup>2</sup><br><br>
Die grundlegende Arbeit der PSG beruht auf den „sechs Elementen der pfadfinderischen Pädagogik“. Diese wird im Grundlagentext „Wir sind Pfadfinderinnen“ beschrieben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Inklusive Arbeit in Politik</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Inklusive Mädchenarbeit bedeutet, dass wir uns nicht nur auf pädagogische, sondern auch auf politische Aspekte konzentrieren. Pädagogik und Politik sind untrennbar miteinander verbunden und spielen eine zentrale Rolle in unserer Arbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Was wir tun: </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir hinterfragen die gesellschaftlichen Zusammenhänge, die Menschen auf Geschlechterrollen festlegen, und wirken aktiv Benachteiligung entgegen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir setzen uns öffentlich in allen Bereichen der Gesellschaft für Gleichstellung und Gleichberechtigung ein, um bestehende ungleiche Strukturen aufzubrechen und eine Veränderung und Neugestaltung der Gesellschaft zu bewirken.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zusätzlich zu unserem Verständnis von inklusiver Mädchenarbeit als politisches Handeln bieten wir einen sicheren Raum, in dem unsere Mitglieder ihre Stimme erheben können und Platz ist jugendpolitische Erfahrungen zu sammeln.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir unterstützen mit unserer Pädagogik Mitglieder, ihre eigenen Stärken zu erkennen und entwickeln. Wir fördern ihre Selbstbestimmung, Stärke und Resilienz, damit eigenständig in der Gesellschaft agieren und zu positiven Veränderungen beitragen können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Was wir fordern:</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir streben nach konkreten Maßnahmen und Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft. Die Politik muss aktiv Gesetze und Programme fördern, die eine tiefgreifende gesellschaftliche Sensibilisierung für Geschlechterfragen ermöglicht. Dies erfordert eine umfassende Integration von Themen der Geschlechtergerechtigkeit in Bildungseinrichtungen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Darüber hinaus müssen bestehende Gesetze überprüft und aktualisiert werden, um eine nachhaltige Gleichberechtigung zu gewährleisten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Es ist ebenso wichtig, bestehende ungleiche Strukturen in der Gesellschaft zu überdenken und neu zu gestalten. Dazu gehören die Förderung von Frauen in Führungspositionen, die Schließung von Gehaltslücken und die Schaffung von Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, Beruf und Familie besser zu vereinbaren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Nicht zuletzt müssen Frauen und FINTA* Personen aktiv in Entscheidungsprozesse auf allen Ebenen eingebunden werden. Politische Maßnahmen sollten darauf abzielen, Frauen und FINTA* Personen zu stärken und ihre Partizipation in politischen Gremien, öffentlichen Institutionen und Unternehmen zu fördern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Forderungen stellen eine erweiterte Ausgestaltung unseres Engagements für Gleichberechtigung dar. Sie zeigen unseren Willen, konkrete Veränderungen in der Gesellschaft herbeizuführen und eine nachhaltige Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>S C H L U S S B E M E R K U N G</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Gesellschaft unterliegt ständigen Veränderungen und mit ihr ändert sich auch die PSG. Seit unserer Verbandsgründung hat es immer wieder Neu- und Weiterentwicklungen in der Struktur und Pädagogik unseres Verbandes gegeben mit der wir auch eine Vorreiter*innenrolle für gesellschaftliche Veränderungen waren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Grundprinzipien unserer pfadfinderischen Methode, insbesondere das Prinzip &quot;Look at the girl&quot;, bleiben auch weiterhin zentral für unsere Arbeit. Wir streben danach, eine Pfadfinder*innenarbeit zu gestalten, die allen Mitgliedern gerecht wird und Raum für individuelle Entfaltung bietet. Dabei legen wir nicht nur Wert auf die Anerkennung und Bekämpfung von Benachteiligung, sondern auch auf die Förderung von Empowerment und Selbstwirksamkeit. Indem wir Mitglieder ermutigen, ihre Fähigkeiten zu entfalten und ihre Stimmen zu erheben, tragen wir dazu bei, eine inklusive und gerechte Gesellschaft zu gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><sup>1</sup> FINTA*: Frauen, Inter*, Nichtbinäre, Trans* und Agender Personen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><sup>2</sup><strong>Exkurs PSG Diözesanverband Aachen</strong>: Die feministisch pfadfinderische gendersensible Arbeit mit parteilichem Fokus auf Mädchen und Frauen des Diözesanverbandes Aachen, in dem alle Menschen unabhängig des Geschlechts Mitglied sein können, hat eine eigene Tradition, die auf die Teilnahme der PSG an einem weltweiten Modellprojekt des Weltverbandes WAGGGS Anfang der 80er Jahre zurück geht. Im Rahmen dieses Projektes nahm der Diözesanverband Aachen Jungen auf und dies setzt sich bis heute fort.<br>
Dennoch leistet auch die PSG Aachen inklusive Mädchen- und Frauenarbeit. Dies ergibt sich aus der geschichtlichen Vergangenheit und Zugehörigkeit zum Weltverband der Pfadfinderinnen, wie auch an der Überzeugung unserer Pädagogik und Grundhaltung, die als Antwort auf die patriarchalen Machtstrukturen unserer Gesellschaft verstanden wird. (weitere Informationen in dem „Konzept zur gendersensiblen Arbeit der PSG Aachen“)</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Anhang Antrag 7: NEU 2. Versand</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 May 2024 20:25:42 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A8.2: NEU! Anhang Grundlagentext &quot;Wir sind katholisch&quot;</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/neu-anhang-grundlagentext-wir-sind-katholisch-43421</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/neu-anhang-grundlagentext-wir-sind-katholisch-43421</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragssteller*innen</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bundesleitung</p></div></div><h2>Wortlaut des Antrages</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Einleitung</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Glaube und Spiritualität sind Teil von Pfadfinden. Lord Baden-Powell (B.P.), der Gründer der Pfadfinder*innenbewegung, war Christ und hat gesagt, dass die Pfadfinderei an sich schon eine religiöse Dimension hat und ohne sie nicht denkbar ist. Dabei ging es ihm nicht nur um Wissensvermittlung von Glaubensinhalten, sondern Gott durch und in der Natur zu erkennen. Er folgerte daraus, dass die Pfadfinder*innenbewegung somit eine natürliche Motivation zum Engagement für die Natur und für die Menschen als Teil der göttlichen Schöpfung habe.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ausführungen zum Grundlagentext zum Standbein “wir sind katholisch” erfolgen in einem Dreischritt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Die Beschreibung der Religiosität der weltweiten Pfadfinder*innenbewegung innerhalb der PSG</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Die christlichen Elemente, wie sie in der PSG gelebt werden</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Die katholischen Merkmale der PSG</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><strong>Wir sind religiös</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kinder und Jugendliche haben eine große Sehnsucht nach Sinn, Orientierung und Hoffnung. Glaube und Spiritualität können dieser eine Ausdrucksform geben und gleichzeitig Orientierungspunkt und Beheimatung sein. Auch wenn sie geprägt sind von Tradition, Zukunftsvision, Glaubensgeheimnissen und Alltagserfahrungen in Familie, Freundeskreis und Gesellschaft, fordern sie jedes Individuum zu einer persönlichen Auseinandersetzung heraus. In diesem Spannungsverhältnis suchen wir als Verband nach neuen und eigenen Wegen, Glauben und Spiritualität in unserem Leben umzusetzen. Konkret geschieht das durch Gruppenarbeit, Aktionen und Engagement in verschiedenen Projekten, Meditation und Gebet, Wegzeiten und insbesondere durch die gelebte Gemeinschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als katholischer Verband ist es das ausdrückliche Ziel der PSG, religiöse Alltagsfragen zu stellen und so Räume zu eröffnen, in denen Gott als Schöpfungskraft erlebbar und Glaube besprechbar wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2.1 Religiöse Erfahrungsräume</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Pfadfinder*innen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><ul><li>können eine Gemeinschaft erleben, in der sie sich angenommen fühlen</li><li>können Sensibilität für Heiliges und tiefe Erfahrungen entwickeln</li><li>können sich ansprechen lassen für religiöse Feiern, Rituale und symbolische Handlungen</li><li>können die religiöse Dimension in alltäglichen Erfahrungen sehen</li><li>können von ihren Erwartungen und Hoffnungen erzählen</li><li>können von ihren Glaubenserfahrungen und Zweifeln in und mit ihrer Glaubensgemeinschaft sprechen</li><li>können in der PSG ihre Spiritualität neu entdecken, weiterentwickeln und mitteilen</li><li>können die Freiheit erleben, aufeinander zuzugehen, die Kraft, Traditionen zu übersetzen und die Möglichkeit, an der Veränderung der Gesellschaft mitzuwirken</li><li>können in der PSG Selbstverständlichkeiten hinterfragen und Entscheidungen treffen</li><li>können sich für eine bessere Welt engagieren und mit kontinuierlicher Arbeit, Aktionen, Kampagnen und Gottesdiensten Hoffnungszeichen setzen</li><li>können den Blick auf die Weltreligionen erweitern und internationale Kontakte pflegen</li><li>können Partei für sich selbst und andere ergreifen</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2.2 Die Religiosität der pfadfinderischen Pädagogik</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die sechs Elemente der Pfadfinder*innenschaft St. Georg sind die Grundlagen der PSG-Arbeit und<br>
