| Veranstaltung: | Bundesversammlung 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 5. TOP 2: Berichte |
| Antragsteller*in: | Celine Leonarzt (Bundesvorstand) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 29.06.2026, 09:59 |
B2: Projektgruppen, Teams und Arbeitsbereiche
Berichtsteil
Marlene Drax (Mainz), Paula Wrede (Essen), Cäcilia Klug (München), Jasmin Specht
(BL), Anna Klüsener (BuVo)
Nach einem langen Weg des Analysierens, Neu-Strukturierens, Umschreibens,
Korrigieren und Reflektieren konnten wir auf der Bundesversammlung 2025 den
Inhalt, also den Text, des neuen Wichtel-Zirkusses verabschieden. Nachdem der
Inhalt verabschiedet war, konnten wir auch die begleitende Leiter*innenhilfe
fertig stellen. Im gleichen Zug begann die Phase der grafischen Gestaltung.
Hierfür haben wir eine Grafikerin beauftragt und waren im engen Austausch mit
ihr zur perfekten Gestaltung des neuen Zirkus. Nach einem intensiven Austausch
und einigen Bearbeitungsschleifen konnten wir auf dem Bundesrat 2026 schon eine
Sneak-Peak vom neuen Look zeigen. Auch den Wichtel-Aufnäher haben wir uns für
die neue Auflage vorgenommen.
Wir sind schnell und gut mit der Neugestaltung des Zirkus vorangekommen. Da aber
keine von uns viel Erfahrung mit Kindern im Wichtelalter hat und wir uns über
die sprachliche Gestaltung der Texte manchmal unsicher waren taten wir uns
teilweise schwer, in wenigen kurzen Sätzen die wichtigen, und vereinzelt
komplexen, Themen altersgerecht herunterzubrechen.
Unser Ziel war es, euch eine moderne, vielfältige und praxisnahe Arbeitshilfe an
die Hand zu geben, welche die Bedürfnisse und Lebenswelten der Wichtel und ihren
Leiter*innen heute bestmöglich abbildet. Auf der Bundesversammlung 2026 soll der
fertige Zirkus vorgestellt und mitsamt Aufnäher und Leiter*innenhilfe verfügbar
gemacht werden.
Mitglieder: Pia Hillermann (Aachen), Felix Hesse (Aachen), Jasmin Specht (BL),
Johanna Wrede (Essen), Mitchy Irion (Köln), Eddie Welsch (Köln), Lea Bohrer
(Mainz), Anna Klüsener (Bundesvorstand), Celine Leonartz (Bundesvorstand), Dani
Ordowski (externe Begleitung)
- Malena Dolzmann (Aachen), Merlin Pflugfelder (Freiburg) und Verena Müller
(Augsburg) haben leider ihre Arbeit in der PG beendet
- Beratend: Marijke Prellwitz (BL), Suse Rüber (ehemaliger Bundesvorstand),
Leonie Hornung (ehemalige Bundesleitung)
Die inhaltliche Richtung der Arbeit der Projektgruppe „Beteiligung
Geschlechtervielfalt“ ist mit dem Positionspapier „Geschlechtervielfalt in der
PSG“ 2022 bereits vorgegeben – nun ging es darum, gemeinsam herauszufinden, wo
und wie Strukturen an diese Realität und die formulierten Ziele angepasst werden
müssen. Die Gruppe war motiviert, hatte Klarheit über ihren Auftrag und hat
zielgerichtet an den Schritten gearbeitet.
In einem ersten Schritt wurden geeignete Methoden zur partizipativen Erhebung
von Perspektiven und Bedarfen im Verband festgelegt: eine breit angelegte
Online-Umfrage, qualitative Interviews mit ausgewählten Personen sowie eine
Gruppenstundenmethode zur niedrigschwelligen Beteiligung von Kindern und
Jugendlichen. Die Erhebungen sind im Spät-Sommer 2025 gestartet und haben sich
bis in den Winter gezogen. Die Auswertung erfolgte anschließend, sodass zum
Bundesrat 2026 die Ergebnisse vorgestellt werden konnten. Die Projektgruppe
wurde von Dani Ordowski fachlich begleitet.