-Pä­da­gogik. Sie ergänzen sich und sind gleichzeitig Weg und Ziel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Indem die sechs Elemente als Wegmarken der Pädagogik dienen, wird auch die religiöse Grundhaltung deutlich: Pfadfinder*innen können in Freiheit und Selbstbestimmung ihre eigenen spirituellen und religiösen Kompetenzen entdecken und entfalten. Unsere Mitglieder haben im Gottesdienst die Möglichkeit, ihre Lebenswelt einzubringen. In spirituellen Angeboten kreativ werden zu können, eröffnet Pfadfinder*innen eine persönliche Beteiligung und ermutigt dazu, sich in Glaubensfragen zu engagieren. Hier eigene positive Erfahrungen machen zu können, geht mit einem wachsenden Selbstbewusstsein einher und trägt dazu bei, dass Pfadfinder*innen sich in ihrer Glaubensgemeinschaft beheimatet fühlen. Die Auseinandersetzung mit der Umwelt fordert uns dazu auf, aktuelle gesellschaftliche und kirchenpolitische Themen zu hinterfragen und Stellung zu beziehen. So kann jedes Mitglied die eigene Umwelt gestalten und sich an demokratischen Prozessen aktiv beteiligen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2.3 Die pfadfinderische Tradition: religiöse Elemente</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die implizit religiöse Dimension der Pfadfinder*innenbewegung findet ihren sichtbaren Ausdruck unter anderem in:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Halstuch / Tracht</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Tracht und das Halstuch waren ursprünglich gedacht, um Unterschiede in der Herkunft nicht sichtbar werden zu lassen. Noch stärker als heute ließen sich Standesunterschiede vor allem an der Kleidung ablesen. In der Kleidung wird heute der Glaubensgrundsatz sichtbar, dass von Gott alle Menschen gleich geliebt werden. Heute verbinden sie die Pfadfinder*innen durch Tracht und Halstuch zu einer nach außen hin sichtbarer Gemeinschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Thinkingday</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Geburtstag von Lady Olave und Lord Robert Baden-Powell am 22. Februar ist ein Tag, der die Verbundenheit und Solidarität von Pfadfinder*innen auf der ganzen Welt deutlich macht. Mit dem Thinkingday- Groschen werden Projekte der internationalen Pfadfinder*innenbewegung unterstützt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><strong>Wir sind </strong><strong>christlich</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die PSG ist ein christlicher Verband, in dem Gemeinschaft, Wertschätzung, Würde und Akzeptanz gelebt werden. Damit schafft sie einen Raum, in dem christliche Nächstenliebe erfahr- und erlebbar wird. Die PSG versteht sich als ein Wohlfühlort, der einerseits Sicherheit gibt, aber ebenso ermöglicht, Neues und Unbekanntes zu wagen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ankerpunkt und Orientierung sind die Botschaft Jesu. Deshalb sind wir in der Gemeinschaft der Christen verwurzelt. Als Mädchen- und Frauenverband ist es uns natürlich ein Anliegen, dass insbesondere Mädchen und Frauen, aber auch weitere Geschlechter, in der Kirche Gehör finden, dort agieren können und geschlechtergerechte Formen von Spiritualität in der Kirche Einlass finden. Eine theologische Disziplin, die ebenfalls dieses Anliegen hat, ist die feministische Theologie. Die PSG zielt die Ansätze der feministischen Theologie an, indem unter anderem eine geschlechtersensible Liturgie angestrebt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als kirchlicher Jugendverband wollen wir den Pfadfinder*innen entsprechende Räume bieten, um ihren Glauben und ihre Spiritualität zu entdecken und auszuprobieren. Wichtig ist uns dabei immer, dass jedes Mitglied selbst entscheiden kann, ob es an diesen Angeboten teilnehmen will.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>3.1 Unser Verständnis</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das lateinische Wort „spiritus“ bedeutet Hauch, Atem und Geist. So ist die Frage nach der Spiritualität die Frage danach, wessen Geistes Kinder wir sind und aus welchem Geist wir leben. Spiritualität bezeichnet jedoch für uns immer die persönliche Beziehung zu Gott. Für uns Pfadfinder*innen ist die Auseinandersetzung mit verschiedenen Gottesbildern und -begriffen wichtig; die Bibel dient dabei als Glaubensgrundlage. Als feministischer Verband schauen wir bewusst auf weibliche Vorbilder. Gott wählt auch Frauen als Akteur*innen, die wir als PSG aufgreifen und nahbar machen wollen. Unsere Spiritualität ist dadurch geprägt, dass wir als Pfadfinder*innen nach der Botschaft Jesu Christi leben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Spiritualität, Glaube und Lebenswelt sind eng miteinander verbunden. In der Nachfolge Jesu Christi tragen wir unseren Anteil dazu bei, das Reich Gottes zu verwirklichen und spürbar zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Umfeld unseres pfadfinderischen Handelns können wir zu einer Reifung der Persönlichkeit, zu einer Orientierung im Glauben und zu einer verantworteten Gestaltung unseres Lebens finden. “Pfadfinder*in sein“ heißt – orientiert an der Botschaft Jesu Christi – Mitverantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Pfadfinder*innen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>können die Gewissheit haben, dass jede einzelne Person von Gott angenommen und in Gottes Liebe geborgen ist</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>setzen sich für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit für alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion und Herkunft – ein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>können das Bewusstsein entwickeln, dass Gott in Kontakt zu uns tritt und unser Leben und die individuelle Lebensgestaltung bejaht; dabei steht jeder Mensch in der grundsätzlichen Freiheit vor und von Gott, das Leben selbstverantwortlich zu führen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>können sich mit Gottesbildern und Frauenfiguren in- und außerhalb der Bibel auseinandersetzen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>können eine Gemeinschaft erfahren, die alle Mitglieder in dessen Individualität trägt und die Hilfe, Solidarität, Kritik, Anerkennung, Nachsicht und Vergebung gewährt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>können sich zu gesellschaftspolitischen und sozialen Realitäten in der Öffentlichkeit positionieren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>können sich für die unantastbare Würde jedes Menschen einsetzen und bauen auf die internationale Solidarität, um dieses Ziel zu verwirklichen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>3.2 Die pfadfinderische Tradition: christliche Elemente</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Pfadfinder*innen stehen wir in einer Tradition, in der Zeichen und Symbole eine große Bedeutung haben. Bestimmte Ausdrucksformen tragen christliche Elemente in sich. Rituale, Symbole, Zeichen und Feiern werden auf heutige Lebenssituationen gedeutet und ausgestaltet. Darüber hinaus sind sie wichtige Identifikationsmöglichkeiten für die Mitglieder der PSG.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Kleeblatt</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als christlicher Verband führt die PSG das Kleeblatt mit dem Kreuz im Logo. Ein weiteres Zeichen der PSG ist ein Banner. Auf dem Banner befindet sich im Zentrum eines blauen Kreuzes das PSG-Kleeblatt. Seine drei Blätter symbolisieren die drei Versprechenspunkte – die Spielregeln, die Gemeinschaft und die Suche nach Gott im Leben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Versprechen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alle Pfadfinder*innen legen in jeder Altersstufe ein individuelles Versprechen ab. Jedes Mal ist das Versprechen wieder neu, die Zusage zur Mitgestaltung der Gemeinschaft und eine Bereitschafts­erklärung für die Regeln der Pfadfinder*innenschaft sowie ein freiwilliges Bekenntnis, Gott im eigenen Leben zu suchen. Das Versprechen kann in einer gottesdienstlichen Form gefeiert werden, kann Ausdruck der persönlichen Spiritualität sein und stellt eine Verbindung zum persönlichen Glauben der feiernden Pfadfinder*innen her. Die Gestaltung der Versprechensfeier zeigt, dass die Gemeinschaft das Versprechen entgegennimmt und dieses unterstützt. Hierbei wird Gott um Beistand und Unterstützung beim Einhalten des Versprechens gebeten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Morgen- und Abendrunden</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der religiöse Impuls am Morgen und der Tagesrückblick am Abend begleiteten das „Pfad finden“ durch den Tag. Das gemeinsame Schlusslied am Abend (z.B. „Taps“) verbindet Pfadfinder*innen in aller Welt und bringt gleichzeitig ihr Vertrauen auf Gottes Segen zum Ausdruck.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Friedenslicht aus Bethlehem</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Friedenslicht ist ein Zeichen für Freundschaft, Gemeinschaft, Hoffnung und Gerechtigkeit. Das Licht wird in der Geburtsstätte Jesu entzündet und wird weltweit durch Pfadfinder*innen von Hand zu Hand weitergegeben. Als Pfadfinder*innen erinnern wir uns bei der Weitergabe des Friedenslichtes an die Botschaft Jesu Christi und den Auftrag, den Frieden unter den Menschen zu verbreiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><strong>Wir sind katholisch</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die PSG ist ein katholischer Verband und damit Teil dieser Kirche. Sie ist insbesondere in Pfarreien und Bistümern gewachsen und angesiedelt. Als Christ*innen erleben wir unseren Glauben u.a. in der Gemeinde vor Ort, wobei die Stämme oftmals als Bindeglied zur Gemeinde fungieren. Als Pfadfinder*innen wird Glauben insbesondere in der Gruppe, im Stamm, auf Lagern, Kursen und bei Aktionen ausgeübt- und gelebt; dort, wo wir das Leben in Gemeinschaft erfahren und die Begegnung mit Gott spüren. Die PSG ist dabei ein eigenständiger Ort kirchlichen Zusammenlebens und öffnet den Raum, sich an Veränderungsprozessen in der katholischen Kirche zu beteiligen. In der PSG kommt es uns nicht nur darauf an, eine geschlechtergerechte Kirche mitzugestalten, sondern als Kinder- und Jugendverband haben wir auch die Aufgabe, eine Kirche mitzugestalten, in der sich Kinder und Jugendliche wohlfühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als katholischer Verband machen wir Kirche und Glaube erlebbar. Gemäß unserem Grundsatz „Look at the girl“ stellt die PSG insbesondere Mädchen und Frauen in den Mittelpunkt ihres Handelns. Wir bieten ihnen einen Rahmen, in dem sie in Gemeinschaft mit anderen sowie ihren eigenen Standpunkt in der Kirche und im Glauben finden, verändern und bestimmen können. Bei uns finden alle Menschen, unabhängig des Geschlechts, einen weiten Raum, in dem sie sich von der befreienden und herausfordernden Botschaft Gottes auf sehr individuelle Weise ansprechen und bewegen lassen und sich kreativ und schöpferisch erproben können, um so den eigenen Weg in Freiheit und Erfüllung zu gehen. Dieses zu tun und die Erfahrungen zu deuten und zu feiern, ist für uns ein wichtiger Aspekt von „katholisch sein“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>PSGler*innen, die sich mit den Lebensbereichen Glaube und Spiritualität nicht auseinandersetzen können oder wollen, erleben mit der PSG einen Verband, der ihnen gerade auch aus dem befreienden Verständnis heraus dafür Raum lässt. Das bedeutet, dass in unserem Verband alle Mitglieder sein können, unabhängig von der Konfession, Religion oder Glaubensrichtung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>4.1 Die pfadfinderische Tradition: katholische Elemente</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind katholisch! Das ist z.B. zu erkennen an:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><ul><li>unserem Namen</li><li>der überwiegenden Ansiedlung der Stämme in Pfarrgemeinden</li><li>der Gliederung in Diözesanverbänden</li><li>der Mitgliedschaft im BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) und der IKKP (Internationale Konferenz Katholischer Pfadfinder*innen)</li><li>der Beauftragung einer geistlichen Leitung in Vorstandsämtern</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ebenfalls eine katholische und pfadfinderische Tradition ist das Patronatsfest. Am 23. April wird das Fest des hl. Georg, des Schutzpatrons der katholischen Pfadfinder*innenbewegung, in vielen Gruppen und Stämmen gefeiert. Sein mutiges Eintreten für Verfolgte kann in heutigen Lebenssituationen gemäß dem Motto “Gegen die Drachen unserer heutigen Zeit” ein Vorbild sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>4.2 Geistliche Leitung</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Während Leitung im verbandlichen Kontext ein selbstverständlicher Begriff ist, erhält er in Kombination mit „geistlich“ eine andere Ausrichtung<a href="#_ftn1">[1]</a>. Mit der Wahl eines*einer Kurat*in in eine Vorstandsposition unterstreicht die PSG den Ausdruck und die Wichtigkeit einer geistlichen Leitung. PSGler*innen werden durch die Kurat*innen, welche die geistliche Leitung ausüben, auf der Suche nach eigenen religiösen Ausdrucksformen unterstützt und gefördert. Die geistliche Leitung kann alle Mitglieder auf dem Weg der Persönlichkeitsentwicklung begleiten und Orientierung geben. Sie wird als Person verstanden, die Impulse gibt, um die geistliche Grundausrichtung des Verbandes immer wieder neu zu vergegenwärtigen und zu reflektieren. Das erweiterte Verständnis trägt den Aussagen der Leitlinien zur Jugendpastoral<a href="#_ftn2">[2]</a> sowie der Theologie der Verbände<a href="#_ftn3">[3]</a> Rechnung und entspricht unserem Demokratieverständnis.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Angesichts des immerwährenden Bedeutungsverlustes von Kirche in der Gesellschaft ist die geistliche Leitung ein Sicherheitsgarant für Erlebnisräume und Ge­sprächs­möglichkeiten. Menschen glauben nahbaren und authentischen Bezugspersonen, die ihren Glauben und ihre Spiritualität spürbar, hörbar und sichtbar werden lassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Dienst der geistlichen Leitung besteht in der ausdrücklichen Einbindung der Jugendarbeit in den Gesamtauftrag und das Miteinander der Kirche. Deshalb hat die geistliche Leitung zur Aufgabe, die befreiende Botschaft Jesu Christi zu verkünden, in die Tat umzusetzen und zu feiern. Als Seelsorger*in begleitet die geistliche Leitung unsere Mitglieder und gibt Trost und Rat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kurat*in in der PSG zu sein bedeutet, Sehnsüchte und Visionen des Verbandes zu haben und diese weiterzuentwickeln. Wie alle Mitglieder der PSG mitverantwortlich sind für die Verwirklichung des Standbeins “wir sind katholisch&quot;, so trägt auch die geistliche Leitung Mitverantwortung für die Entwicklung des Verbandes. Das Verantwortungsbewusstsein für ethische und moralische Entscheidungen des Verbandes ist christlich geprägt. Die geistliche Leitung gibt immer wieder Anstoß zur und begleitet die Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich Leben verantwortungsvoll gestalten lässt. Als von der Kirche beauftragte Expertise ist die geistliche Leitung Nahtstelle und Bindeglied zwischen dem demokratisch strukturierten Jugendverband und der amtlich verfassten Kirche. Aufgrund des Amtes und der theologischen, spirituellen und pädagogischen Kompetenz hat die geistliche Leitung die Aufgabe, die Auseinandersetzung mit Glauben und Kirche zu fördern und zu fordern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die geistliche Leitung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>sorgt dafür, dass die geistliche Dimension im Verband lebendig und den einzelnen Mitgliedern zugänglich bleibt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>hält das Bewusstsein wach, dass die PSG ein feministischer Verband in der katholischen Kirche ist</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>setzt sich für die besondere Förderung von Mädchen und Frauen, ebenso wie von weiteren Geschlechtern, in der Kirche ein</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>vertritt die Interessen des Verbandes in kirchlichen Gremien und bringt Themen der Kirche in den Verband ein</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>entwickelt die pfadfinderischen Traditionen weiter, deutet Handlungen und Symbole und verknüpft sie mit der Lebenswirklichkeit der PSGler*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>fördert und begleitet die Mitglieder des Verbandes in deren Persönlichkeitsentwicklung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ermutigt Jugendliche, ihre eigene geistliche Kompetenz zu entdecken und zu entfalten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>unterstützt die Mitglieder, lebendige und zeitgemäße Ausdrucksformen ihres Glaubens im Handeln und im Gottesdienst zu finden und zu entwickeln.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><strong>Zielsetzung des Standbeins</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen in unseren Gruppen und Gremien eine Gemeinschaft anbieten, in der jede Person angenommen ist, liebevoll gesehen wird und einen Platz hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wertschätzung, Achtsamkeit, Freundschaft und Solidarität sind Grundhaltungen für einen gelingenden Umgang miteinander. Diese Grundhaltungen unterstützen Kinder und Jugendliche darin, Mensch zu sein und menschlich zu handeln. Pfadfinder*innenschaft eröffnet Lern- und Erfahrungsräume, um Gefühle wahrzunehmen, für Bedürfnisse und Überzeugungen einzutreten, sich auszuprobieren und Probleme zu benennen und anzugehen. Es ist uns wichtig, dass alle ernst genommen und akzeptiert sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Konkret verbinden sich damit folgende Zielsetzungen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir sehen die Wichtigkeit der geistlichen Leitungsämter und setzen uns für eine gute Besetzung ein und fordern eine institutionelle Stärkung und Absicherung des Amtes in der Kirche.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir setzen uns für mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten in der Kirche ein, insbesondere für Kinder und Jugendliche sowie für Mädchen und Frauen und andere benachteiligte Gruppen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir befähigen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und setzen uns für eine soziale und gerechte Gesellschaft ein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir setzen uns auf der Grundlage unserer demokratischen Struktur in Kirche und Gesellschaft für die Interessen unserer Mitglieder ein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir öffnen Räume, in denen alle die Möglichkeit haben, ihre Spiritualität neu zu entdecken, weiterzuentwickeln, auszuleben und miteinander zu teilen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir integrieren die frohe Botschaft Jesu Christi in unsere pfadfinderische Arbeit.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir ermutigen, Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen, eigenständige Entscheidungen zu treffen, Fragen nach Sinn, Werten und Zielen zu stellen, Traditionen neu zu interpretieren und sich für eine menschlichere Welt zu engagieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir setzen uns durch unser pfadfinderisches Wirken für die Verwirklichung des Reiches Gottes in dieser Welt ein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>B.P. fasst für sich den Sinn und das Ziel von Glauben in seinem letzten Brief zusammen: Er glaubt, dass Gott uns in die Welt gestellt hat, um darin glücklich zu sein und uns des Lebens zu freuen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> Wir beziehen uns im Text auf alle Stammes- und Diözesankurat*innen sowie der*des Bundeskurat*in.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Leitlinien zur Jugendpastoral von 2021: (<a href="https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2021/2021-184a-Leitlinien-zur-Jugendpastoral.pdf">https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2021/2021-184a-Leitlinien-zur-Jugendpastoral.pdf</a>)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref3">[3]</a> Arbeitshilfe vom BDKJ von 2015: (<a href="https://www.bdkj.de/themen/theologie-der-verbaende/arbeitshilfe">https://www.bdkj.de/themen/theologie-der-verbaende/arbeitshilfe</a>)</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>aktualisierter Anhang zu A8</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 May 2024 19:56:18 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A12: Entscheidung Zukunft PSG Bundeskursstätte Ahrhütte</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/entscheidung-zukunft-psg-bundeskursstatte-ahrhutte-20574</link>
                        <author>Susanne Rüber</author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/entscheidung-zukunft-psg-bundeskursstatte-ahrhutte-20574</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragssteller*innen</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bundesleitung und PWSG e. V. Vorstand</p></div></div><h2>Wortlaut des Antrages</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundesversammlung empfiehlt der PWSG e. V. Mitgliederversammlung (welche am 13.05.2024 tagt) den Verkauf der PSG Bundeskursstätte Ahrhütte.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der PWSG e. V. hat sich auf Grundlage des Prüfauftrags aus der Mitgliederversammlung im Jahr 2022 intensive Gedanken gemacht, welche Optionen es für die PSG Bundeskursstätte Ahrhütte in den kommenden Jahren gibt. Die intensive Recherche beinhaltete Einholung von Einschätzungen und Angeboten von Architekt*innen und Handwerker*innen, sowie die Heranziehung eines Wertgutachtens und die Recherche nach möglichen Fördermitteln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um möglichst den ganzen Verband bei einer so weitreichenden Entscheidung zu involvieren, wurden die Ergebnisse bereits bei einem digitalen Austausch im April den Delegierten und allen interessierten Gäst*innen präsentiert und intensiv diskutiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Für die Bundesleitung und dem PWSG e. V. Vorstand ist klar, dass eine Entscheidung über einen Erhalt oder einen Verkauf des Hauses keine rein betriebswirtschaftliche, sondern auch eine pädagogische und emotionale Entscheidung ist. Aus diesem Grund soll den Beschluss der Mitgliederversammlung ein Beschluss der Bundesversammlung auf inhaltlicher Ebene vorangehen. Daher möchten wir im Rahmen der Bundesversammlung die Zukunft von Ahrhütte auf inhaltlicher Ebene diskutieren und als Verband eine Empfehlung an die Mitgliederversammlung des Rechtsträgers, dem PWSG e. V. aussprechen.</p></div></div><h2>Anhang</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 May 2024 17:24:29 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A14: Beschlussfassung zur Zukunft von Ahrhütte</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/beschlussfassung-zur-zukunft-von-ahrhutte-20713</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/beschlussfassung-zur-zukunft-von-ahrhutte-20713</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragssteller*innen</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Martina Amboom, Katja Hügel, Bärbel Runkel, Daniela Wieland</p></div></div><h2>Wortlaut des Antrages</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundesversammlung möge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Beschlussfassung oder Empfehlung über die Weiterführung oder Auflösung der PSG Bundeskursstätte Ahrhütte muss mit einer 2/3-Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder erfolgen , wobei Enthaltungen nicht zugelassen werden.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Satzung der PSG sieht aktuell vor, dass Entscheidungen mit einfacher Mehrheit getroffen werden (Ausnahmen stehen in der Satzung*). Stimmenthaltungen werden dabei nicht mitgezählt. (Geschäftsordnung der PSG, §14.3)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>D.h. wenn zum Beispiel 50 % der anwesenden Stimmberechtigten sich enthalten, 26% für und 24% gegen einen Antrag stimmen, ist der Antrag angenommen. Wir halten 26% der anwesenden Stimmberechtigten für eine extrem dünne Grundlage, um eine dermaßen weitreichende Entscheidung zu treffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Entscheidung bzgl. Erhalt oder Verkauf der PSG Bundeskursstätte ist eine Entscheidung von großer Tragweite: sie ist nicht umkehrbar und sie hat langfristige Auswirkungen auf den gesamten Verband. Eine solche Entscheidung sollte daher von einer deutlichen Mehrheit des Verbandes getragen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>*Ausnahmen sind z.B.: Auflösung eines Diözesanverbandes „mit Dreiviertelmehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder“, Auflösung des Bundesverbandes mit „Dreiviertelmehrheit der stimmberechtigten Mitglieder“, Änderungen in der Geschäftsordnung „wenn 2/3 der stimmberechtigten Anwesenden zustimmt“ (Geschäftsordnung, §11.5).</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 May 2024 17:03:35 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä4 zu A14: Beschlussfassung zur Zukunft von Ahrhütte</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/motion/52782/amendment/60308</link>