Neben der inhaltlichen Arbeit war es ein Ziel, den Prozess im Verband sichtbarer
zu machen. Dazu wurden Präsentationen und ein begleitendes Video für die
Diözesanverbände entwickelt, um auf den Diözesanversammlungen gezielt berichten
zu können.
Auf dem letzten Arbeitswochenende April 2026 hat sich die PG die Ergebnisse der
Umfragen genau angeschaut und anhand der Ergebnisse einen inhaltlichen Beschluss
vorgeschlagen in Form mehrerer Satzungsänderungsanträge. Dazu wurde ein
Begleitpapier veröffentlicht, welches den Prozess nachvollziehbar machen soll.
Wir hoffen, dass eine Version der erarbeiteten Vorschläge angenommen wird. Damit
wäre unsere Arbeit abgeschlossen. Die Umsetzung der Satzungsänderungen obliegt
dem Verband.
Suse Rüber (oben ganz rechts) und Leonie Hornung (unten ganz rechts) waren beim
letzten PG-Wochenende unterstützend dabei – danke dafür
Dane Beckers (Aachen), Katharina Rexing (Aachen), Eva Derbogen (Rottenburg-
Stuttgart), Eva Plenk (München), Marijke Prellwitz (BL), Sarah Reuter (BuVo)
- die Erarbeitung einer Position, wie die PSG mit sprachlicher Darstellung
von Gottesbildern (z. B. Schreibweise von „Gott“) umgehen möchte
- die Sensibilisierung für die Bedeutung verschiedener Gottesbilder in
unterschiedlichen Lebensrealitäten
Die PG hat sich am Anfang mit unterschiedlichen Vorstellungen, Bildern und
Ansprachen von Gott auseinandergesetzt. Dabei haben wir in einer
vertrauensvollen und persönlichen Begegnung über Gottesbilder gesprochen und uns
über unsere Vorstellungen ausgetauscht, die uns seit der Kindheit geprägt haben.
Sarah hat uns in einer Sitzung das Alte Testament nähergebracht, um die
Übersetzung, Wortherkünfte und verschiedene Deutungsmöglichkeiten besser
verstehen zu können. Im weiteren Verlauf haben wir unseren zuvor festgelegten
Fahrplan der PG erneut betrachtet und festgestellt, dass vor der
Bundesversammlung 2026 keine abschließende Position erarbeitet werden kann. Das
Themenfeld unserer Projektgruppe ist vielschichtig und berührt persönliche,
theologische und verbandliche Fragen. Daher haben wir uns darauf verständigt,
uns weiterhin intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen und den begonnenen
Austausch zu vertiefen.
Die Projektgruppe ist mit einem schönen und vertrauensvollen Start in die Arbeit
gegangen. Der harmonische Austausch hat eine gute Grundlage für die weitere
Arbeit in der Gruppe geschaffen und gezeigt, wie wichtig die Auseinandersetzung
unserer Thematik ist.
Mit dem überarbeiteten Fahrplan möchten wir künftig die Kuratinnen und weitere
interessierte PSGler*innen stärker einbeziehen. Ziel ist es, unterschiedliche
Blickwinkel aufzunehmen und eine möglichst breite Meinungsbildung zu den
Themenbereichen der PG zu ermöglichen. Auch möchten wir uns als PG mehr Zeit
geben, uns fachlich in die unterschiedlichen Themenkomplexe einzuarbeiten, die
unsere Fragenstellung berühren. Das bedeutet für uns nicht, dass diese PG aus
möglichst vielen Theolog*innen bestehen soll, sondern dass sie dadurch reicher
wird, je mehr Perspektiven in ihr zu finden sind.
Wir würden uns daher freuen, wenn sich noch weitere PSGler*innen finden, die
Lust haben mitzuwirken, egal, ob sie fachkundig sind oder nicht.