                        <author>Bundesleitung</author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/motion/52782/amendment/60308</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Wortlaut des Antrages</h2><div id="section_22057_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 5 bis 10 löschen:</h4><div><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Wenn keine Mehrheit erreicht werden kann, benennt die Bundesversammlung Fragestellungen, die beantwortet werden müssen, oder Aktionen, die notwendig sind, um zu einer gemeinsamen Entscheidung kommen zu können.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Die Fragen und Aktionen werden von der Bundesleitung bis zur Bundesversammlung in 2025 beantwortet bzw. umgesetzt. Der Antrag wird auf der Bundesversammlung 2025 dann erneut von der Bundesleitung eingebracht.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 May 2024 16:07:39 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä3 zu A14: Beschlussfassung zur Zukunft von Ahrhütte</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/motion/52782/amendment/60307</link>
                        <author>Mainz</author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/motion/52782/amendment/60307</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Wortlaut des Antrages</h2><div id="section_22057_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 3 bis 4:</h4><div><p>Ahrhütte muss mit einer 2/3-Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder getroffen werden, wobei Enthaltungen <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">als Gegenstimmen gezählt</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">nicht zugelassen</ins> werden.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 May 2024 16:06:29 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A3.1: Anhang AuWei-Konzept</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/anhang-auwei-konzept-24375</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/anhang-auwei-konzept-24375</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragssteller*innen</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bundesleitung und TA-Team</p></div></div><h2>Wortlaut des Antrages</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>KONZEPTION FÜR DIE AUS- UND WEITERBILDUNG IN DER Pfadfinderinnenschaft St. Georg</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>INHALTSVERZEICHNIS</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc160445355">1. EINLEITUNG. 3</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc160445356">2. AUFBAU UND STRUKTUR DER AUS- UND WEITERBILDUNG IN DER PSG. 4</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc160445357">3. AUSBILDUNG FÜR GRUPPENLEITER*INNEN. 6</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc160445358">4. Fortbildungen 10</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc160445359">5. Weiterbildung in der PSG: TRAINER*INNENAUSBILDUNG. 11</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc160445360">6. SCHLUSSBEMERKUNGEN. 14</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>1. EINLEITUNG</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Leitung einer Gruppe erfordert besondere Fähigkeiten und Qualifikationen, um der Verantwortung gegenüber den Kindern und Jugendlichen in der Gruppe gerecht zu werden. Daher werden in dieser Konzeption die Standards für die Leiter*innenausbildung in der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (im Folgenden PSG) festlegt, die die Grundlage für die Leiter*innenausbildung in den einzelnen Diözesen bilden. Zudem werden allgemeine Möglichkeiten zur Fortbildung sowie die Inhalte und der Aufbau der Weiterbildung zur Trainer*in erläutert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zusätzlich zu der Vermittlung allgemeiner Grundlagen der Gruppenleitung beruht die Ausbildung der ehrenamtlichen Leiter*innen auf der Grundlage pfadfinderischer Mädchenarbeit sowie den Grundsätzen der PSG und erfolgt im Verband selbst.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Aus- und Weiterbildung der PSG fundiert daher inhaltlich auf den drei Standbeinen der PSG:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>WIR SIND PFADFINDERINNEN</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>WIR SIND KATHOLISCH</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>WIR SIND MÄDCHEN UND FRAUEN</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zentrale Elemente der Pädagogik der PSG sind in den Grundsatzpapieren sowie aktuellen Positionspapieren zu finden und bei der konkreten Planung der Inhalte der einzelnen Elemente der Aus- und Weiterbildung zu berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Schwerpunkte stellen einen entscheidenden Unterschied zu herkömmlicher Gruppenarbeit dar. Deren Vermittlung ermöglicht es, die Methoden und Ziele der PSG langfristig zu erhalten, und trägt zur Qualitätssicherung in unserem Verband bei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2. AUFBAU UND STRUKTUR DER AUS- UND WEITERBILDUNG IN DER PSG</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>s. Schaubild PDF-Angang S. 4</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>3. AUSBILDUNG FÜR GRUPPENLEITER*INNEN</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Leiter*innenausbildung der PSG besteht aus verschiedenen Bausteinen, auf deren Grundlage die Diözesen ihr eigenes Ausbildungskonzept erstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zunächst sollen den angehenden Leiter*innen (sogenannte Cadets) die grundlegenden Inhalte und Methoden ihrer Leiter*innentätigkeit in der PSG vermittelt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Darauf aufbauend sollen die Cadets praktische Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen einer oder mehrerer Altersstufen sammeln, um so ihr theoretisches Wissen zu vervollständigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zielgruppe</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Leiter*innenausbildung richtet sich an interessierte Jugendliche ab 15 Jahren.In Einzelfällen müssen Ausnahmen in der jeweiligen Diözese mit der Dl und dem AuWei-Team entschieden werden</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ziele</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Den Cadets werden die Strukturen, Grundlagen und Methoden der PSG vermittelt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Das Verantwortungsbewusstsein der Cadets, das mit der Aufgabe der Gruppenleitung verbunden ist, wird geschärft.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Cadets werden befähigt, eigenverantwortlich zu agieren und Verantwortung für sich und die Gruppe zu übernehmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Cadets bekommen die Möglichkeit, verschiedene Positionen und Rollen im Verband auf verschiedenen Ebenen (Stamm, Diözese, Bundesebene) kennenzulernen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bei der Auseinandersetzung mit den Inhalten und Methoden der Leiter*innenausbildung entwickeln sich die Cadets persönlich weiter und reflektieren das Erlebte.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kursinhalte</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die verschiedenen Inhalte werden für eine bessere Übersicht in die folgenden vier Bausteine aufgeteilt, diese können jedoch kombiniert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grundausbildung (Themen der JuLeiCa + Erste-Hilfe-Kurs)</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Rollen in der Gruppe, Gruppenphasen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Leitung, Leitungsstile</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Rolle als Gruppenleiter*in</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Prävention sexualisierter Gewalt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Elternarbeit</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Rechte und Pflichten / gesetzliche Vorgaben (z.B. Aufsichtspflicht, Versicherung)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Praxistipps: Spiele, Methoden etc.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Reflexion</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Pfadfinderische Pädagogik</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>3 Standbeine: Wir sind Pfadfinderinnen; Mädchen und Frauen; katholisch</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Grundlagen und Grundsatzpapiere der PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Strukturen der PSG und die grundlegenden Strukturen ihrer Dachverbände</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Altersstufenarbeit und altersspezifische Entwicklungen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Projektmethode</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Versprechen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>6 Elemente</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kindermitbestimmung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Geschichte der Pfadfinder*innenbewegung und der PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Glaube und Spiritualität</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Geschlechtervielfalt und Besonderheiten als Mädchen- und Frauenverband</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Zeltlager (pfadfinderische Praxis)</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Lagerleben
<ul><li>Lagerbauten und Knoten</li><li>Zeltaufbau und Zeltpflege</li><li>Sicherheit (z.B. Feuer, Notfälle)</li><li>reflektiertes Erleben der pfadfinderischen und PSG-spezifischen Pädagogik</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Lagerplanung
<ul><li>Lagermaterial</li><li>Lagerküche</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hajk
<ul><li>Vorbereitungen (z. B. Packen, Kocher, Routenplanung)</li><li>Karte, Kompass und Orientierung</li><li>Durchführung eines Hajk möglichst mit Übernachtung(en)</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Praxis-Teil (in einer Altersstufe)</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Gruppenalltag erleben, z. B. durch Leiten einer Gruppe mit Unterstützung einer anerkannten Leiter*in als Mentor*in</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Praktische Durchführung der Projektmethode (in einer Altersstufe) mit Vorbereitung, Nachbereitung und Reflexionb mit Unterstützung einer anerkannten Leiter*in</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mitleitung einer Maßnahme mit Kindern und/oder Jugendlichen mit mind. einer Übernachtung in Cadetfunktion</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><em>Weitere mögliche Inhalte:</em></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Öffentlichkeitsarbeit</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Finanzen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Internationales, interkulturelles</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Inklusion</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Nachhaltigkeit, kritischer Konsum</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Medienkompetenz</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Politische Themen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>weitere Themen, die sich aus Grundlagentexten und (aktuellen) Positionspapieren der PSG ergeben</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Struktur</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mindestens vier zusammenhängende Tage Zeltlager</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mindestens vier ganze Tage Inhalte (an Wochenenden, zusammenhängend oder vier einzelne Tage)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Absolvieren der Elemente des Praxisteils</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ein Erste-Hilfe-Kurs</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eine Schulung zur Prävention sexualsierter Gewalt entsprechend der Beschlüsse der PSG und der jeweiligen Bistümer</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Leitung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Team für Leiter*innenausbildung auf Diözesanebene (mind. Zwei fachlich qualifizierte Personen, davon soll mind. eine anerkannte Trainer*in der PSG sein), das verantwortlich für die inhaltliche Ausgestaltung der Bausteine ist</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Leitung der Maßnahme im Praxisteil mit mind. einer anerkannten Leiter*in</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Leitungsanerkennung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Voraussetzung für die Leitungsanerkennung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mitgliedschaft der PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Erfolgreiches absolvieren der vier Bausteine inkl. Erste-Hilfe-Kurs und Schulung gemäß den Anforderungen des „Schutzkonzeptes der PSG zur Prävention von sexualisierter Gewalt“</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses nach §30a Abs.1 Bundeszentralregistergesetz (BZRG), in dem sie nicht wegen einer Straftat nach §72a Abs.1 SGB VIII rechtskräftig verurteilt worden sind</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die persönliche Eignung, Leitung in der PSG gemäß Schutzkonzept und Verhaltenskodex zu übernehmen.<br><br>
Die Leiter*innenanerkennung wird von der Diözesanleitung in Absprache mit den für Ausbildung zuständigen Personen nach der Prüfung der persönlichen Eignung ausgesprochen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unter den angegebenen Bedingungen (Ausbildung, Erste-Hilfe-Kurs, min. 16 Jahre) kann die Juleica beantragt werden. Diese kann verlängert werden, wenn die dafür nötigen Voraussetzungen erfüllt sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Gruppe darf erst ab 16 Jahren verantwortlich geleitet werden. Die Erziehungsberechtigten der Gruppenmitglieder sind darüber zu informieren, wenn keine der Leiter*innen einer Gruppe die Volljährigkeit erreicht hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>4. Fortbildungen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zielgruppe</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Anerkannte Leiter*innen, Cadets und Quereinsteiger*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kursinhalte und Ziele</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kennenlernen von neuen Methoden</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vertiefung von Ausbildungsinhalten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Erfahrungen diskutieren und reflektieren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Neue Entwicklungen in der Theorie und Praxis der Mädchenarbeit / Kinder- und Jugendarbeit kennen lernen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Aus verbandlichen und gesellschaftlichen Veränderungen Konsequenzen für die pädagogische und politische Arbeit in der PSG ziehen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Struktur</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Variabel, z.B. eine oder mehrere Einheiten am Abend, Wochenende in Präsenz oder online</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>auf Stammes-, Diözesan- und Bundesebene oder extern (z.B. BDKJ, rdp, WAGGGS)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>alle (anerkannten) Leiter*innen sollen alle drei Jahre an einer Fortbildung teilnehmen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Leitung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Anerkannte*r Leiter*in oder Trainer*in der PSG oder</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Referent*in mit vergleichbarer (pädagogischer) Ausbildung oder</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Referent*in mit Qualifikation im Bereich spezieller Schwerpunkte</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>5. Weiterbildung in der PSG: TRAINER*INNENAUSBILDUNG</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Trainer*innenausbildung der PSG findet auf Bundesebene statt. Ziele sind die Befähigung die Leiter*innenausbildung der PSG durchzuführen und Strukturverantwortung in der PSG zu übernehmen. Daneben dient die Ausbildung zur intensiven Auseinandersetzung mit inhaltlichen Themen der PSG und der persönlichen Weiterentwicklung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Voraussetzungen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>PSGler*innen ab 18 Jahren mit abgeschlossener Leiter*innenausbildung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Über Ausnamhmen (wie Quereinsteiger*innen, hauptberufliche Mitarbeiter*innen oder PSGler*innen ohne abgeschlossene Leiter*innenausbildung) entscheidet die Bundesleitung in Absprache mit dem TA-Team</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zielgruppe</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>anerkannte Leiter*innen, die Leitungsaufgaben auf Stammes-, Diözesan- oder Bundesebene übernehmen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>anerkannte Leiter*innen, die mit der Aus- und Weiterbildung von Gruppenleiter*innen zu tun haben</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>anerkannte Leiter*innen, die Inhalte der pfadfinderischen Pädagogik auf der Meta-Ebene vertiefen wollen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ziele</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Teilnehmer*innen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>setzen sich mit der Zielsetzung der Pfadfinderinnenschaft St. Georg auseinander</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>erlangen vertiefte Kenntnisse der pfadfinderischen Methodik und können diese in die eigene Praxis umsetzen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>können die Ziele und Methoden des Verbandes an Leiter*innen der PSG vermitteln und nach außen vertreten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>reflektieren die aktuellen (gesellschafts-)politischen Herausforderungen der Mädchen- und Frauenarbeit sowie Kinder- und Jugendarbeit und ihrer Bedeutung für die PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>können Kurse der Leiter*innenausbildung entsprechend dem Ausbildungskonzept der PSG durchführen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Reflektieren ihr eigenes Pfadfinderin-Sein und entwickeln sich persönlich weiter</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>KURSINHALTE</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Trainer*innenkurs besteht aus den folgenden vier Kursteilen, die in beliebiger Reihenfolge absolviert werden können, und einem Praxisteil. Teil jedes Kurses ist eine vorbereitende Aufgabe. In der Regel werden pro Jahr zwei Teile angeboten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Trainer*innenlager</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Lagerleben (in Kleingruppen, Lagerbauten)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vertiefung der 3 Standbeine, speziell
<ul><li>Geschlechtervielfalt in einem Mädchen- und Frauenverband</li><li>(Kritische) Auseinandersetzung mit der Geschichte der Pfadfinder*innenbewegung</li><li>Spiritualität im Verband</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vertiefung der 6 Elemente</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hajk mit Übernachtung(en)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Prävention (sexualisierter) Gewalt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Notfallmanagement und Seelsorge</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sexualpädagogik</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Internationale Begegnungen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Altersstufenpädagogik </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vertiefung und Vermittlung der Altersstufenpädagogik
<ul><li>Altersstufenwechsel</li><li>Projektmethode</li><li>Praktische Umsetzung</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Besonderheiten in der Arbeit mit Cadets</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umgang mit aktuellen (gesellschaftlichen) Herausforderungen der Jugendverbandsarbeit</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mitbestimmung und Politik</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mitbestimmung von Kindern und Leiter*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Strukturen des Verbandes (intern und extern) und der Dachverbände (BDKJ, rdp, DBJR, WAGGGS etc.)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Beteiligungsmöglichkeiten inner- und außerhalb des Verbandes</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Politische Arbeit in der PSG (Gesellschaft und Kirche)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ausbilden – Beraten – Leiten (ABL) </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Au-Wei-Konzept auf Bundesebene und Umsetzung in Diözesen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Leitung von Gremien (u.a. Gesprächsführung)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Beraten und Leiten (u.a. Krisensituationen, Konfliktmanagement)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Praxisteil</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eigenverantwortliche Planung, Durchführung und Dokumentation eines selbstgewählten Vorhabens in einer der Ebenen der PSG mit der primären Zielgruppe von Cadets, anerkannten Leiter*innen oder Rangern</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kurze Vorstellung und Reflexion des selbstgewählten Vorhabens auf dem nächsten TA-Kurs</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Struktur</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Einstieg in die Trainer*innenausbildung ist jederzeit möglich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kurse finden jeweils an einem Wochenende statt. Das Trainer*innenlager dauert in der Regel zehn Tage.