Johanna Wrede (DV Essen), Theresa Preßl (DV Regensburg), Eva Plenk und Leo
Mühlbauer (DV München), Finn Franke und Eddie Welsch (DV Köln)
möglich gemachten) Führung mit Wildnisbotin Frau Frank, durch das
Naturschutzgebiet Berger Hang und einer anschließenden Schnitzeljagd zurück zu
unserer Unterkunft in Bad Filbel.
Auch haben wir die BL unterstützt in Formulierungen z.B für das interne
Statement bezüglich des Beschlusses der girl guides UK keine Trans* Frauen mehr
aufzunehmen oder auch für
Dieses Jahr haben wir die Wichtigkeit unseres Teams noch einmal deutlicher
gemerkt. Mit dem Rechtsruck in Deutschland und Weltweit sind wir eine wichtige
Anlaufstelle, um zeitgemäße Veränderungen/Weiterentwicklungen zu unterstützen
und Krisen aufzufangen.
Für die kommenden Monate sind weitere Onlinemeetings, sowie eine Teilnahme an
einem potentiellen PG und Teams Wochenende geplant. Für 2027 ist wegen geringer
Anmeldezahlen noch kein festes queeres Rangerwochenende angedacht.
Unsere Bemühungen neue Mitglieder anzuwerben hat bisher noch nicht geklappt.
Deshalb, falls du Lust auf queere Arbeit in der PSG hast, melde dich gerne bei
uns direkt oder bei der Bundesleitung (Email: queer@pfadfinderinnen.de oder
info@pfadfinderinnen.de )
- Planung der Kursteile (Inhalt und Orga wie Haus/Platz und Material), im
letzten Jahr das ABL Wochenende und das TA-Lager
- Aktualisierung der Teilnehmenden verschiedener Kursteile, Übersicht wem
was noch fehlt und wer wann seine Anerkennung bekommt / bekommen könnte
Unsere Hauptarbeit ist die Planung, Durchführung und Reflexion der 4 Kursteile
der TA-Ausbildung sowie des neuen Praxisteils. Wir haben als neues TA-Team seit
2024 jetzt alle 4 Kursteile einmal durchgeführt und planen das TA-Lager 2026 mit
unseren Erfahrungen und der Reflexion der Teilnehmenden vom TA-Lager 2024 sowie
den nachfolgenden Kursteilen. Daher sind wir immer froh über Feedback von den
Kursteilen.
Seit 2026 ergänzt Tammy das TA-Team, so dass wir jetzt zu fünft sind und in der
Konstellation auch aufs TA-Lager 2026 fahren.
Unsere Arbeit macht uns viel Spaß und wir funktionieren als Team gut zusammen.
Da wir jetzt zu fünft sind, können wir uns für die Wochenendkursteile auch gut
aufteilen, so dass jede von uns Themen / Kursteile ihrer Präferenz machen kann.
Langfristig wäre es gut, wenn wir immer mal wieder Zuwachs bekommen, damit eine
stetige Einarbeitung stattfindet und es keinen kompletten Bruch wie mit dem
letzten TA-Team gibt, wenn welche von uns irgendwann wieder aufhören.
Die Zusammenarbeit mit dem Bundesamt und Bundesvorstand ist leider noch
ausbaufähig, da wir oft nur schwer und nur nach mehrmaligem Nachfragen an
Rückmeldungen zu unseren Fragen zu Orgathemen kommen, die das Bundesamt
übernimmt, was teilweise auch unsere Arbeit erschwert. Hier würden wir uns eine
bessere Zusammenarbeit und Kommunikation wünschen.
Livia Wiedau (Aachen), Carolin Kammerer-Hardy (Freiburg), Tina Dietz (Bamberg),
Jette Vähingen (Köln), Marijke Prellwitz (BL/Essen)
- November 2025 Präsenzwochenende in Essen: Planung der 16days und der
Olave, Gestaltung der Zukunft des Teams
Wir haben uns im Berichtzeitraum damit beschäftigt, die Rwanda-
Partner*innenschaft weiterhin in den Verband zu tragen und sichtbar zu machen.