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Leitung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Das TA-Team auf Bundesebene ist (von der BL beauftragt) verantwortlich für die Trainer*innenausbildung. Das TA-Team hält sich über aktuelle Entwicklungen und Beschlüsse im Verband auf dem Laufenden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die einzelnen Teile der Ausbildung werden von mindestens zwei anerkannten Trainer*innen im Team geleitet. Für bestimmte Gebiete können fachlich geeignete Referent*innen hinzugezogen werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Trainer*innenanerkennung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Voraussetzung für die Trainer*innenanerkennung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mitgliedschaft der PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Erfolgreiches absolvieren der vier Bausteine inkl. vorbereitende Aufgaben</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eigenverantwortliche Planung, Durchführung und Dokumentation eines selbstgewählten Vorhaben in einer der Ebenen der PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vorlage oder Nachweis eines erweiterten Führungszeugnisses nach §30a Abs.1 Bundeszentralregistergesetz (BZRG), in dem sie nicht wegen einer Straftat nach §72a Abs.1 SGB VIII rechtskräftig verurteilt worden sind</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vorlage oder Nachweis über eine aktuelle (Vertiefungs-) Schulung gemäß den Anforderungen des Schutzkonzeptes der PSG zur Prävention von sexualisierter Gewalt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>sowie die persönliche Eignung, Leitung in der PSG gemäß Schutzkonzept und Verhaltenskodex zu übernehmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Anerkennung als Trainer*in in der Pfadfinderinnenschaft St. Georg wird durch den Bundesvorstand in Absprache mit dem TA-Team nach Prüfung der persönlichen Eignung (siehe Schutzkonzept 5.3 Auswahl von Hauptberuflichen / -amtlichen und Ehrenamtlichen) ausgesprochen. Ausnahmen dazu muss der Bundesvorstand mit dem TA-Team absprechen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Anerkennung berechtigt dazu, Kurse entsprechend der jeweils gültigen Aus- und Weiterbildungskonzeption des Verbandes eigenständig durchzuführen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>6. SCHLUSSBEMERKUNGEN</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die vorliegende Konzeption gilt verbindlich für die Aus- und Weiterbildung aller Diözesanverbände.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die benannten Rahmenbedingungen hinsichtlich Zielsetzung, Inhalte und Struktur der Aus- und Weiterbildung von Gruppenleiter*innen geben einen Mindeststandard vor. Entsprechend der unterschiedlichen Traditionen und Bedürfnisse der Diözesanverbände ermöglicht diese Konzeption dennoch ausreichend Spielraum, um die eigenen Konzepte darauf abzustimmen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Anhang zu Antrag 3</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 May 2024 15:55:38 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A3.1: Anhang AuWei-Konzept</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/motion/52808</link>
                        <author>Bundesleitung</author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/motion/52808</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragssteller*innen</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bundesleitung und TA-Team</p></div></div><h2>Wortlaut des Antrages</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>KONZEPTION FÜR DIE AUS- UND WEITERBILDUNG IN DER Pfadfinderinnenschaft St. Georg</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>INHALTSVERZEICHNIS</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc160445355">1. EINLEITUNG. 3</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc160445356">2. AUFBAU UND STRUKTUR DER AUS- UND WEITERBILDUNG IN DER PSG. 4</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc160445357">3. AUSBILDUNG FÜR GRUPPENLEITER*INNEN. 6</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc160445358">4. Fortbildungen 10</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc160445359">5. Weiterbildung in der PSG: TRAINER*INNENAUSBILDUNG. 11</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_Toc160445360">6. SCHLUSSBEMERKUNGEN. 14</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>1. EINLEITUNG</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Leitung einer Gruppe erfordert besondere Fähigkeiten und Qualifikationen, um der Verantwortung gegenüber den Kindern und Jugendlichen in der Gruppe gerecht zu werden. Daher werden in dieser Konzeption die Standards für die Leiter*innenausbildung in der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (im Folgenden PSG) festlegt, die die Grundlage für die Leiter*innenausbildung in den einzelnen Diözesen bilden. Zudem werden allgemeine Möglichkeiten zur Fortbildung sowie die Inhalte und der Aufbau der Weiterbildung zur Trainer*in erläutert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zusätzlich zu der Vermittlung allgemeiner Grundlagen der Gruppenleitung beruht die Ausbildung der ehrenamtlichen Leiter*innen auf der Grundlage pfadfinderischer Mädchenarbeit sowie den Grundsätzen der PSG und erfolgt im Verband selbst.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Aus- und Weiterbildung der PSG fundiert daher inhaltlich auf den drei Standbeinen der PSG:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>WIR SIND PFADFINDERINNEN</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>WIR SIND KATHOLISCH</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>WIR SIND MÄDCHEN UND FRAUEN</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zentrale Elemente der Pädagogik der PSG sind in den Grundsatzpapieren sowie aktuellen Positionspapieren zu finden und bei der konkreten Planung der Inhalte der einzelnen Elemente der Aus- und Weiterbildung zu berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Schwerpunkte stellen einen entscheidenden Unterschied zu herkömmlicher Gruppenarbeit dar. Deren Vermittlung ermöglicht es, die Methoden und Ziele der PSG langfristig zu erhalten, und trägt zur Qualitätssicherung in unserem Verband bei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2. AUFBAU UND STRUKTUR DER AUS- UND WEITERBILDUNG IN DER PSG</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>s. Schaubild PDF-Angang S. 4</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>3. AUSBILDUNG FÜR GRUPPENLEITER*INNEN</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Leiter*innenausbildung der PSG besteht aus verschiedenen Bausteinen, auf deren Grundlage die Diözesen ihr eigenes Ausbildungskonzept erstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zunächst sollen den angehenden Leiter*innen (sogenannte Cadets) die grundlegenden Inhalte und Methoden ihrer Leiter*innentätigkeit in der PSG vermittelt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Darauf aufbauend sollen die Cadets praktische Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen einer oder mehrerer Altersstufen sammeln, um so ihr theoretisches Wissen zu vervollständigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zielgruppe</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Leiter*innenausbildung richtet sich an interessierte Jugendliche ab 15 Jahren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ziele</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Den Cadets werden die Strukturen, Grundlagen und Methoden der PSG vermittelt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Das Verantwortungsbewusstsein der Cadets, das mit der Aufgabe der Gruppenleitung verbunden ist, wird geschärft.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Cadets werden befähigt, eigenverantwortlich zu agieren und Verantwortung für sich und die Gruppe zu übernehmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Cadets bekommen die Möglichkeit, verschiedene Positionen und Rollen im Verband auf verschiedenen Ebenen (Stamm, Diözese, Bundesebene) kennenzulernen und dort schrittweise Verantwortung zu übernehmen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bei der Auseinandersetzung mit den Inhalten und Methoden der Leiter*innenausbildung entwickeln sich die Cadets persönlich weiter und reflektieren das Erlebte.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kursinhalte</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die verschiedenen Inhalte werden für eine bessere Übersicht in die folgenden vier Bausteine aufgeteilt, diese können jedoch kombiniert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grundausbildung (Anforderungen für die JuLeiCa + Erste-Hilfe-Kurs)</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Rollen in der Gruppe, Gruppenphasen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Leitung, Leitungsstile</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Rolle als Gruppenleiter*in</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Prävention sexualisierter Gewalt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Elternarbeit</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Rechte und Pflichten / gesetzliche Vorgaben (z.B. Aufsichtspflicht, Versicherung)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Praxistipps: Spiele, Methoden etc.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Reflexion</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Pfadfinderische Pädagogik</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>3 Standbeine: Wir sind Pfadfinderinnen; Mädchen und Frauen; katholisch</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Grundlagen und Grundsatzpapiere der PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Strukturen der PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Altersstufenarbeit und altersspezifische Entwicklungen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Projektmethode</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Versprechen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>6 Elemente</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kindermitbestimmung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Geschichte der Pfadfinder*innenbewegung und der PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Glaube und Spiritualität</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Geschlechtervielfalt und Besonderheiten als Mädchen- und Frauenverband</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Zeltlager (pfadfinderische Praxis)</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Lagerleben (auch in Kleingruppen)
<ul><li>Lagerbauten und Knoten</li><li>Zeltaufbau und Zeltpflege</li><li>Sicherheit (z.B. Feuer, Notfälle)</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Lagerplanung
<ul><li>Lagermaterial</li><li>Lagerküche</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hajk
<ul><li>Vorbereitungen (z. B. Packen, Kocher, Routenplanung)</li><li>Karte, Kompass und Orientierung</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Praxis-Teil (in einer Altersstufe)</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Gruppenalltag erleben, z. B. durch Leiten einer Gruppe mit Unterstützung einer anerkannten Leiter*in als Mentor*in</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Praktische Durchführung der Projektmethode (in einer ALtersstufe) mit Vorbereitung, Nachbereitung und Reflexion mit Unterstützung einer anerkannten Leiter*in</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Teilnahme in Cadetfunktion an einer Maßnahme in einer Altersstufe mit mind. einer Übernachtung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><em>Weitere mögliche Inhalte:</em></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Öffentlichkeitsarbeit</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Finanzen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Internationales, interkulturelles</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Inklusion</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Nachhaltigkeit, kritischer Konsum</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Medienkompetenz</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Politische Themen, z.B. kirchlich, feministisch</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Struktur</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mindestens vier zusammenhängende Tage Zeltlager</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mindestens vier ganze Tage Inhalte (an Wochenenden, zusammenhängend oder vier einzelne Tage)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Absolvieren der Elemente des Praxisteils</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Leitung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Team für Leiter*innenausbildung auf Diözesanebene (mind. Zwei fachlich qualifizierten Frauen, nach Möglichkeit mind. eine anerkannte Trainer*in der PSG), das verantwortlich für die inhaltliche Ausgestaltung der Bausteine ist</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Leitung der Maßnahme im Praxisteil mit mind. einer anerkannten Leiter*in</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Leitungsanerkennung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Voraussetzung für die Leitungsanerkennung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mitgliedschaft der PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Erfolgreiches absolvieren der vier Bausteine inkl. Erste-Hilfe-Kurs und Schulung gemäß den Anforderungen des „Schutzkonzeptes der PSG zur Prävention von sexualisierter Gewalt“</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses nach §30a Abs.1 Bundeszentralregistergesetz (BZRG), in dem sie nicht wegen einer Straftat nach §72a Abs.1 SGB VIII rechtskräftig verurteilt worden sind</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Leiter*innenanerkennung wird vom Diözesanverband (Diözesanleitung) ausgesprochen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unter den angegebenen Bedingungen (Ausbildung, Erste-Hilfe-Kurs, min. 16 Jahre) kann die Juleica beantragt werden. Diese kann verlängert werden, wenn die dafür nötigen Voraussetzungen erfüllt sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Gruppe darf erst mit 16 Jahren geleitet werden. Die Eltern der Gruppenmitglieder sind darüber zu informieren, wenn keine der Leiter*innen einer Gruppe die Volljährigkeit erreicht hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>4. Fortbildungen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zielgruppe</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Anerkannte Leiter*innen, Cadets und Quereinsteiger*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kursinhalte und Ziele</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kennenlernen von neuen Methoden</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vertiefung von Ausbildungsinhalten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Erfahrungen diskutieren und reflektieren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Neue Entwicklungen in der Theorie und Praxis der Mädchenarbeit / Kinder- und Jugendarbeit kennen lernen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Aus verbandlichen und gesellschaftlichen Veränderungen Konsequenzen für die pädagogische und politische Arbeit in der PSG ziehen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Struktur</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Variabel, z.B. eine oder mehrere Einheiten am Abend, Wochenende in Präsenz oder online</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>auf Stammes-, Diözesan- und Bundesebene oder extern (z.B. BDKJ, rdp, WAGGGS)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Leitung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Anerkannte*r Leiter*in oder Trainer*in der PSG oder</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Referent*in mit vergleichbarer (pädagogischer) Ausbildung oder</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Referent*in mit Qualifikation im Bereich spezieller Schwerpunkte</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>5. Weiterbildung in der PSG: TRAINER*INNENAUSBILDUNG</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Trainer*innenausbildung der PSG findet auf Bundesebene statt. Ziele sind die Vertiefung von Inhalten der Leiter*innenausbildung auf der Meta-Ebene, die Teilnehmende dann als Multiplikator*innen in ihren Diözesen und Stämmen weitergeben können. Daneben dient die Ausbildung zur persönlichen Weiterentwicklung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Quereinsteiger*innen und hauptberufliche Mitarbeiter*innen können nur nach vorheriger Rücksprache mit dem TA-Team teilnehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Voraussetzungen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>PSGler*innen ab 18 Jahren mit abgeschlossener Leiter*innenausbildung und Leitungserfahrung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zielgruppe</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Leiter*innen, die Leitungsaufgaben auf Stammes-, Diözesan- oder Bundesebene übernehmen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Leiter*innen, die mit der Aus- und Weiterbildung von Gruppenleiter*innen zu tun haben</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Leiter*innen, die Inhalte der pfadfinderischen Pädagogik auf der Meta-Ebene vertiefen wollen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ziele</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Teilnehmer*innen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>setzen sich mit der Zielsetzung der Pfadfinderinnenschaft St. Georg auseinander</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>erlangen vertiefte Kenntnisse der pfadfinderischen Methodik und können diese in die eigene Praxis umsetzen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>können die Ziele und Methoden des Verbandes an Leiter*innen der PSG vermitteln und nach außen vertreten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>reflektieren die aktuellen (gesellschafts-)politischen Herausforderungen der Mädchen- und Frauenarbeit sowie Kinder- und Jugendarbeit und ihrer Bedeutung für die PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>können Kurse der Leiter*innenausbildung entsprechend dem Ausbildungskonzept der PSG durchführen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Reflektieren ihr eigenes Pfadfinderin-Sein und entwickeln sich persönlich weiter</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>KURSINHALTE</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Trainer*innenkurs besteht aus den folgenden vier Kursteilen, die in beliebiger Reihenfolge absolviert werden können, und einem Praxisteil. Teil jedes Kurses ist eine vorbereitende Aufgabe. In der Regel werden pro Jahr zwei Teile angeboten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Trainer*innenlager</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Lagerleben (in Kleingruppen, Lagerbauten)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vertiefung der 3 Standbeine, speziell
<ul><li>Geschlechtervielfalt in einem Mädchen- und Frauenverband</li><li>(Kritische) Auseinandersetzung mit der Geschichte der Pfadfinder*innenbewegung</li><li>Spiritualität im Verband</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vertiefung der 6 Elemente</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hajk mit Übernachtung(en)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Prävention (sexualisierter) Gewalt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Notfallmanagement und Seelsorge</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sexualpädagogik</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Internationale Begegnungen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Altersstufenpädagogik </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vertiefung und Vermittlung der Altersstufenpädagogik
<ul><li>Altersstufenwechsel</li><li>Projektmethode</li><li>Praktische Umsetzung</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Besonderheiten in der Arbeit mit Cadets</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umgang mit aktuellen (gesellschaftlichen) Herausforderungen der Jugendverbandsarbeit</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mitbestimmung und Politik</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mitbestimmung von Kindern und Leiter*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Strukturen des Verbandes (intern und extern) und der Dachverbände (BDKJ, rdp, DBJR, WAGGGS etc.)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Beteiligungsmöglichkeiten inner- und außerhalb des Verbandes</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Politische Arbeit in der PSG (Gesellschaft und Kirche)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ausbilden – Beraten – Leiten (ABL) </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Au-Wei-Konzept auf Bundesebene und Umsetzung in Diözesen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Leitung von Gremien (u.a. Gesprächsführung)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Beraten und Leiten (u.a. Krisensituationen, Konfliktmanagement)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Praxisteil</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eigenverantwortliche Planung, Durchführung und Dokumentation eines selbstgewählten Projekts nach der Projektmethode in einer der Ebenen der PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kurze Vorstellung und Reflexion des Projekts auf dem nächsten TA-Kurs</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Struktur</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Einstieg in die Trainer*innenausbildung ist jederzeit möglich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kurse finden jeweils an einem Wochenende statt. Das Trainer*innenlager dauert in der Regel zehn Tage.