Dabei entstand auch die Frage, wie die Arbeit des Team Rwanda künftig gestaltet
werden kann und welche Formate oder Alternativen geeignet sind, um die
Partner*innenschaft weiterhin lebendig zu halten.
Ein besonderer Schwerpunkt war die Gestaltung einer Spezial-Olave rund um
Rwanda. Wir haben euch rwandische Rezepte, Bastelideen und Impulse für
Gruppenstunden zusammengestellt.
Darüber hinaus brachten wir uns erneut auch in den sozialen Medien ein, indem
wir im Rahmen der Kampagne „16 Days against Gender-Based Violence“ im November
und Dezember mehrere Beiträge auf Social Media gestalteten, um Aufmerksamkeit
für das Thema zu schaffen.
Die Aktion „Gerechte Geschenke“ läuft weiterhin erfolgreich: Auch in diesem Jahr
konnten wir den ruandischen Pfadfinder*innen Gelder zur Verfügung stellen. Die
Bedarfe stimmen wir dabei regelmäßig mit unseren Partner*innen ab, um
bedarfsgerechte Hilfe zu leisten.
Als Team Rwanda haben wir nach wie vor sehr viel Freude an unserer Arbeit und an
der Partner*innenschaft mit Rwanda. Gleichzeitig merken wir, dass wir sehr gut
eingespieltes Team sind, das seit einigen Jahren das Team begleitet. Für die
Zukunft sehen wir daher eine stärkere Zusammenarbeit mit dem Team
Internationales als sinnvoll, um Synergien zu nutzen und Themen gemeinsam
weiterzudenken.
Besonders freuen würden wir uns über neue PSGler*innen im Team sowie
Interessierte, die gerne internationale rwandische Luft schnuppern wollen. Unser
Wunsch ist es, vor allem jüngere Menschen für das Team Rwanda zu begeistern.
Perspektivisch könnte ein Austausch geplant werden, dazu brauchen wir jedoch
mehr helfende Hände, die Lust haben, langfristiger im Team aktiv zu sein.
Ein fester Bestandteil unserer Arbeit bleibt die Aktion “Gerechte Geschenke”.
Die Gutscheine bewerben wir nach wie vor über die Olave und stimmen uns mit
unseren Partner*innen in Rwanda darüber ab, was aktuell gebraucht und gewünscht
wird. Die Zusammenarbeit mit den rwandischen Pfadfinder*innen ist seit der
Beendigung des Projekts ruhiger geworden, der Austausch untereinander besteht
aber weiterhin und bringt immer wieder neue Impulse in unsere Arbeit.
Mitchy Irion (DV Köln), Hannah Schlosser (DV München-Freising), Hannah
Frohnwieser (DV Augsburg), Janika Peters (DV Aachen) Chrissi Bender (DV München-
Freising), Rebekka Grad (DV Augsburg)
Sabine Treff (DV München-Freising) hat sich leider aus dem Team zurückgezogen –
wir danken ihr für ihre Arbeit!
Durch den Rücktritt von Sabine und damit einer einhergehenden Vakanz in der
Leitung des Teams ist die Arbeit nicht so weiterverlaufen wie geplant.
Viele Ideen und mögliche Pläne schweben in der Luft. Jetzt ist der Plan, mit
Unterstützung von Anna (BuVo) die Arbeit wieder ins Rollen zu bringen und so
PSGler*innen tolle internationale Angebote bieten zu können.
Selbstverständlich dürfen uns Interessierte noch bei unseren Aktionen
unterstützen. Wer Interesse hat, kann sich gern bei uns
(internationales@pfadfinderinnen.de) melden.
Antje Gorges-Vial (DV Paderborn), Sara Kiefer (DV Stuttgart), Cäcilia Klug (DV
München), Heike Mittelsdorf (DV Münster), Suse Rüber (DV Aachen), Isabelle Wrede
(DVEssen), Celine Leonartz (Bundesvorstand)
seit der letzten Bundesversammlung 6 digitale Treffen des gesamten Teams,
zusätzlich Arbeit in kleineren Gruppen.