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Leitung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Das TA-Team auf Bundesebene ist (von der BL beauftragt) verantwortlich für die Trainer*innenausbildung. Das TA-Team hält sich über aktuelle Entwicklungen und Beschlüsse im Verband auf dem Laufenden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die einzelnen Teile der Ausbildung werden von mindestens zwei anerkannten Trainer*innen im Team geleitet. Für bestimmte Gebiete können fachlich geeignete Referent*innen hinzugezogen werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Trainer*innenanerkennung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Voraussetzung für die Trainer*innenanerkennung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mitgliedschaft der PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Erfolgreiches absolvieren der vier Bausteine inkl. vorbereitende Aufgaben</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eigenverantwortliche Planung, Durchführung und Dokumentation eines selbstgewählten Projekts nach der Projektmethode in einer der Ebenen der PSG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vorlage oder Nachweis eines erweiterten Führungszeugnisses nach §30a Abs.1 Bundeszentralregistergesetz (BZRG), in dem sie nicht wegen einer Straftat nach §72a Abs.1 SGB VIII rechtskräftig verurteilt worden sind</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vorlage oder Nachweis über eine aktuelle (Vertiefungs-) Schulung gemäß den Anforderungen des Schutzkonzeptes der PSG zur Prävention von sexualisierter Gewalt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Anerkennung als Trainer*in der Pfadfinderinnenschaft St. Georg wird durch den Bundesvorstand ausgesprochen. Ausnahmen dazu muss der Bundesvorstand mit dem TA-Team absprechen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Anerkennung berechtigt dazu, Kurse entsprechend der jeweils gültigen Aus- und Weiterbildungskonzeption des Verbandes eigenständig durchzuführen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>6. SCHLUSSBEMERKUNGEN</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die vorliegende Konzeption gilt verbindlich für die Aus- und Weiterbildung aller Diözesanverbände.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die benannten Rahmenbedingungen hinsichtlich Zielsetzung, Inhalte und Struktur der Aus- und Weiterbildung von Gruppenleiter*innen geben einen Mindeststandard vor. Entsprechend der unterschiedlichen Traditionen und Bedürfnisse der Diözesanverbände ermöglicht diese Konzeption dennoch ausreichend Spielraum, um die eigenen Konzepte darauf abzustimmen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Anhang zu Antrag 3</p></div></div><h2>Anhang</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 May 2024 15:05:57 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä5 zu A12: Entscheidung Zukunft PSG Bundeskursstätte Ahrhütte</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/entscheidung-zukunft-psg-bundeskursstatte-ahrhutte-20574/60306</link>
                        <author>DV Mainz</author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/entscheidung-zukunft-psg-bundeskursstatte-ahrhutte-20574/60306</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Wortlaut des Antrages</h2><div id="section_22052_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 1 bis 2:</h4><div><p><del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Die Bundesversammlung empfiehlt der PWSG e. V. Mitgliederversammlung (welche am 13.05.2024 tagt) den Verkauf der PSG Bundeskursstätte Ahrhütte.</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Die Ergebnisse der Diskussion sowie ein Stimmungsbild bezüglich eines Erhalts oder eines Verkaufs der PSG Bundeskursstätte Ahrhütte im Rahmen der Bundesversammlung werden vom Bundesvorstand in die PWSG e. V. Mitgliederversammlung am 13.05.2024 getragen.<br><br>Bei der Abstimmung werden nur ja und nein Stimmen zugelassen. Enthaltungen sind ungültig.</ins></p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Wir sehen es als wichtig an, dass eine Entscheidung die so weitreichende Konsequenzen für uns und unseren Verband hat durch alle mit einer festen Meinung getragen wird. Die Diskussion um Ahrhüte dauert nun schon viele Jahre an und es gab reichlich Orte und Zeiten, um Informationen zu Sammeln, zu diskutieren und Meinungen zu bilden. Wir wissen, dass die Stimmung sowohl persönlich, im Stamm, der Diözese als auch auf der Bundesebene beeinflusst ist und Meinungen in den Strukturen, die wir vertreten heterogen sein können. Trotzdem finden wir, dass ein Stimmungsbild jetzt angebracht und wichtig ist, um den e.V in seiner Entscheidung und seinem handeln zu unterstützen und nicht alleine zu lassen, denn es betrifft uns als gesamten Verband. Deshalb wollen wir, die Möglichkeit für ein klareres Bild schaffen und in milderer Form als eine Zweidrittelmehrheit oder gar keinenEmpfehlung schaffen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 May 2024 14:15:39 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä21 zu A3.1: Anhang AuWei-Konzept</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/motion/52375/amendment/60303</link>
                        <author>Kathrin Hauda</author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/motion/52375/amendment/60303</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Wortlaut des Antrages</h2><div id="section_22052_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 98 bis 102:</h4><div><ul><li value="1">Gruppenalltag erleben, z. B. durch Leiten einer Gruppe mit Unterstützung einer <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">erfahrenen</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">anerkannten</ins> Leiter*in als Mentor*in</li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1">Teilnahme an einer Maßnahme in einer Altersstufe mit mind. einer Übernachtung, inkl. Vorbereitung, praktische Durchführung von Einheiten, Nachbereitung und Reflexion unter Anleitung einer anerkannten Leiter*in</li></ul><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li>Praktische Durchführung der Projektmethode (in einer ALtersstufe) mit Vorbereitung, Nachbereitung und Reflexion mit Unterstützung einer anerkannten Leiter*in</li></ul><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li>Teilnahme in Cadetfunktion an einer Maßnahme in einer Altersstufe mit mind. einer Übernachtung</li></ul></div><h4 class="lineSummary">In Zeile 115:</h4><div><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1">Mindestens eine Übernachtung mit Kindern/Jugendlichen im Praxisteil</li></ul><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li>Absolvieren der Elemente des Praxisteils</li></ul></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 May 2024 14:10:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä2 zu A14: Beschlussfassung zur Zukunft von Ahrhütte</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/motion/52782/amendment/60302</link>
                        <author>DV Mainz</author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/motion/52782/amendment/60302</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Wortlaut des Antrages</h2><div id="section_22057_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 3 bis 4:</h4><div><p>Ahrhütte muss mit einer 2/3-Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder getroffen werden, wobei Enthaltungen <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">als Gegenstimmen gezählt</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">nicht zugelassen</ins> werden<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">. Es werden somit nur die Abstimmmöglichkeitrn ja und nein zugelassen</ins>.</p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Wir wollen mit dem Antrag für weniger Verwirrung bei der Abstimmung sorgen. Wir verstehen das Argument, dass eine so wichtige Entscheidung von allen zusammen getragen werden muss. Jedoch sehen wir die automatische Zuordnung von Enthaltungen zu nein Stimmen als potentielle Quelle für Missverständnisse. Diese wollen wir mit unserem Vorschlag in Richtung einer transparentereeren und leichter nachvollziehbaren Entscheidung durch Vermeidung von Scheinmöglickeiten sorgen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 May 2024 14:08:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä20 zu A3.1: Anhang AuWei-Konzept</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/motion/52808/amendment/60301</link>
                        <author>TA-Team</author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/motion/52808/amendment/60301</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Wortlaut des Antrages</h2><div id="section_22052_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 173 bis 174 einfügen:</h4><div><ul><li value="1"><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">anerkannte </ins>Leiter*innen, die Leitungsaufgaben auf Stammes-, Diözesan- oder </li></ul></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 175 bis 176 einfügen:</h4><div><ul><li value="1"><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">anerkannte </ins>Leiter*innen, die mit der Aus- und Weiterbildung von Gruppenleiter*innen </li></ul></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 177 bis 178 einfügen:</h4><div><ul><li value="1"><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">anerkannte </ins>Leiter*innen, die Inhalte der pfadfinderischen Pädagogik auf der Meta-</li></ul></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 232 bis 234:</h4><div><ul><li value="1">Eigenverantwortliche Planung, Durchführung und Dokumentation eines selbstgewählten <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Projekts</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Vorhabens</ins> nach der Projektmethode in einer der Ebenen der PSG<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> mit der primären Zielgruppe von Cadets, anerkannten Leiter*innen oder Rangern</ins></li></ul></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 May 2024 14:07:52 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A9: Benennung des Stiftungsvorstandes</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/benennung-des-stiftungsvorstandes-30711</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/benennung-des-stiftungsvorstandes-30711</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragssteller*innen</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bundesleitung</p></div></div><h2>Wortlaut des Antrages</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundesversammlung möge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für den Vorstand der Stiftung Pfadfinderinnen werden für die Dauer von drei Jahren die folgenden Frauen benannt:<br>
• Sandra Dybowski<br>
• Martina Amboom</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Laut Satzung der Stiftung Pfadfinderinnen ist die Bundesversammlung für die Benennung von Vorstandsmitgliedern zuständig:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Vorstand besteht aus mindestens drei, höchstens sieben Mitgliedern, die jeweils für die Dauer von drei Jahren benannt werden. Der Vorstand des Pfadfinderinnenwerks St. Georg e.V. (PWSG e.V.) und die Bundesversammlung der Pfadfinderinnenschaft St. Georg benennen je ein bis zwei Vorstandsmitglieder. Bis zu drei Vorstandsmitglieder können durch das Kuratorium benannt werden. Wiederbenennung ist möglich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 May 2024 12:51:32 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A2: Termin Bundesrat 2026</title>
                        <link>https://psg.antragsgruen.de/bv24/termin-bundesrat-2026-52271</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://psg.antragsgruen.de/bv24/termin-bundesrat-2026-52271</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragssteller*innen</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bundesleitung</p></div></div><h2>Wortlaut des Antrages</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundesversammlung möge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesrat 2026 findet vom 30.01 - 31.01.2026 digital statt.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die länger im Voraus vereinbarten Termine sollen verhindern, dass parallel wichtige Diözesantermine gelegt werden, so dass die Delegierten der Diözesanverbände auf jeden Fall teilnehmen können.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 May 2024 12:51:05 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>