Da es für das Team in diesem Jahr keine großen Projekte gab, konnten wir uns mit
vielen unterschiedlichen Themen beschäftigen und damit auch einiges bearbeiten,
was schon lange Zeit in unserem Themenspeicher schlummerte.
Wir konnten mehrere 3-stündige digitale Schulungen, die als Vertiefung oder als
Aufbau dienen, anbieten. Die Schulungen wurden sehr gut angenommen und haben
sich als wichtiger Teil unserer Arbeit etabliert.
Wir haben uns intensiv mit den Aufarbeitungsstudien der DPSG und des VCP
beschäftigt vor allem mit Blick darauf, welche Erkenntnisse wir auch für die PSG
daraus ziehen können. Wir werden als PSG kein eigene Aufarbeitungsstudie in
Auftrag geben können, haben uns aber der Studie des BDKJ-Bundesverbandes
angeschlossen, die bald startet und auf deren Ergebnisse wir sehr gespannt sind.
Die Rückmeldung des Erzbistums Köln, das für den PSG-Bundesverband zuständig
ist, zu unserem Schutzkonzept war erfreulicherweise durchweg positiv und hat
keinen sofortigen Handlungsbedarf ergeben. Wir haben nun schon ein paar Hinweise
für die nächste anstehende Bearbeitung des Schutzkonzeptes.
Das Team arbeitet gut, effektiv und vertraut zusammen. Wir haben viel erreicht
und noch viel vor. Im Herbst dieses Jahres werden wir noch einmal auf unser
Schutzkonzept schauen und es ggf. noch einmal überarbeiten, wir werden weiterhin
Schulungen anbieten, möchten Material für die präventive Arbeit vor Ort zur
Verfügung stellen und werden auch in Zukunft die Anfragen bearbeiten, die aus
der PSG und unseren Dachverbänden kommen.
Über Verstärkung würden wir uns freuen! Das Team Prävention ist eine gute
Möglichkeit, sich im Bereich der Prävention der sexualisierten Gewalt zu
vernetzen, Unterstützung zu bekommen, gemeinsam Neues zu lernen und etwas zu
bewegen.
Anna ist hierfür im Bundesvorstand zuständig. Aufgrund von Kapazitäten konnte
die Arbeit des Teams noch nicht wieder aufgenommen werden.
Eine neue Ausschreibung und ein neuer Start des Teams ist für die zweite Hälfte
des Jahres geplant. Wir hoffen das Team neu besetzen zu können und zum Bundesrat
2027 zumindest zum Neustart erste Infos teilen zu können.
Anna Klüsener (Bundesvorstand), Adriaan Wind (DV Aachen), Marijke Prellwitz
(Bundesleitung), Anne Sauer (DV Würzburg)
Da in diesem Jahr keine Bundesvorstands-Wahlen anstehen, war die Arbeit für den
Wahlausschuss deutlich weniger.
Weiterhin bleibt die dauerhafte Besetzung des rdp-Finanzratpostens schwierig –
vermutlich, weil die Aufgabe schwer greifbar ist und wenig direkte Verbindung
zur alltäglichen PSG-Arbeit hat. Hier stehen noch Überlegungen aus, wie wir das
Amt künftig besser vermitteln und geeignete Personen gezielter ansprechen
können. Wir freuen uns aber, dass sich gezeigt hat, dass Wahlen zu den BDKJ-
Vertretungen hilfreich und zielführend sind.
Nachdem auf der Bundesversammlung 2024 keine neue Kuratin gewählt werden konnte
und die anschließend ausgeschriebene Stelle der theologischen Referentin
ebenfalls unbesetzt blieb, haben wir auf der Bundesversammlung 2025
erfreulicherweise eine neue Kuratin wählen können.
Sarah hat ihr Amt zum 01. September letzten Jahres aufgenommen und alle
spirituellen und projektbezogenen Themen von Anna übernommen, die das
Kuratinnenamt zwischenzeitlich vertreten und die entsprechenden Aufgabenbereiche
übernommen hatte.
So konnte Sarah beispielsweise rechtzeitig zum Auftakt der PG Vielfalt der
Gottesbilder in die Arbeit der PG einsteigen und begleitet sie seitdem sowohl
organisatorisch als auch mit ihrer fachlichen Expertise.
In etwa vierteljährlichen digitalen Runden und einem jährlichen Treffen in
Präsenz sorgt sie für Weiterbildung und Austausch der Kurat*innen des Verbands
und ermöglicht eine gewinnbringende Vernetzung auf dieser Ebene. Sie ist in
kurzer Zeit eine wichtige Ansprechpartnerin geworden.
Ihre Wegzeiten, Gottesdienste und spirituellen Impulse begleiten unsere
Veranstaltungen auf Bundesebene und unsere Arbeit in der BL und machen damit das
“katholische Standbein” der PSG deutlich sichtbar. Auch in der Olave oder auf
Instagram ist das Thema Spiri präsent.
Ein besonderes Arbeitsfeld für Sarah war in diesem Jahr die Vorbereitung und
Begleitung des Katholik*innentags 2026 in Würzburg. Neben der Koordination mit
dem BDKJ und der Planung des PSG-Standes hat Sarah als Vertretung der PSG einen
Jugendgottesdienst vorbereitet, der unsere theologischen Überzeugungen einer
großen Schar an Gottedienstbesucher*innen und damit auch vielen Kindern und
Jugendlichen zugänglich machen konnte.
Die Vakanz der Stelle ist beendet und das ist deutlich zu merken. Wir freuen
uns, dass viele Spiri-Themen wieder in Angriff genommen werden und sind
glücklich, dass wir mit unserer neuen Kuratin allen drei Verbands-Standbeinen
die gebührende Aufmerksamkeit widmen können.
Wir als PSG überarbeiten kontinuierlich unser katholisches Selbstverständnis und
unsere Position innerhalb von Kirche. Das zeigt sich nicht zuletzt an der
Vielfalt von Projektgruppen der letzten Jahre, die einen kirchlichen,
spirituellen oder theologischen Bezug haben, wie die PG „PSG in Kirche“, die PG
zur Überarbeitung des Grundlagentextes „Wir sind katholisch“ und die PG
„Vielfalt der Gottesbilder”. Wir verstehen uns als katholisch und als Teil von
Kirche. Dies bedeutet für uns gesellschaftliches Engagement, Raum zu geben für
Spiritualität und Fragen nach Sinn, Gerechtigkeit zum Ziel zu haben und
Verantwortung wahrzunehmen.
Diese Überzeugungen teilen wir mit anderen katholischen Jugendverbänden und
unserem Dachverband, dem BDKJ. In unterschiedlichen Konstellationen tauschen wir
uns darüber aus, vernetzen uns und setzen Ideen um: in der kirchenpolitischen
Vernetzungsrunde, in der Austauschrunde der geistlichen Verbandsleitungen, auf
der Jugendseelsorgekoferenz und dem Konveniat, im Austausch mit unserem
Kontaktbischof Gerber (und durch ihn der Deutschen Bischofskonferenz) und in
anderen Gremien, Runden und Veranstaltungen.
Nachdem die Kandidatur Viola Kohlbergers für die Kurat*innen-Stelle der DPSG von
der Deutschen Bischofskonferenz abgelehnt wurde, steht die Frage im Raum,
inwieweit der aktuelle Prozess zur Besetzung von geistlichen Verbandsleitungen
noch zeitgemäß/passend ist. Inzwischen gibt es mehrere Beschlüsse des BDKJ, die
für eine neue Verfahrensordnung plädieren, Änderungen seitens der
Bischofskonferenz stehen aber noch aus.
Für uns als Verband ist sehr herausfordernd, dass in vielen Bistümern
strukturelle Sparmaßnahmen beschlossen werden, die sich im Bereich der
Bildungsreferent*innen und auch der Kurat*innen auf Diözesanebene schmerzlich
für uns bemerkbar machen.
Die zwei genannten kirchenpolitischen Felder zeigen ein systemisches Problem
auf. Wir als katholischer Jugendverband sind strukturell und auf
unterschiedlichen Ebenen abhängig von kirchlichen Prozessen und Beschlüssen, bei
denen wir oft wenig Handlungsspielraum oder Einfluss haben. Trotzdem setzen wir
uns mit Nachdruck dafür ein, dass die Kirche demokratischer und
geschlechtergerechter wird.
Im Bereich der politischen Bildung erarbeiten wir derzeit eine Sonderausgabe der
Olave mit dem Schwerpunkt Demokratie. Diese ist bereits in den letzten Zügen,
musste aber aufgrund anderer Aufgaben für einige Zeit auf Eis gelegt werden.
Nach der WAGGGS Weltkonferenz und der Bundesversammlung soll die Ausgabe
fertiggestellt werden.
Politische Bildung bleibt weiterhin ein wichtiges gesamtgesellschaftliches
Thema. Auch für uns als Pfadfinder*innen ist sie ein fester Bestandteil unseres
Auftrags. Gleichzeitig merken wir auf Bundesebene, dass unsere Kapazitäten
begrenzt sind und wir nicht alle Zielgruppen gleich gut erreichen können.
Für die Zukunft nehmen wir uns weiterhin mit: Gute Ideen brauchen die richtigen
Rahmenbedingungen und manchmal auch einfach ein bisschen mehr Zeit und
Reichweite, um ihre Wirkung zu entfalten.
Wie bereits berichtet haben wir auf der Bundesversammlung 2025 erfreulicherweise
eine neue Kuratin wählen können. Sarah hat ihr Amt zum 01. September letzten
Jahres aufgenommen und übernimmt seitdem auch den Bereich der
Kurat*innenvernetzung und der Kurat*innentreffen.
In etwa vierteljährlichen digitalen Runden und einem jährlichen Treffen in
Präsenz im Rahmen des Hauptberuflichentreffens tauschen sich die Kurat*innen
untereinander über aktuelle Themen und Herausforderungen in ihrer Arbeit aus. In
diesem Jahr ging es beispielsweise um Versprechenshilfen, Best Practice-
Beispiele aus der eigenen Arbeit und die strukturellen Herausforderungen des
Kurat*innenamts. Dort machen sich besonders die Sparmaßnahmen der Bistümer
bemerkbar, da ein Großteil der Kurat*innen Bistumsangestellte sind und zum Teil
nur noch sehr geringe Stellenanteile (zwischen 50 und 20 Prozent) für ihre
Arbeit als geistliche Verbandsleitungen zugeteilt bekommen. Mit diesen muss aber
die gesamte Vorstands- und Kurat*innenarbeit abgedeckt werden.
Ein Thema, das die Kurat*innen weiterhin angehen möchten, ist ein
„Ausbildungskurs Spirituelle Leitung für Ehrenamtliche“. Die Umsetzung ist
jedoch aufgrund der oben beschriebenen Ressourcenprobleme schwierig.
Ein drängendes Problem bleibt, dass in den meisten Diözesen nur geringe
Stellenumfänge für die PSG-Verbandarbeit vorgehalten und teilweise sogar
Stundenzahlen gekürzt werden. Dadurch wird es schwierig werden, sich spirituell
unabhängig und zukunftssicher aufzustellen. Langfristig wird es eine Strategie
brauchen, die auf diese Umstände reagiert.
Seit der letzten BV hat das Team Queer queeren Merch für die PSG rausgebracht.
Pullis, T-shirts, Taschen, Kappen usw., mit dem am Bundeslager inspirierten
Pride-Jurten Design, sind nun unter https://team-queer.myspreadshop.de/all zu
finden.
Mitchy: